Diplomarbeit, 2011
115 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Untersuchungsgegenstand und Zielsetzung
1.3 Quellenwahl
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Deutsche Begriffe
2.1.1 Tradition [Poln.: tradycja]
2.1.2 Usus [Poln.: uzus]
2.1.3 Brauch [Poln.: obrzęd]
2.1.4 Ritual/ Ritus [Poln.: rytuał]
2.1.5 Feiertag [Poln.: święto]
2.2 Polnische Begriffe
2.2.1 tradycja [Dt.: Tradition]
2.2.2 obrzęd [Dt.: Brauch]
2.2.3 święto [Dt.: Feiertag]
2.2.4 zwyczaj -> obyczaj [Dt.: Gewohnheit -> Brauch/ Sitte]
2.2.5 uzus [Dt.: Usus]
2.3 Kurze Zusammenfassung
3 Populäre Bräuche in Deutschland
3.1 Das Oktoberfest
3.1.1 Über die Tradition
3.1.2 Vergleich mit Polen
3.2 Reformationstag
3.2.1 Über die Tradition
3.2.2 Vergleich mit Polen
3.3 Martinstag
3.3.1 Über die Tradition
3.3.2 Vergleich mit Polen
3.3.3 Spruchweisheiten zum Martinstag
4 Populäre Bräuche in Polen
4.1 Imieniny [Dt.: Namenstag]
4.1.1 Über die Tradition
4.1.2 Vergleich mit Deutschland
4.1.3 Andrzejki [Dt.: Andreastag]
4.2 Studniówka
4.2.1 Über die Tradition
4.2.2 Vergleich mit Deutschland
5 Gemeinsame Bräuche in Polen und Deutschland
5.1 Aprilscherz
5.1.1 Über die Tradition
5.2 Ostern
5.2.1 Über die Tradition
5.2.2 Die Symbole des Osterfestes
5.2.3 Sorbische/ wendische Osterbräuche in Deutschland
5.2.4 Śmigus-dyngus in Polen [Dt.: „nasser Montag“]
5.3 Sommersonnenwende und Johannestag [Poln.: letnie przesilenie i Noc Świętojańska]
5.4 Importiertes Brauchtum
5.4.1 Valentinstag
5.4.2 Halloween
6 Aberglaube
7 Abschließende Analyse in Bezug auf Gemeinsamkeiten
7.1 Grundlegende Informationen zur Analyse und Übersicht aller Traditionen
7.2 Gemeinsamkeiten der Traditionen
7.2.1 Gemeinsamkeiten in Bezug auf Religion
7.2.2 Gemeinsamkeiten in Bezug auf die Wettervorhersage
7.2.3 Gemeinsamkeiten in Bezug auf den Aberglauben
7.2.4 Gemeinsamkeiten in Bezug auf die Symbolik
7.2.5 Ergebnis der Analyse
7.3 Weitere wichtige Traditionen
8 Zur Bedeutung von Traditionen, ihrer Vergangenheit und Zukunft
8.1 Braucht eine moderne Gesellschaft überhaupt Traditionen?
8.2 Wozu braucht eine Gesellschaft Traditionen?
8.3 Werden alle Traditionen überleben?
8.4 Beruht unsere Gesellschaft auf falschen Traditionen?
9 Fazit und Ausblick
10 Internetquellen
11 Literaturverzeichnis
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ausgewählte populäre Bräuche und Traditionen in Deutschland und Polen zu vergleichen und zu analysieren, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede unter kulturellen, geografischen und etymologischen Aspekten herauszuarbeiten.
3.1 Das Oktoberfest
Das Oktoberfest ist in Deutschland bundesweit bekannt und erfreut sich auch außerhalb deutscher Grenzen großer Popularität. Da es inzwischen einen überaus hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat, erscheint es vorteilhaft, das Fest, stellvertretend für andere deutsche Volksfeste, in diese Zusammenstellung aufzunehmen. Laut Rias-Bucher (vgl. 1999: 177-178) sind Pferderennen, die zum Anlass der Hochzeitsfeier von Ludwig I., dem Bayernkönig, und Therese von Sachsen-Hildburghausen am 17. Oktober 1810 in München ausgetragen wurden, der Ursprung dieses Festes. Seitdem entwickelte sich die Stadt München zum Austragungsort des größten Volksfestes der Welt. Auf der offiziellen Internetseite des Oktoberfestes erfährt man, dass das Fest jährlich in den letzten beiden Septemberwochen stattfindet und am ersten Sonntag im Oktober endet.
Als Grund wurde die immer länger werdende Dauer des Festes angegeben, weshalb man sich entschloss, es bereits in den milderen Septemberwochen stattfinden zu lassen, da das Wetter in diesem Zeitraum besser geeignet schien. Heute dauert das Oktoberfest 16 Tage. Die Internetseite informiert auch über Besucherzahlen, die den Erfolg der Veranstaltung mit ca. 6 Millionen Gästen jährlich bestätigen. Weiter wird die Statistik für das Jahr 2010 angegeben, aus welcher hervorgeht, dass das Oktoberfest sein 200. Jubiläum mit 6,4 Millionen Besuchern begangen hat, wobei der bis heute erreichte Rekord bei 7,1 Millionen Menschen im Jahr 1985 liegt. Laut oktoberfest.de musste das Oktoberfest bzw. die „Münchner Wiesn“, wie es von den Bayern auch genannt wird, in der Vergangenheit immer wieder abgesagt werden.
1 Einleitung: Motivation und Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Transformation und dem Schwinden von Traditionen im Zeitalter der Globalisierung auseinandersetzt.
2 Begriffsdefinitionen: Eine terminologische Gegenüberstellung von deutsch-polnischen Begriffen rund um Tradition, Brauch, Ritus und Feiertag.
3 Populäre Bräuche in Deutschland: Detaillierte Analyse und Vergleich von Oktoberfest, Reformationstag und Martinstag im deutschen Kontext.
4 Populäre Bräuche in Polen: Untersuchung traditioneller polnischer Feste wie Namenstage und der Studniówka sowie deren Bedeutung.
5 Gemeinsame Bräuche in Polen und Deutschland: Vergleich grenzübergreifender Traditionen wie Aprilscherz, Ostern, Sommersonnenwende und importiertes Brauchtum.
6 Aberglaube: Theoretische Betrachtung der Rolle des Aberglaubens als Fundament vieler Bräuche und Abwehrmechanismus.
7 Abschließende Analyse in Bezug auf Gemeinsamkeiten: Zusammenfassende Untersuchung der gemeinsamen Nenner wie Religion, Wettervorhersage und Symbolik.
8 Zur Bedeutung von Traditionen, ihrer Vergangenheit und Zukunft: Reflexion über die Relevanz von Traditionen in der modernen Gesellschaft und die Zukunftsaussichten.
9 Fazit und Ausblick: Zusammenführung der Ergebnisse und Identifikation des religiösen Einflusses als treibende Kraft bei der Erhaltung von Traditionen.
Tradition, Brauchtum, Deutschland, Polen, Kulturvergleich, Religion, Volksglaube, Aberglaube, Feiertage, Reformation, Osterbrauchtum, Globalisierung, Gesellschaft, Ethnologie, Identität
Die Arbeit befasst sich mit einem konfrontativen Vergleich und der Analyse populärer Bräuche aus Deutschland und Polen unter kulturellen, geografischen und etymologischen Gesichtspunkten.
Die Themen umfassen die Definition von Brauchtumsbegriffen, die detaillierte Beschreibung spezifischer nationaler Bräuche (wie das Oktoberfest oder die Studniówka) sowie die Untersuchung gemeinsamer Traditionen und des Aberglaubens.
Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Umgang mit Traditionen in beiden Ländern aufzuzeigen und zu analysieren, welchen Einfluss die Kirche und die moderne Gesellschaft auf deren Fortbestand haben.
Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, die Literaturquellen, offizielle Internetdokumente und bei fehlender Literatur persönliche Berichte kombiniert, um die Praxis und den Wandel der Traditionen abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in Kapitel zu deutschland-spezifischen Bräuchen, polnischen Bräuchen, gemeinsamen Traditionen sowie einer tiefergehenden Analyse zu Aberglaube und gemeinsamen Nennern wie Religion und Symbolik.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Tradition, Kulturvergleich, Volksglaube, Religion, Brauchtum und Identität charakterisiert.
Die Studniówka findet in Polen etwa 100 Tage vor den Abiturprüfungen statt und ist als Tanzball fest in der Kultur verankert, während in Deutschland die Feierlichkeiten zumeist erst nach der letzten Prüfung im Rahmen eines Abiturballs erfolgen.
Die Arbeit stellt fest, dass die Kirche einen maßgeblichen Einfluss hatte, indem sie heidnische Bräuche durch Umdeutung christlich integriert hat, wodurch viele Traditionen über Jahrhunderte erhalten bleiben konnten, auch wenn deren ursprüngliche Bedeutung oft in Vergessenheit geriet.
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