Bachelorarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
2 Wasserstrahl-Bearbeitungsverfahren
2.1 Reinigung
2.2 Entgraten
2.3 Schneiden
2.4 Übersicht der Einsatzmöglichkeiten
3 Trennen durch Abtragen
3.1 Chemisches Abtragen (CM)
3.2 Elektrochemisches Abtragen (ECM)
3.3 Thermisches Abtragen
3.4 Mechanisches Abtragen
4 Wasserstrahlschneiden
4.1 Technologische Grundlagen
4.1.1 Physikalische und spezifische Grundlagen
4.1.2 Qualität
4.2 Wasserstrahl-Schneidemaschinen
4.1 Reinwasserstrahlschneiden
4.2 Wasserabrasivschneiden
4.2.1 Wasserabrasiv-Injektorstrahlschneiden
4.2.2 Wasserabrasiv-Suspensionsstrahlschneiden
4.3 Mikro-Wasserstrahlschneiden
4.4 Vor- und Nachteile
4.5 Exkurs: Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
4.6 Anwendungsgebiete
4.6.1 Gängige Anwendungsgebiete
4.6.2 Spezielle Anwendungsgebiete
4.6.3 Neue Anwendungsgebiete
4.7 Vergleich der Wasserstrahl-Schneidverfahren
4.7.1 Reinwasserstrahlschneiden und Abrasivschneiden
4.7.2 Wasserstrahlschneiden und Mikro-Wasserstrahlschneiden
4.7.3 Résumée
5 Vergleich: Wasserstrahlschneiden und Trennverfahren durch Abtragen
5.1 Wasserstrahlschneiden und CM/ECM
5.2 Wasserstrahlschneiden und thermisches Abtragen
5.3 Résumée
6 Potentiale/Ausblick
6.1 Wasserabrasiv-Suspensionsstrahlschneiden
6.2 Mikro-Wasserstrahlschneiden
6.3 Mobiles Wasserstrahlschneiden
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Wasserstrahlschneiden als modernes, umweltfreundliches Trennverfahren. Ziel ist es, die verschiedenen technischen Verfahrensmöglichkeiten des Wasserstrahlschneidens aufzuzeigen, deren Einsatzpotentiale zu analysieren und einen detaillierten Vergleich zu etablierten alternativen Trennverfahren der industriellen Fertigung zu ziehen.
4.4 Vor- und Nachteile
Aus den Eigenschaften des Schneidverfahrens mit einem Wasserstrahl ergeben sich Vorteile mit großer Bedeutung für industrielle Anwendungen:
Grundsätzlich sind alle Materialien schneidbar. Es sind keine speziellen Anforderungen an das Material, wie etwa elektrische Leitfähigkeit oder Temperatur, gegeben.
Durch Schneiden mit einem Wasserstrahl erhält man einen „kalten“ Schnitt. Da thermische Einwirkung vermieden wird, treten im Werkstück keine Gefügeveränderungen, Verzug, Randzonenaufhärtungen oder Mikrorisse auf.
Durch sehr kleine Schnittfugen wird der Materialverlust minimiert.
Es können sehr filigrane, komplexe und präzise Strukturen hergestellt werden.
Durch die hohe Qualität der Schnittkanten mit minimaler bzw. ohne Gratbildung ist eine Nachbearbeitung meist nicht notwendig.
Beim Schneiden entstehen keine giftigen Gase, Geruchsbelästigung, Staub oder Rauch.
Abgetragenes Material ist im Schneidwasser gebunden.
Die Maschine arbeitet berührungslos; der Wasserstrahl schneidet sich selbst frei und schließt ein Verklemmen eines Werkzeuges aus.
Ein Anschneiden oder Anbohren ist nicht nötig, Anfang und Ende des Schnittes sind beliebig wählbar. Die Schnittfuge wird dabei nicht beeinträchtigt.
Schneiden unter Wasser ist möglich.
Die Programmierung erfolgt einfach und schnell mittels CAD-Daten. Es sind 2D und 3D-Bearbeitungen möglich, dabei können mehrere Schneidköpfe gleichzeitig eingesetzt werden.
Wasserstrahlschneiden ist ein umweltschonendes Trennverfahren, es werden keine chemischen Zusätze, Schmierstoffe oder Kühlmittel benötigt. Abgetragenes Material gelangt nicht in die Umwelt, zudem wird der Materialbedarf durch optimale Flächenausnutzung minimiert.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Relevanz des Wasserstrahlschneidens in der modernen Wirtschaft und legt die Zielsetzung sowie die Zielgruppe der Arbeit fest.
2 Wasserstrahl-Bearbeitungsverfahren: Dieses Kapitel erläutert die Grundaufgaben der Wasserstrahltechnik wie Reinigung, Entgraten und das allgemeine Trennen.
3 Trennen durch Abtragen: Hier erfolgt eine systematische Übersicht über alternative Trennverfahren, unterteilt in chemische, elektrochemische und thermische Methoden.
4 Wasserstrahlschneiden: Das Hauptkapitel behandelt die technologischen Grundlagen, Maschinentechnik, Verfahrensarten, Qualitätsstufen, Vor- und Nachteile sowie ein breites Spektrum an Anwendungsgebieten.
5 Vergleich: Wasserstrahlschneiden und Trennverfahren durch Abtragen: Ein direkter Vergleich zwischen dem Wasserstrahlschneiden und anderen Verfahren (CM/ECM, thermisches Abtragen) unter technischen und wirtschaftlichen Aspekten.
6 Potentiale/Ausblick: Abschließende Betrachtung zukünftiger Entwicklungspotentiale in Bereichen wie WASS, Mikroschneiden und mobile Wasserstrahltechnologien.
Wasserstrahlschneiden, Trennverfahren, Abrasivschneiden, Hochdruckwasserstrahl, Wasserabrasiv-Injektorstrahlschneiden, Reinwasserstrahlschneiden, Mikro-Wasserstrahlschneiden, Materialbearbeitung, industrielle Fertigung, Schnittqualität, Abtragen, Wasserabrasiv-Suspensionsstrahlschneiden, Fertigungstechnik, CAD-Bearbeitung, Werkstückbearbeitung.
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse der Wasserstrahlschneidtechnik und vergleicht diese mit anderen industriellen Trennverfahren.
Die zentralen Felder umfassen die technischen Grundlagen, verschiedene Verfahrensvarianten, Anwendungsbereiche und die Wirtschaftlichkeit der Technologie.
Das Ziel ist es, das im Vergleich zu anderen Verfahren oft weniger bekannte Wasserstrahlschneiden detailliert zu erläutern und dessen Potential für zukünftige industrielle Anwendungen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von Daten führender Hersteller und Entwickler der Wasserstrahl-Technologie.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen, eine genaue Beschreibung der Maschinentechnik und Anwendungsgebiete sowie einen detaillierten Vergleich mit thermischen und abtragenden Verfahren.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Wasserstrahlschneiden, Reinwasserstrahl, Abrasivschneiden, Schnittqualität und industrielle Fertigung.
Ein entscheidender Vorteil ist der "kalte Schnitt", durch den das Gefüge des Materials nicht thermisch beeinträchtigt wird und somit keine Risse oder Aufhärtungen entstehen.
Da bei diesem Verfahren keine Luft in den Wasserstrahl gelangt, ist es besonders sicher beim Schneiden von Explosivstoffen oder brandgefährdeten Teilen, zum Beispiel beim Rückbau von Kernkraftwerken oder bei der Entsorgung von Unterwasserstrukturen.
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