Diplomarbeit, 2000
67 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
1.1 Thematische Einordnung
1.2 Problemdarstellung und Ziel dieser Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2. Grundlagen der Rechnungslegung
2.1 Deutsche Rechnungslegung
2.2 Internationale Rechnungslegung
2.2.1 International Accounting Standards
2.2.2 Rahmenkonzept – Frameworks
2.2.3 Funktionen und Prinzipien der IAS
3. Jahresabschluß 1999 der MobilCom AG
3.1 Bilanz – Balance Sheet
3.1.1 HGB
3.1.2 IAS
3.2 Gewinn- und Verlustrechnung –Statement of Income
3.2.1 HGB
3.2.2 IAS
4. Unterschiede in den Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften zwischen HGB und IAS
4.1 Bilanz – Balance Sheet
4.1.1 Vermögensgegenstände – Assets
4.1.1.1 Anlagevermögen - Non current assets
4.1.1.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände – Intangible Assets
4.1.1.1.1.1 Geschäfts- oder Firmenwert – Goodwill
4.1.1.1.2 Sachanlagen – Tangible fixed assets
4.1.2 Verbindlichkeiten – Liabilities
4.1.3 Rückstellungen – Provisions
4.1.4 Sonderprobleme
4.1.4.1 Latente Steuern – Deferred Taxes
4.1.4.2 Leasing – Accounting for leases
4.1.5 Eigenkapital – Stockholders‘ Interest
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung – Income Statement
4.2.1 Abschreibungen - Amortisation and Depreciation
4.2.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen – Other expenses
4.3 Einfluß auf Kennzahlenwerte
5. Zusammenfassung
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Analyse der Unterschiede zwischen den Rechnungslegungsvorschriften nach deutschem Handelsgesetzbuch (HGB) und den International Accounting Standards (IAS) am Beispiel der MobilCom AG. Es soll geklärt werden, welche Methode realistischere Ergebnisse liefert und wie sich diese Unterschiede auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen auswirken.
4.1.1.1 Anlagevermögen – Non current assets
Nach HGB sind beim Anlagevermögen nur Gegenstände auszuweisen, „die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen“ (§ 247 Abs. 2 HGB).
Unterschieden wird dabei zwischen Gegenständen, „deren Nutzung zeitlich begrenzt ist“ und solchen „deren Nutzungsvorrat im Zeitablauf nicht abnimmt“.
Anzusetzen sind Gegenstände des Anlagevermögens höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen.
Ist die Nutzungsdauer von Anlagegütern zeitlich begrenzt, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen, d.h. auf die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer, zu vermindern. Spezielle Regelungen zur Bestimmung der Nutzungsdauer oder des Abschreibungsverfahrens sieht das HGB nicht vor; die Verteilungsmethode muß aber den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung entsprechen.
Außerplanmäßige Abschreibungen sind zulässig, wenn bei Gegenständen des Anlagevermögens außergewöhnliche Wertminderungen, z.B. sinken der Kurswerte unter die Anschaffungskosten, eingetreten sind. Ist der niedrigere Wert angesetzt worden, darf er beibehalten werden, auch „wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen“ (Beibehaltungswahlrecht). Bei „dauernder Wertminderung“ besteht allerdings Zwang zum Ansatz des niedrigeren Wertes.
1. Einleitung: Dieses Kapitel ordnet das Rechnungswesen methodisch ein und definiert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit vor dem Hintergrund der internationalen Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen.
2. Grundlagen der Rechnungslegung: Es erfolgt eine theoretische Herleitung der Unterschiede zwischen dem kontinentaleuropäischen Code-Law-System (HGB) und dem angelsächsisch geprägten IAS-Regelwerk.
3. Jahresabschluß 1999 der MobilCom AG: Darstellung der Konzernbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen des Untersuchungsobjekts nach HGB und IAS im direkten Vergleich.
4. Unterschiede in den Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften zwischen HGB und IAS: Der Hauptteil analysiert spezifische Bilanz- und GuV-Positionen wie Goodwill, Sachanlagen, Leasing und latente Steuern sowie deren Einfluss auf Kennzahlen.
5. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Bilanz- und GuV-Auswirkungen der unterschiedlichen Rechnungslegungsstandards.
6. Fazit: Kritische Würdigung der Aussagekraft beider Rechnungslegungsformen und Ausblick auf die Notwendigkeit einer Anpassung der deutschen Rechnungslegung an Kapitalmarktbedürfnisse.
Rechnungslegung, HGB, IAS, Jahresabschluss, MobilCom AG, Bilanzierung, Bewertung, Konzernabschluss, Goodwill, Leasing, Latente Steuern, Kennzahlenanalyse, Fair Presentation, Vorsichtsprinzip, Internationalisierung.
Die Arbeit befasst sich mit den Unterschieden in der Rechnungslegung zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und den International Accounting Standards (IAS) am praktischen Beispiel der MobilCom AG.
Die Schwerpunkte liegen auf der Bilanzierung von Anlagevermögen, Firmenwerten, Leasingverhältnissen sowie der Bildung latenter Steuern und deren Einfluss auf den Gewinnausweis.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der unterschiedlichen Rechnungslegungsmethoden auf den Konzerngewinn und ausgewählte betriebswirtschaftliche Kennzahlen zu untersuchen und zu bewerten.
Es wird ein konkreter Fallvergleich durchgeführt, bei dem der Jahresabschluss 1999 der MobilCom AG nach zwei verschiedenen Regelwerken gegenübergestellt und analysiert wird.
Der Hauptteil analysiert die Unterschiede in den Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften für Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und die GuV-Rechnung.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Bilanzierung, HGB, IAS, Goodwill, Leasing und Rentabilitätsanalyse.
Nach IAS müssen Leasinggegenstände aktiviert werden, was zu höheren Abschreibungen führt, während beim HGB die Leasingraten als Aufwand in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst werden.
Die Differenz resultiert im Wesentlichen aus dem nach HGB bestehenden Wahlrecht zur erfolgsneutralen Verrechnung des Firmenwerts mit der Kapitalrücklage, das nach IAS nicht existiert.
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