Masterarbeit, 2011
83 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Wozu Nachhaltige Entwicklung?
2.1 Bisherige Hemmnisse bei der Umsetzung Nachhaltiger Entwicklung
2.2 Notwendigkeit einer psychologischen Perspektive
3 Gegenstand der umweltpsychologischen Nachhaltigkeitsberatung
3.1 Mensch-Umwelt-Beziehung
3.2 Matthies Integratives Einflussschema Umwelt schonenden Verhaltens
3.3 Bedarf, Themen und Anforderungen an eine umweltpsychologisch orientierte Beratung im Kontext Nachhaltiger Entwicklung
4 Aspekte der Personzentrierten Beratung
4.1 Menschenbild, Ziele und Persönlichkeitstheorie – für die Nachhaltigkeitsberatung relevante Schlüsselbegriffe
4.1.1 Problemwahrnehmung, Selbstkonzept und Inkongruenzerleben
4.1.2 Selbstverwirklichungstendenz und die fully functioning person
4.1.3 Beziehungsgestaltung, Selbstbestimmung und Ressourcen
4.2 Themen, Anwendungsbereiche und Praxis
4.3 Der Personzentrierte Ansatz in der Umweltberatung?
5 Umweltpsychologische und personzentrierte Beratung – ein ungleiches Paar auf Erfolgskurs?
5.1 Parallelen und Ergänzungspotenzial
5.1.1 Gemeinsame Themen, Ansprüche und Begriffsbestimmungen
5.1.2 Strategien aus der (umwelt)psychologischen Interventionsforschung
5.1.3 Methodische, soziale und reflexive Kompetenzen
5.1.4 Personzentrierte Wirkweisen als hilfreiche Erweiterung in der umweltpsychologisch orientierten Nachhaltigkeitsberatung
5.2 Beziehungsfähig - das Beispiel Wohnen in Gemeinschaft
5.3 Unterschiede und Grenzen
6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Mehrwert, der durch die Integration des Personzentrierten Ansatzes (PZA) nach Carl R. Rogers in das Konzept einer umweltpsychologisch orientierten Nachhaltigkeitsberatung entstehen kann, um so einen Beitrag zur sozial-ökologischen Zukunftsbeständigkeit zu leisten.
3.1 Mensch-Umwelt-Beziehung
Die umweltpsychologische Forschung geht von unauflösbaren Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen aus (Graumann & Kruse, 2008), welche erlebens- und verhaltensrelevant sind. Wir werden somit nicht nur als Opfer unserer (schlechten) Lebensbedingungen, sondern gleichermaßen als Verursacher und potenzielle Bewältiger verstanden, da wir unsere Umwelt aktiv wahrnehmen und gestalten (Marans & Rodgers, 1975).
Bezogen auf die Transaktion zwischen Person und Umwelt setzt die Disziplin auf der individuellen Ebene an, versetzt sich also in den Menschen, in seinen Alltag hinein und betrachtet Denken, Fühlen und Handeln im Kontext gebauter, sozialer und natürlicher Umwelt. Diese komplexe Sichtweise liegt in multidisziplinären wissenschaftstheoretischen Wurzeln begründet. Theoretische Zugänge kommen etwa aus der Feldtheorie, Phänomenologie, Gestalt- und Systemtheorie (Kruse, Graumann & Lantermann, 1996).
Gemäß der engen Rückkopplungsprozesse postuliert die Psychologie der Mensch-Umwelt-Beziehung besondere (städtische) Bedingungen, die die gesunde Entwicklung der Persönlichkeit mitbestimmen: z. B. Gelegenheiten zu anspruchsvollen, selbstvergessenen Aktivitäten, eine Vielzahl und Vielfalt von Handlungs(spiel)räumen, kognitiv gut lesbare, individuell gestaltete Stadtteile, eine geringe Anzahl unbeeinflussbarer, unvorhersehbarer, unerklärbarer Stressoren, funktional komplexe und manipulierbare Umwelten (z. B. autofreie Blockinnenhöfe, Biotope in Baulücken) sowie (offizielle) Möglichkeiten zum Ressourcenschutz (Hellbrück & Fischer, 1999, S. 470f.).
1 Einführung: Das Kapitel skizziert die Dringlichkeit gesellschaftlicher und ökologischer Probleme und begründet die Notwendigkeit, psychologische Aspekte in die Nachhaltigkeitsarbeit einzubeziehen.
2 Wozu Nachhaltige Entwicklung?: Es wird die Vielschichtigkeit des Begriffs der Nachhaltigkeit beleuchtet sowie die bisherigen Hindernisse bei dessen Umsetzung in der Praxis diskutiert.
3 Gegenstand der umweltpsychologischen Nachhaltigkeitsberatung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Mensch-Umwelt-Interaktion und ein integratives Modell zur Verhaltenssteuerung nach Matthies vorgestellt.
4 Aspekte der Personzentrierten Beratung: Dieses Kapitel führt in das Menschenbild, die Ziele und die zentralen Schlüsselbegriffe des Personzentrierten Ansatzes ein, die für die Beratung relevant sind.
5 Umweltpsychologische und personzentrierte Beratung – ein ungleiches Paar auf Erfolgskurs?: Der Autor vergleicht beide Ansätze, untersucht Synergieeffekte und demonstriert deren Anwendung an einem praktischen Beispiel aus der Arbeit mit einer Wohnprojektgruppe.
6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick darauf, wie der Personzentrierte Ansatz langfristig in Beratungskontexte der Nachhaltigkeit integriert werden kann.
Nachhaltigkeitsberatung, Personzentrierter Ansatz, Umweltpsychologie, Verhaltensänderung, Mensch-Umwelt-Beziehung, Selbstverwirklichungstendenz, Nachhaltige Entwicklung, Kongruenz, Sozial-ökologische Zukunftsbeständigkeit, Beratungspraxis, Ressourcenorientierung, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie.
Die Arbeit untersucht, wie der Personzentrierte Ansatz (PZA) nach Carl R. Rogers als wertvolles Instrument in die umweltpsychologisch orientierte Nachhaltigkeitsberatung integriert werden kann, um den Wandel zu einer nachhaltigeren Gesellschaft zu unterstützen.
Zentral sind die Zusammenführung von ökopsychologischen Erkenntnissen, Methoden der Gesprächsführung, die Analyse von Barrieren beim Wandel des Umweltverhaltens sowie die professionelle Begleitung von Veränderungsprozessen.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie personzentrierte Methoden die Effektivität und Qualität der Nachhaltigkeitsberatung verbessern und welche spezifischen Kooperationsmöglichkeiten zwischen PZA und Umweltpsychologie bestehen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer theoretischen Zusammenführung psychologischer Konzepte sowie auf der Dokumentation und Evaluation eines konkreten Praxisbeispiels aus der eigenen Beratungstätigkeit des Autors.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der beiden Fachgebiete, die Herleitung von Synergien bei den Einflussfaktoren für nachhaltiges Verhalten und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf praktische Beratungsfelder wie beispielsweise die Mediation in Wohnprojekten.
Neben Nachhaltigkeit und Personzentrierung spielen vor allem die Begriffe Kongruenz, Selbstverwirklichungstendenz, transaktionale Mensch-Umwelt-Beziehung und Veränderungskompetenz eine zentrale Rolle.
Durch die Etablierung einer wertschätzenden, empathischen Beratungsbeziehung werden Klienten in ihrer Eigenverantwortung gestärkt, was dazu beiträgt, Blockaden bei der Umsetzung umweltgerechten Handelns abzubauen.
Sie illustrieren die Anwendung theoretischer Konzepte in der Realität, insbesondere wie Widerstände in Gruppenprozessen durch personzentrierte Interventionen überwunden und erfolgreich zu konsensualen Lösungen geführt werden können.
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