Examensarbeit, 2011
94 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Kompetenz – Eine Einführung
1.1 Der Kompetenzbegriff
1.1.1 Etymologischer Ursprung
1.1.2 Historische Verwendung des Kompetenzbegriffes
1.1.3 Kompetenzbegriff in der Geomorphologie und der Biologie
1.1.4 Kompetenzbegriff in der Psychologie
1.1.5 Kompetenzbegriff in der Linguistik
1.1.6 Zwischenfazit
1.2 Kompetenzbegriff in der Pädagogik
1.2.1 Der Rothsche Kompetenzbegriff
1.2.2 Kompetenzbegriff nach E. Klieme et al.
1.3 Qualifikation und Kompetenz – Eine Abgrenzung
1.3.1 Qualifikation
1.3.2 Kompetenz
1.4 Arbeitsdefinition – Kompetenzen als Selbstorganisationsdispositionen
1.5 Kompetenzerwerb
1.6 Zusammenfassung
2. Der Jugendbegriff
2.1 Historische Entwicklung
2.2 Aktuelle Betrachtungsweise
2.3 Zusammenfassung
3. HipHop – Mehr als Musik
3.1 Sozioökonomische Entstehungsbedingungen des HipHop
3.2 HipHop – Integration, Kommunikation und kreativer Ausdruck
3.3 Die vier Elemente des HipHop
3.3.1 Djing
3.3.2 Graffiti
3.3.3 Breaking
3.3.4 Rap – Die Sprache des HipHop
3.3.4.1 Entstehung des Rap
3.3.4.2 Rap als Kontroverse
3.3.4.3 Deutschsprachige Rapmusik
3.4 Das Battle – Der Wettstreit des HipHop
3.5 Zusammenfassung
4. Synoptischer Vergleich
4.1 Verknüpfungen von Kompetenz und HipHop
4.1.1 Subjektivität
4.1.2 Performanz
4.1.3 Informeller Erwerb
4.2 Rapsong „So sind wir“
4.2.1 Einordnung in den zeitlichen Kontext
4.2.2 Liedtext
4.2.3 Inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Text
4.2.4 Zusammenfassung der inhaltlichen Themenkomplexe
4.3 Rapsong „Traum“
4.3.1 Einordnung in den zeitlichen Kontext
4.3.2 Liedtext
4.3.3 Inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Text
4.3.4 Zusammenfassung der inhaltlichen Themenkomplexe
4.4 Gemeinsamkeiten beider Rapsongs
4.5 Unterschiede beider Rapsongs
4.6 Kompetenzerwerb am Beispiel der Songs „So sind wir“ und „Traum“
4.7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie Jugendliche Kompetenzen durch die Auseinandersetzung mit deutschsprachiger Rapmusik erwerben können. Ziel ist es, durch einen synoptischen Vergleich aufzuzeigen, inwieweit HipHop als jugendkulturelle Ausdrucksform informelle Lernprozesse begünstigt und welche Kompetenzdimensionen dabei aktiviert werden.
1. Kompetenz – Eine Einführung
Kaum ein Begriff hat in den vergangenen Jahren größeren Einfluss gewonnen als Kompetenz. Der Ausdruck befeuert einen schier in Unübersichtlichkeit ausufernden wissenschaftlichen Diskurs. Sein Eingang in eine Vielzahl von unterschiedlichen Handlungsfeldern und Lebensbereichen trägt einerseits der Kontroversität und andererseits seiner ihm beigemessenen Bedeutung Rechnung. Kompetenz suggeriert glaubhaft essentielle Qualitäten. Ob in der Industrie, der Werbung oder auf persönlicher Ebene wird mit dem Begriff auf handlungsfähige Personen, ausgewogene Entscheidungen, kreative Lösungswege, Innovationsfähigkeit und Erfolg versprechende Unternehmen hingedeutet. In Betrieben, Haushalten und staatlichen Institutionen wie Schulen gewinnen Kompetenzen immer mehr an Rang. Die gesellschaftliche Akzeptanz des Kompetenzbegriffs äußert sich zudem durch seine Aufnahme in den umgangssprachlichen Gebrauch.
Herausforderungen zu meistern, Anforderungen gerecht zu werden und Problemstellungen adäquat zu bearbeiten gelingt heute scheinbar lediglich durch erworbene, personenbezogene Kompetenzen. In einer sich stetig verändernden Arbeits- und Lebenswelt mit wachsenden Wissensbeständen, kürzeren Informationszyklen und immer komplexer werdenden Prozessen muss das Individuum stets Schritt halten und sich anpassen können. Kompetenzen werden, in diesem Zusammenhang, als ein adäquater Lösungsweg dieser rasanten Entwicklung angesehen.
1. Kompetenz – Eine Einführung: Dieses Kapitel definiert und differenziert den Begriff der Kompetenz unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen, wie der Psychologie und Pädagogik.
2. Der Jugendbegriff: Hier wird die historische und soziologische Entwicklung der Lebensphase Jugend beleuchtet sowie der aktuelle Stellenwert der Adoleszenz analysiert.
3. HipHop – Mehr als Musik: Das Kapitel bietet eine Einführung in die Entstehung und die sozioökonomischen Bedingungen des HipHop und stellt dessen vier Hauptelemente vor.
4. Synoptischer Vergleich: Dieser zentrale Teil verknüpft Kompetenztheorien mit der HipHop-Kultur und analysiert zwei Fallbeispiele (Rapsongs) auf ihr Potenzial zur Kompetenzentwicklung.
Kompetenz, Kompetenzerwerb, HipHop, Rapmusik, Jugendphase, Selbstorganisation, Performanz, Informelles Lernen, Sozioökonomische Faktoren, Handlungsfähigkeit, Pädagogik, Identitätsbildung, Kreativität, Soziale Interaktion, Qualifikation.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von deutschsprachiger Rapmusik als Medium für den Kompetenzerwerb bei Jugendlichen.
Die Arbeit verbindet die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Begriffen "Kompetenz" und "Jugend" mit der kulturellen Analyse von HipHop.
Ziel ist es zu klären, ob Jugendliche durch die kreative Arbeit mit Rapmusik spezifische Kompetenzen aufbauen können.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und führt anschließend einen synoptischen Vergleich zweier konkreter Rapsongs durch.
Es werden der Kompetenzbegriff (Roth, Klieme), der Jugendbegriff (Hurrelmann), die sozioökonomischen Wurzeln des HipHop sowie die vier Elemente der Kultur (Graffiti, Djing, Breaking, Rap) detailliert erörtert.
Die Begriffe spannen den Bogen zwischen pädagogischen Fachbegriffen wie Selbstorganisation und Performanz und dem kulturellen Kontext von HipHop.
Qualifikationen werden als verwertungsorientierte Fertigkeiten für bestimmte Aufgaben verstanden, während Kompetenzen als ganzheitliche, selbstorganisierte Dispositionen des Individuums definiert werden.
Das Battle dient als Lernumfeld, in dem durch kreativen Wettstreit und den Austausch mit anderen neue Fähigkeiten erprobt und gefestigt werden können.
Diese Lieder dienen als Fallbeispiele, um zu zeigen, wie Jugendliche durch das Verfassen von Raptexten zu gesellschaftspolitischen Themen ihre Handlungskompetenz und ihre Fähigkeit zur Reflexion schulen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Rapmusik einen performativen und selbstgesteuerten Lernprozess darstellt, der Jugendliche dazu befähigt, in komplexen Lebenssituationen kreativ und kompetent zu handeln.
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