Bachelorarbeit, 2010
58 Seiten, Note: 2,3
1. Einführung
2. Geschichte - wirtschaftliche Entwicklung
3. Verwaltung und Organisation
3.1 Hamburg Port Authority AöR (HPA)
3.1.1 Aufgaben der HPA
3.1.2 Arbeit und Ausbildung bei der HPA
3.2 Hafen Hamburg Marketing e.V.
3.3 Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V. (UVHH)
3.4 Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA)
4. Infrastruktur
4.1 Modal Split - Verkehrstechnische Anbindung
4.1.1 An- und Abtransport der Güter
4.1.2 Ausbau der Hafennutzungsfläche
5. Gewerkschaften
5.1 Dachgewerkschaft und ver.di
5.2 Fachgewerkschaft contterm
5.3 Aktivitäten und Ziele
6. Beschäftigung / Qualifikation
6.1 Anzahl und Art der Beschäftigten
6.2 Charakteristika der Arbeitnehmer
6.3 Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft mbH (GHB)
6.4 ma-co - maritimes competenzcentrum e.V.
7. Beschäftigung in den Terminals und in der Frachtgutabwicklung
7.1 Containerterminals
7.2 Massengutterminals
7.3 Multipurposeterminals
8. Beschäftigungswachstum mit der 2. Elbvertiefung
8.1 Gründe
8.2 Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahlen
8.3 Umweltrisiken
9. Wachstumsstrategien und Zukunftsaussichten
Diese Arbeit untersucht die strukturellen Veränderungen im Hamburger Hafen unter dem Einfluss von zunehmender Technisierung und Automation sowie deren Auswirkungen auf die Beschäftigten und deren Qualifikationsanforderungen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich diese Entwicklung auf die Arbeitsplätze auswirkt und welche Rolle Gewerkschaften sowie Arbeitgeber bei der Bewältigung dieser Herausforderungen spielen.
7.1 Containerterminals
Die Arbeit in den Containerterminals hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Waren vor ein paar Jahren noch Schiffe mit einer Ladekapazität von bis zu 8000 TEU Standard, so kann die neueste Generation heute schon bis zu 14.000 TEU laden. Die Ansprüche an die see- und landseitige Infrastruktur steigen damit stetig an. Der Trend geht zu einer Vollautomatisierung im Containerumschlag, bei dem immer weniger Menschen benötigt werden. Die Tätigkeiten in einem Containerterminal bestehen vorwiegend darin, die Container vom Schiff zu löschen, zwischenzulagern und sie auf andere Transportmittel, wie Bahn, Lkw, Feeder- und Binnenschiff, zu verladen.
Um zu veranschaulichen, wie die Arbeit heutzutage an einem Containerterminal vonstatten geht, sollen als Beispiele die Containerterminals CTB und CTA herangezogen werden. Um mir einen konkreten Überblick über die Arbeitsabläufe verschaffen zu können, habe ich zum einen an einer fachlich begleiteten Terminalbegehung teilgenommen und zum anderen ein Interview mit einem Containerbrückenfahrer des CTA geführt. Auf Grund ihres hohen Automatisierungsgrades, zählen das CTB und das CTA zu den modernsten Terminals der Welt. Wo früher ein Schiff noch eine Woche oder länger im Hafen lag, braucht man am CTB heute lediglich 24 bis maximal 36 Stunden, um ein Containerschiff, wie die Bahia Laura (siehe Abbildung 11), mit einer Kapazität von 3752 TEU, zu be- und entladen. „Durch den hohen Technisierungs- und Automationsgrad, beträgt die Liegezeit am CTA hingegen nur noch 6 bis 24 Stunden, die generell vom Reeder vorgeschrieben wird. Man versucht jedoch die Liegezeiten so gering wie möglich zu halten, da ein Schiff, das im Hafen liegt kein Geld verdient.“ (Interview mit einem Containerbrückenfahrer des CTA, 17.09.2010)
1. Einführung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung des Hamburger Hafens als Arbeitgeber und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen von Technisierung und Automation auf die Arbeitswelt.
2. Geschichte - wirtschaftliche Entwicklung: Dieser Abschnitt beschreibt die historische Genese des Hamburger Hafens vom 9. Jahrhundert bis hin zum modernen, technologiegeprägten Logistikstandort.
3. Verwaltung und Organisation: Hier werden die Akteure wie die Hamburg Port Authority, Hafen Hamburg Marketing und der Unternehmensverband Hafen Hamburg in ihrer administrativen und koordinierenden Rolle vorgestellt.
4. Infrastruktur: Das Kapitel analysiert die verkehrstechnische Anbindung, den Modal Split und die Bedeutung der Schiene sowie den notwendigen Ausbau der Hafennutzungsflächen.
5. Gewerkschaften: Es wird die gewerkschaftliche Landschaft mit dem etablierten Akteur ver.di und der neu gegründeten Fachgewerkschaft contterm sowie deren Konflikte und Strategien dargestellt.
6. Beschäftigung / Qualifikation: Dieser Teil befasst sich mit der Personalstruktur, dem demografischen Wandel und den spezifischen Anforderungen an die Arbeitskräfte sowie der Rolle der GHB und ma-co.
7. Beschäftigung in den Terminals und in der Frachtgutabwicklung: Die Abläufe in den unterschiedlichen Terminaltypen werden detailliert beschrieben und die physischen Tätigkeiten mit den technologischen Erfordernissen verknüpft.
8. Beschäftigungswachstum mit der 2. Elbvertiefung: Es werden die wirtschaftlichen Gründe für die Elbvertiefung sowie die kontroversen Auswirkungen auf Beschäftigung und Umwelt analysiert.
9. Wachstumsstrategien und Zukunftsaussichten: Das Fazit skizziert zukünftige Strategien zur Standortsicherung, wie den Masterplan der HPA, und reflektiert die langfristige Perspektive für den Hafen.
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Die Arbeit untersucht, wie sich die technologische Modernisierung und die zunehmende Automatisierung im Hamburger Hafen auf die Arbeitsplätze und die Anforderungen an das Personal auswirken.
Die Schwerpunkte liegen auf der administrativen Struktur, der Infrastrukturanbindung, der gewerkschaftlichen Arbeitnehmervertretung und der Veränderung des Qualifikationsniveaus der Beschäftigten.
Ziel ist es, die strukturellen Veränderungen im Hafen aufzuzeigen, die Reaktionen der Arbeitgeber auf neue Herausforderungen zu beleuchten und die Rolle der Gewerkschaften in diesem Transformationsprozess kritisch zu analysieren.
Die Untersuchung basiert auf einer Auswertung von Unternehmensquellen, einer schriftlichen Befragung der Gewerkschaft ver.di sowie einer persönlichen Terminalbegehung und Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Verwaltung, Infrastruktur, Gewerkschaftspolitik, Beschäftigungssituation in verschiedenen Umschlagsterminals sowie eine detaillierte Analyse der geplanten Elbvertiefung.
Wesentliche Begriffe sind Hafenentwicklung, Technisierungsgrad, Arbeitnehmervertretung, Containerlogistik und Zukunftsstrategien.
Befürworter argumentieren, dass die Vertiefung zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und somit zum Erhalt von Arbeitsplätzen zwingend erforderlich sei, während Kritiker den direkten Effekt auf neue Stellen bezweifeln.
Contterm wurde von Hafenarbeitern gegründet, die sich von ver.di unzureichend vertreten fühlten und eine bodenständigere, direktere Interessensvertretung in den Containerhäfen fordern.
Die HHLA investiert durch eigene Schulen und Kooperationen wie ma-co massiv in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, um diese an moderne, hochtechnisierte Arbeitsumgebungen anzupassen.
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