Bachelorarbeit, 2009
32 Seiten, Note: 1,5
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Diese Qualifikationsarbeit untersucht die Mitteilbarkeit von Gefühlen in Sprache. Sie hinterfragt die Selbstverständlichkeit der Annahme, dass Gefühle durch Sprache beschreibbar sind und beleuchtet dabei sowohl die menschliche als auch die tierische Perspektive. Die Arbeit befasst sich insbesondere mit der Frage, welche Aspekte von Gefühlen durch Sprache repräsentiert werden - Geisteszustände, neuronale Prozesse oder soziale Signale.
Die Einleitung der Arbeit führt in das Thema der Mitteilbarkeit von Gefühlen in Sprache ein und stellt die grundlegende Fragestellung vor. Sie beleuchtet die Problematik der sprachlichen Repräsentation von Gefühlen und verweist auf die historische Debatte um die Abbildbarkeit von mentalen Prozessen durch Sprache.
Der A-Teil der Arbeit widmet sich der Mitteilbarkeit von Gefühlen beim Menschen. Er beginnt mit einer Analyse der Gedanken Immanuel Kants zum Gemeinsinn und untersucht, ob neuere neurobiologische Erkenntnisse diese Annahme untermauern. Im Anschluss werden psychologische Überlegungen zum Bewusstsein und dessen Rolle in der Entwicklung einer Sprache der Gefühle präsentiert. Schließlich werden phänomenologische Ansätze zur Leibwahrnehmung und ihrem Einfluss auf die emotionale Erfahrung diskutiert.
Mitteilbarkeit, Gefühle, Sprache, Gemeinsinn, Neurobiologie, Bewusstsein, Leibwahrnehmung, Tiere, Evolution, Phänomenologie, Wording-Problem.
Die Arbeit hinterfragt diese scheinbare Selbstverständlichkeit und untersucht das "Wording-Problem" – also die Schwierigkeit, subjektive Empfindungen wie Liebe oder Wut präzise in Worte zu fassen.
Basierend auf Immanuel Kant wird untersucht, ob Menschen über eine gemeinsame Basis des Empfindens verfügen, die es ermöglicht, dass wir verstehen, was ein anderer meint, wenn er von Schmerz oder Freude spricht.
Die Arbeit prüft, ob neurobiologische Prozesse (wie "Neuronenfeuer") die theoretischen Annahmen zum Gemeinsinn untermauern können und wie das Gehirn emotionale Signale verarbeitet.
Im ethologischen und evolutionsbiologischen Teil wird diskutiert, ob auch nichtmenschliche Tiere über einen Gemeinsinn verfügen und Emotionen auf eine für uns verständliche Weise ausdrücken.
Die Untersuchung fokussiert auf die frühkindliche Entwicklungsphase und die Frage, ab wann Bewusstsein notwendig ist, um eine Sprache für die eigenen Gefühle zu entwickeln.
Dies bezieht sich auf die unmittelbare körperliche Erfahrung von Gefühlen und wie diese körperliche Basis die sprachliche Mitteilbarkeit von Emotionen beeinflusst.
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