Bachelorarbeit, 2021
65 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Definitionen und Erläuterungen
2.1 Erläuterung von Anleihen
2.1.1 Definition und Merkmale von Anleihen
2.1.2 Anleihetypen
2.1.3 Bewertung und Renditeberechnung von Anleihen
2.2 Erläuterung von CAT-Bonds
2.2.1 Einordnung und Definition von CAT-Bonds
2.2.2 Emissionswege von CAT-Bonds
2.2.3 Gestaltungsparameter von CAT-Bonds
2.2.4 Trigger-Mechanismen
2.2.5 Preisfindung von CAT-Bonds
2.3 Das Privatportfolio
2.3.1 Abgrenzung Privatanleger zu institutionellem Anleger
2.3.2 Gesetzlicher Anlegerschutz
3 Eignung von CAT-Bonds als Asset in Privatportfolios
3.1 Der Markt für CAT-Bonds
3.2 Portfoliotheorie nach Markowitz
3.3 Portfoliodiversifikation mit CAT-Bonds
3.3.1 Renditen von CAT-Bond-Produkten
3.3.2 Volatilität von CAT-Bond-Produkten
3.3.3 Korrelation von CAT-Bond-Produkten zu anderen Anlagen
3.4 Grenzen eines Investments in CAT-Bonds für Privatanleger
4 Fazit
5 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, ob Katastrophenanleihen (CAT-Bonds) als Anlageklasse für Privatanleger geeignet sind, um die Portfoliodiversifikation zu verbessern und das Gesamtrisiko zu senken.
2.2.1 Einordnung und Definition von CAT-Bonds
In den 1990er Jahren suchte der Versicherungsmarkt nach alternativen Methoden des Risikotransfers großer Risiken wie Naturkatastrophen. Auslöser für diese Entwicklung war das immer häufiger werdende Eintreten solcher Ereignisse ab den 1990er Jahren. Hier seien insbesondere die Hurricanes Andrew und Iniki 1992, welche direkt verantwortlich für die Pleite von 15 Schadensversicherern waren, erwähnt. Die Alternativen bestanden in der Implementierung von Lösungen zur Finanzierung dieser Risiken mittels auf dem Kapitalmarkt emittierter Instrumente (vgl. Liebwein, 2000, S. 369). Eines dieser Instrumente bzw. alternativen Lösungen für den Risikotransfer von Großrisiken sind die Anleihederivate CAT-Bonds, wobei diese, genau genommen, weniger dem Transfer von Großrisiken, sondern mehr der Finanzierung derselben dienen.
Wie bereits erwähnt, dienen CAT-Bonds Versicherungsunternehmen – und hier insbesondere auch Rückversicherungsunternehmen – dazu, Großrisiken im Zusammenhang mit Naturkatastrophen zu verbriefen (engl. securitization) und handelbar zu machen und damit etwaige Forderungen der Versicherungsnehmer aus den Konsequenzen solcher Naturkatastrophen zu finanzieren. Insofern kann man auch davon sprechen, dass CAT-Bonds eine Art Hedge (Absicherung) der Versicherungen gegen Naturkatastrophen darstellen (vgl. Bauch, 2006, S.24). Wie vorhin bereits geschildert, stellen Katastrophenanleihen nichts anderes als die Verbriefung eines Versicherungsrisikos dar – insofern werden diese in die Klasse der „Insurance-Linked Securities“ (ILS) eingeordnet und können grundsätzlich, mit Bezug auf den Modus ebenjener, mit klassischen, bereits in Kapital 2.1 beschriebenen Anleihen verglichen werden (vgl. Wanke, 2012, S. 33 f.). Der hauptsächliche Unterschied zu konventionellen Anleihen, welche in der Regel einen vorher festgelegten Kupon, eine definierte Laufzeit und eine Tilgung zum Nennwert aufweisen, ist der Umstand, dass Katastrophenanleihen einen sogenannten Trigger aufweisen, welcher für die Investorinnen und Investoren einen Totalverlust des Investments bedeutet. Der Trigger stellt letztendlich das versicherungstechnische Risiko dar – also den Eintritt einer Naturkatastrophe.
1 Einleitung: Definiert Privatanleger und führt in die Thematik der CAT-Bonds als innovative Anleihederivate für die Portfoliooptimierung ein.
2 Definitionen und Erläuterungen: Vermittelt das notwendige Basiswissen über Anleihen, CAT-Bonds sowie die Besonderheiten des Privatportfolios im Gegensatz zu institutionellen Anlegern.
3 Eignung von CAT-Bonds als Asset in Privatportfolios: Analysiert den Markt, die Portfoliotheorie nach Markowitz sowie Rendite, Volatilität und Korrelation von CAT-Bond-Fonds und diskutiert die Grenzen für Privatanleger.
4 Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und beurteilt die Eignung von CAT-Bond-Investmentfonds als Portfoliobaustein für Privatanleger kritisch.
CAT-Bonds, Katastrophenanleihen, Portfoliodiversifikation, Portfoliotheorie, Markowitz, Anleihederivate, Risikotransfer, Investmentfonds, Rendite, Volatilität, Korrelation, Privatanleger, Versicherungstechnik, Hedge, Risikomanagement.
Die Arbeit untersucht, ob CAT-Bonds für Privatanleger eine sinnvolle Ergänzung im Portfolio darstellen, um durch Diversifikation das Gesamtrisiko zu senken.
Im Fokus stehen die Definition und Funktionsweise von CAT-Bonds, die Portfoliotheorie nach Markowitz, der Markt für CAT-Bond-Investmentfonds und deren Performance-Analyse.
Die Forschungsfrage lautet, ob CAT-Bonds – die typischerweise von institutionellen Investoren genutzt werden – als zusätzliches Mittel zur Diversifikation in Privatportfolios geeignet sind.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und einer empirischen Analyse von Performancedaten (Rendite, Volatilität, Sharpe Ratio) ausgewählter CAT-Bond-Investmentfonds.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition und Bewertung von Anleihen und CAT-Bonds, der Abgrenzung von Privatanlegern zu institutionellen Investoren sowie einer detaillierten Analyse verschiedener Investmentfonds.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie CAT-Bonds, Portfoliodiversifikation, Risikomanagement, Anleihederivate, Markowitz-Portfoliotheorie und Performancemessung mittels Kennzahlen wie Volatilität und Sharpe Ratio.
Während institutionelle Anleger oft direkt investieren, ist für Privatanleger der Zugang aufgrund hoher Mindestanlagebeträge in der Regel nur über aktiv gemanagte Investmentfonds möglich.
CAT-Bonds korrelieren kaum mit traditionellen Finanzmärkten, da ihre Preisentwicklung primär vom Eintritt oder Nicht-Eintritt von Naturkatastrophen abhängt, was sie zu einem wertvollen Diversifikationsinstrument macht.
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