Masterarbeit, 2011
31 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Lernkultur – Eine Begriffsbestimmung
3. Lernkulturwandel – Der Weg zu einer neuen Lernkultur
3.1 Gesellschaftliche Faktoren des Lernkulturwandels – Von der Industriegesellschaft zur modernen Informations und Wissensgesellschaft
3.2 Vom „autodidactic“ zum „facilitative turn“ – Selbstlernfähigkeiten als lebensnotwendige Kompetenz
3.3 Die neue Lernkultur – Abkehr von traditionellen Lehr- und Lernmustern
4. Anforderungen an die Erwachsenenbildung – Lehren und Lernen heute
4.1 Kernprobleme und Herausforderungen
4.2 Der Lehrende als Lernarrangeur – Beratung statt Belehrung
4.3 Didaktisches Handeln konkret: Lehrkultur in Zeiten der Lernkultur
5. Hat sich die Erwachsenenbildung auf den Lernkulturwandel eingestellt? (Schlussbetrachtung)
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Lernkultur in der Erwachsenenbildung unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse. Ziel ist es, die Konsequenzen dieses Wandels für die didaktische Praxis herauszuarbeiten und Anforderungen an das professionelle Handeln der Erwachsenenbildner zu formulieren.
3. Lernkulturwandel – Der Weg zu einer neuen Lernkultur
Spricht man von Lernkulturwandel, geht man erst einmal davon aus, dass mit dem Wandel etwas bis dato nicht Existentes entsteht. Doch impliziert der Begriff Wandel nicht zwingend etwas ‚Neues’ oder ‚Innovatives’, vielmehr haben sich im Laufe der Geschichte bereits diverse Lernkulturen herauskristallisiert, die immer wieder eine Renaissance oder einen Rückgang erfahren, je nachdem wie sich die Gesellschaft oder das individuelle Lernen verändert. Somit bedeutet ein Wandel der Lernkultur im Grunde nichts weniger, als dass eine Anpassung der vorigen Vorstellungen und Selbstverständlichkeiten über Lehren und Lernen stattfindet bzw. stattgefunden hat. Dabei kann dies sowohl einer völligen Neuorientierung des Lehr-Lernhandels gleichkommen, als auch nur wenige Angleichungen der bis dato gelebten Lerngewohnheiten mit sich ziehen.
In der Erwachsenenbildung hat sich in den letzten vier Jahrzehnten eine Lernkultur entwickelt, der man nichtsdestotrotz das Attribut ‚neu’ beimisst. Von daher sprechen wir zwar von ‚Neuen Lernkulturen’, gemeint ist damit jedoch bloß die Abkehr von vorigen, traditionellen Lernmustern und die Renaissance althergebrachter, zeitweise vergessener Lernkulturen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel von der klassischen Lehr- zur Lernkultur und definiert den Fokus der Arbeit auf den Spagat zwischen diesem Wandel und neuen pädagogischen Anforderungen.
2. Lernkultur – Eine Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel nähert sich dem Begriff Lernkultur durch eine analytische Zerlegung und betrachtet ihn als kognitives und sozialstrukturelles Ausführungsprogramm für Lernprozesse.
3. Lernkulturwandel – Der Weg zu einer neuen Lernkultur: Hier werden die gesellschaftlichen Faktoren des Wandels sowie der Übergang vom „autodidactic“ zum „facilitative turn“ und die Abkehr von traditionellen Mustern thematisiert.
4. Anforderungen an die Erwachsenenbildung – Lehren und Lernen heute: Dieses Hauptkapitel analysiert die Herausforderungen für die Praxis, beschreibt die neue Rolle des Lehrenden als Lernarrangeur und konkretisiert didaktisches Handeln.
5. Hat sich die Erwachsenenbildung auf den Lernkulturwandel eingestellt? (Schlussbetrachtung): Die Schlussbetrachtung reflektiert den aktuellen Stand der praktischen Umsetzung neuer Lernkulturen und plädiert für eine gesunde Mischung aus Selbstlernen und Belehrung.
Erwachsenenbildung, Lernkulturwandel, neue Lernkultur, selbstgesteuertes Lernen, Aneignungsorientierung, Ermöglichungsdidaktik, Lernarrangeur, Lernberatung, lebenslanges Lernen, Wissensgesellschaft, Kompetenzentwicklung, Lehr- und Lernarrangements
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Lernkultur in der Erwachsenenbildung in Reaktion auf gesellschaftliche und technologische Veränderungen.
Zentrale Themen sind der Wandel von traditionellen Lehr- hin zu neuen Lernkulturen, die Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens und die Anpassung didaktischer Konzepte.
Ziel ist es, die Herausforderungen für die Erwachsenenbildung zu identifizieren, denen moderne Didaktiker gegenüberstehen, und Lösungswege für die praktische Umsetzung aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die sich maßgeblich auf die konstruktivistische Lerntheorie und die Arbeiten von Prof. Rolf Arnold stützt.
Der Hauptteil analysiert die gesellschaftlichen Faktoren des Lernkulturwandels, definiert Anforderungen an moderne Didaktik und beschreibt die neue Rolle des Erwachsenenbildners als Coach und Lernarrangeur.
Die wichtigsten Begriffe sind Lernkulturwandel, Erwachsenenbildung, selbstgesteuertes Lernen, Ermöglichungsdidaktik und Aneignungsorientierung.
Er beschreibt den Übergang zu einer Ermöglichungsdidaktik, bei der der Lehrende als Gestalter von Lernumgebungen fungiert, um selbstorganisiertes Lernen zu fördern.
Da Wissensvermittlung allein nicht mehr ausreicht, muss der Lehrende zum Lernarrangeur werden, der den Lernenden unterstützt, sich Wissen selbst anzueignen.
Die Autorin schließt sich der Forderung nach einer „neuen Sachlichkeit“ an, die besagt: So viel Autodidaktik wie möglich, aber so viel Instruktion wie nötig.
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