Masterarbeit, 2011
97 Seiten, Note: 2,00
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik und Aufbau
2 Rechtliche Grundlagen
2.1 Internationale Rechtsgrundlagen
2.1.1 OECD-Musterabkommen
2.1.2 OECD-Verrechnungspreisrichtlinien
2.1.3 EU-Verrechnungspreisdokumentation
2.2 Deutsche Rechtsgrundlagen
2.2.1 Körperschaftsteuergesetz
2.2.2 Deutsches Außensteuergesetz
2.2.3 Abgabenordnung
2.2.4 Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung
2.2.5 Verwaltungsgrundsätze
2.3 Österreichische Rechtsgrundlagen
2.3.1 Einkommensteuergesetz
2.3.2 Körperschaftsteuergesetz
2.3.3 Bundesabgabenordnung
2.3.4 BMF-Verrechnungspreisrichtlinie 2010
3 Verrechnungspreismethoden
3.1 Allgemeines
3.2 Standardmethoden
3.2.1 Preisvergleichsmethode
3.2.2 Wiederverkaufspreismethode
3.2.3 Kostenaufschlagsmethode
3.3 Gewinnmethoden
3.3.1 Gewinnteilungsmethode
3.3.2 Nettomargenmethode
4 Vergleichbarkeitsanalyse
4.1 Schritt 1: Analysezeitraum
4.2 Schritt 2: Analyse der Rahmenbedingungen - Marktanalyse
4.3 Schritt 3: Verständnis der zu vergleichenden kontrollierten Transaktionen
4.3.1 Die Funktions- und Risikoanalyse
4.3.2 Produktanalyse
4.3.3 Vertragsanalyse
4.3.4 Strategieanalyse
4.4 Schritt 4: Interne Vergleichstransaktionen
4.5 Schritt 5: Externe Quellen für Vergleichstransaktionen
4.5.1 Datenbanken
4.5.2 Andere Datenquellen
4.6 Schritt 6: Auswahl der Verrechnungspreismethode
4.7 Schritt 7: Identifikation von Vergleichsunternehmen und Vergleichswerten
4.8 Schritt 8: Durchführung von Anpassungsrechnungen
4.9 Schritt 9: Interpretation der Daten und Festlegung des fremdüblichen Verrechnungspreises
5 Ausgewählte Anwendungsfälle
5.1 Dienstleistungen
5.2 Konzerndarlehen
5.3 Immaterielle Wirtschaftsgüter
6 Praxisbeispiel
6.1 Einleitung und rechtliche Grundlagen
6.2 Schritt 1: Analysezeitraum
6.3 Schritt 2: Analyse der Rahmenbedingungen
6.3.1 Branche, Markt und Wettbewerb
6.3.2 Zulieferer
6.4 Schritt 3: Verständnis der Transaktionen
6.4.1 Allgemeine Analyse
6.4.2 Funktions- und Risikoanalyse
6.4.3 Vertragsanalyse
6.4.4 Strategieanalyse
6.4.5 Produktanalyse
6.5 Schritt 4: Interne Vergleichstransaktionen
6.6 Schritt 5: Quellen für externe Vergleichstransaktionen
6.7 Schritt 6: Auswahl der Verrechnungspreismethode
6.8 Schritt 7: Identifikation von Vergleichsunternehmen und -werten
6.8.1 Darstellung der Relevanz von Großkunden
6.8.2 Einschränkung nach Geschäftsvolumen
6.8.3 Einschränkung nach Vertriebsgebiet
6.8.4 Einschränkung nach Geschäftsfeldern
6.9 Schritt 8: Anpassungsrechnungen
6.10 Schritt 9: Interpretation der Daten und Festlegung des Verrechnungspreises
6.10.1 Analyse der Artikel in Geschäftsfeld 1
6.10.2 Fazit Geschäftsfelder
6.10.3 Sonstige Analysen
6.10.4 Gesamtfazit
7 Praxisbeispiel Darlehen
7.1 Schritt 3: Verständnis der Transaktionen
7.2 Schritt 4: Interne Transaktionsdaten
7.3 Schritt 5: Externe Quellen
7.4 Schritt 6: Auswahl der Methode
7.5 Schritt 7: Vergleichunternehmen und -werte
7.6 Schritt 8: Anpassungsrechnungen
7.7 Schritt 9: Interpretation und Festlegung des VP
8 Zusammenfassung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Verrechnungspreistheorie sowie den Prozess der Erstellung einer rechtskonformen Verrechnungspreisdokumentation (VPD) anhand eines praktischen Fallbeispiels zu erläutern, wobei insbesondere die Anforderungen der OECD-Verrechnungspreisrichtlinie und das "Best-Practice-Modell" zur Vergleichbarkeitsanalyse im Fokus stehen.
4.3.1 Die Funktions- und Risikoanalyse
Die Funktionsanalyse soll einen ersten wesentlichen Beitrag zum Verständnis der zu vergleichenden Transaktionen liefern. So sind die ausgeübten Funktionen der einzelnen Unternehmen zu erfassen. Diese können in unterschiedlichen Bereichen angesiedelt sein, etwa Produktion, Design, Forschung und Entwicklung, Vertrieb, etc. Die möglichen Funktionen hängen dabei von der jeweiligen Transaktion ab. Insbesondere sind bei der Erfassung der Funktionen auch die Arten des eingesetzten Vermögens zu beachten, z.B. Einsatz von großen Fertigungshallen für die Massenproduktion oder Einsatz von immateriellen Wirtschaftsgütern (etwa Patenten) beim Design des Produkts. Die spätere Festlegung der Verrechnungspreise hat jedoch nicht auf der Anzahl der übernommenen Funktionen oder dem Umfang des eingesetzten Vermögens, sondern vielmehr auf deren wirtschaftlicher Relevanz und die Häufigkeit der Ausübung zu beruhen. Die Übernahme von vielen Funktionen alleine rechtfertigt nicht die Gewährung eines höheren Verrechnungspreises, auch wenn die Übernahme von mehr Funktionen einen höheren Beitrag an der gesamten wirtschaftlichen Leistung vermuten lässt. Es sind immer nur die dahinterliegenden geleisteten Wertschöpfungen relevant.
Mit der Analyse der Aufteilung der Funktionen hat auch die Analyse der Verteilung des getragenen Risikos, die so genannte Risikoanalyse, zu erfolgen. Die Funktionsanalyse wäre ohne eine entsprechenden Risikoanalyse nicht vollständig. Die Risiken, denen die Unternehmen ausgesetzt sind, umfassen etwa das Marktrisiko, das Finanzierungsrisiko, das Forschungsrisiko, das Entwicklungsrisiko, das Investitionsrisiko, das Zinsrisiko oder das Wechselkursrisiko. Die Risiken gehen oftmals Hand in Hand mit den übernommenen Funktionen. In diesem Fall können sich die später festzulegenden Verrechnungspreise am geleisteten Wertschöpfungsanteil gem. den übernommenen Funktionen orientieren.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der Verrechnungspreisdokumentation im internationalen Konzernkontext und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2 Rechtliche Grundlagen: Bietet einen Überblick über die internationalen, deutschen und österreichischen Bestimmungen, die den Rahmen für Verrechnungspreise bilden.
3 Verrechnungspreismethoden: Erläutert die verschiedenen Standard- und Gewinnmethoden, die zur Bestimmung fremdüblicher Preise zur Verfügung stehen.
4 Vergleichbarkeitsanalyse: Detailliert das 9-stufige "Best-Practice-Modell" der OECD zur Identifikation und Verifizierung von Vergleichstransaktionen.
5 Ausgewählte Anwendungsfälle: Behandelt spezifische Problemfelder wie Dienstleistungen, Konzerndarlehen und immaterielle Wirtschaftsgüter.
6 Praxisbeispiel: Wendet die theoretischen Erkenntnisse auf ein reales Unternehmen an, inklusive Funktions- und Risikoanalyse sowie Benchmark-Studien.
7 Praxisbeispiel Darlehen: Zeigt die konkrete Anwendung der Methodik auf die Dokumentation konzerninterner Zinsverrechnungen.
8 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung einer sorgfältigen VPD für die Rechtssicherheit.
Verrechnungspreisdokumentation, Fremdvergleichsgrundsatz, Arm's Length Principle, OECD-Richtlinie, Vergleichbarkeitsanalyse, Funktionsanalyse, Risikoanalyse, Verrechnungspreismethoden, Best-Practice-Modell, Betriebsprüfung, Gewinnabgrenzung, Konzernsteuerrecht, Dokumentationspflichten, Preisbildung, Rendite.
Die Arbeit behandelt die Erstellung von Verrechnungspreisdokumentationen für international tätige Konzerne, um die Einhaltung des Fremdvergleichsgrundsatzes gegenüber Finanzbehörden nachzuweisen.
Die zentralen Felder sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich, die Methoden zur Bestimmung von Verrechnungspreisen sowie die Durchführung systematischer Vergleichbarkeitsanalysen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Inhalte und welcher Detailgrad für eine Dokumentation erforderlich sind, um in einer steuerlichen Betriebsprüfung als plausibel und fremdüblich akzeptiert zu werden.
Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche als Basis und ergänzt diese durch ein umfangreiches, praxisorientiertes Fallbeispiel unter Anwendung des OECD-Best-Practice-Modells.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der OECD-Methoden, eine Anleitung zur 9-stufigen Vergleichbarkeitsanalyse sowie die praktische Umsetzung für Waren- und Darlehenstransaktionen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Fremdvergleichsgrundsatz (ALP), OECD-Verrechnungspreisrichtlinie, Funktions- und Risikoanalyse sowie Praxisbeispiel charakterisiert.
Die für das Fallbeispiel verwendeten Daten wurden aus dem ERP-System des Unternehmens bezogen, jedoch für die Arbeit anonymisiert und teilweise verändert, um die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens zu schützen.
Die Wahl der Methode ist entscheidend, da sie die Grundlage für den nachgewiesenen Fremdvergleich bildet; im Praxisbeispiel wurde aufgrund der Einzigartigkeit der Produkte die Kostenaufschlagsmethode als am besten geeignet identifiziert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

