Doktorarbeit / Dissertation, 2023
701 Seiten, Note: " "
ALLGEMEINE EINLEITUNG
TEIL EINS: DIE DOMINANZ DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG ÜBER DIE TRADITIONELLEN POLITISCHEN KRÄFTE DUALA UND BAMUN
KAPITEL I: HINTERLANDPRINZIP UND SCHRITTWEISE ANSIEDLUNG DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG IN DEN GEBIETEN DUALA UND BAMUN
ABSCHNITT I: HINTERLANDPRINZIP UND SCHRITTWEISE ANSIEDLUNG DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG IM DUALA-GEBIET
ABSCHNITT II: HINTERLANDPRINZIP UND SCHRITTWEISE ANSIEDLUNG DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG AUF DEM GEBIET DER BAMUN
KAPITEL II: DIE DYNAMIK UND LOGIK DER DOMINANZ DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG ÜBER DIE TRADITIONELLEN POLITISCHEN KRÄFTE DUALA UND BAMUN
ABSCHNITT I: DYNAMIK UND WIDERSPRÜCHLICHE LOGIK: FÄLLE VON FÜHRERN DUALA
ABSCHNITT II: DYNAMIK UND LOGIK DER ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN DEN FÜHRERN VON DUALA UND SULTAN BAMUN
SCHLUSSFOLGERUNG DES ERSTEN TEILS
ZWEITER TEIL: DER RELATIVE EINFLUSS DER TRADITIONELLEN POLITISCHEN KRÄFTE DUALA UND BAMUN AUF DIE DEUTSCHE KOLONIALVERWALTUNG
KAPITEL III: PRAGMATISMUS DER SITUATION DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG GEGENÜBER DEN DUALA-FÜHRERN
ABSCHNITT I: DIE FRAGE DES "COUMI" ODER DES GEHALTS DER DUALA-CHEFS, DAS VON DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG GEZAHLT WIRD
ABSCHNITT II: WAHRNEHMUNG DER FÜHRER BELL, AKWA UND DEÏDO GEGENÜBER DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG
KAPITEL IV: ANPASSUNG DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG AN DIE TRADITIONELLE BAMUN-GOVERNANCE
ABSCHNITT I: DIE REBELLENHANDLUNGEN DES HERRSCHERS NJOYA GEGENÜBER DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG
ABSCHNITT II: DIE WAHRNEHMUNG DER DEUTSCHEN KOLONIALVERWALTUNG DURCH KÖNIG NJOYA
SCHLUSSFOLGERUNG DES ZWEITEN TEILS
ALLGEMEINE SCHLUSSFOLGERUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Geschichte Kameruns im Zeitraum von 1884 bis 1916 mit einem Fokus auf das wechselseitige Machtverhältnis zwischen der deutschen Kolonialverwaltung und den traditionellen politischen Kräften der Duala und Bamun. Dabei wird analysiert, wie die deutsche Kolonialmacht ihre Herrschaft etablierte und wie die traditionellen Führer diese durch Widerstand oder pragmatische Kollaboration beeinflussten.
Die Dominanz der deutschen Kolonialverwaltung über die traditionellen politischen Mächte Duala und Bamun
Um die Grenzen des nun von Deutschland auf Kosten Großbritanniens annektierten Territoriums zu sichern, muss Deutschland die anderen imperialistischen Mächte von seinem Besitz in Kamerun überzeugen. Diese Aufgabe nimmt sie auf der Konferenz von Berlin wahr, die einberufen wurde, um mögliche Konflikte zwischen europäischen Mächten zu vermeiden, deren Interessen in Afrika gegeneinander antreten. Und dann hat sie die Grenzen Kameruns zu den benachbarten europäischen Mächten festgelegt. Mit Großbritannien setzte Deutschland die Südwestgrenze Kameruns fest, ebenso wie es die Westgrenze zwischen dem 27. Juli und dem 2. August 1886 verlängerte: "Vom Endpunkt der Urlinie auf Calabar oder Cross-Rive diagonal bis zum rechten Ufer der Benoué östlich von Yola", sodass diese Stadt in der britischen Sphäre verblieben ist.
Zwischen 1888 und 1894, ebenfalls mit Großbritannien, wurde am 15. November 1893 in Berlin ein Vertrag unterzeichnet. Dieses grenzt die Westgrenze Kameruns von Yola bis zum Tschadsee und überlässt das Mandaragassiv Deutschland. Am 11. März 1913 wurde in London ein weiterer Vertrag zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich unterzeichnet. Die Vereinbarung trägt den Titel: "Vereinbarung zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland über den Grenzverlauf zwischen Nigeria und Kamerun von Yola zum Meer und über die Regelung der Schifffahrt auf dem Cross-River".
Hinterlandprinzip und schrittweise Ansiedlung der deutschen Kolonialverwaltung in den Gebieten Duala und Bamun: Dieses Kapitel erläutert die Strategien, mit denen das deutsche Protektorat in den Regionen Duala und Bamun implementiert wurde, wobei insbesondere das Hinterlandprinzip eine zentrale Rolle bei der Gebietserschließung spielte.
Die Dynamik und Logik der Dominanz der deutschen Kolonialverwaltung über die traditionellen politischen Kräfte Duala und Bamun: Hier wird der Prozess der deutschen Machtausübung analysiert, der sowohl durch Konflikte mit Duala-Führern als auch durch strategische Kooperation mit Sultan Njoya geprägt war.
Pragmatismus der Situation der deutschen Kolonialverwaltung gegenüber den Duala-Führern: Dieses Kapitel widmet sich der wirtschaftlichen und finanziellen Interaktion zwischen den Kolonialherren und den lokalen Häuptlingen, insbesondere der Rolle des Gehaltssystems ("Koumi").
Anpassung der deutschen Kolonialverwaltung an die traditionelle Bamun-Governance: Der Fokus liegt auf der Interaktion mit Sultan Njoya, dessen geschickte politische Anpassung und seine Versuche, die christliche Missionierung in seine Herrschaftsstruktur zu integrieren, beleuchtet werden.
Deutsche Kolonialverwaltung, Kamerun, Duala, Bamun, traditionelle politische Macht, Koloniale Dominanz, Sultan Njoya, König Bell, Widerstand, Kollaboration, Politische Geschichte, Landpolitik, Enteignung, Religion, Missionierung.
Die Arbeit analysiert die politische Geschichte Kameruns während der deutschen Kolonialzeit (1884–1916) mit besonderem Fokus auf das Machtverhältnis zwischen der deutschen Verwaltung und den traditionellen Herrschern der Völker Duala und Bamun.
Zentrale Themen sind die Etablierung des Protektorats, die Rolle von Verträgen, der Widerstand gegen Landenteignungen sowie die sozialen und religiösen Auswirkungen des Kolonialismus auf lokale Machtstrukturen.
Das Ziel ist es, den gegenseitigen Einfluss zwischen Kolonialherren und traditionellen Führern zu verstehen und aufzuzeigen, wie diese Akteure jeweils als Subjekte im Kolonialprozess agierten.
Die Arbeit nutzt einen methodischen Synkretismus, der historische Analysen (Diachronie/Synchronie), die Vergleichsmethode zur Untersuchung unterschiedlicher politischer Systeme und den Konstruktivismus verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die deutsche Dominanz über Duala und Bamun sowie den relativen Einfluss, den diese traditionellen Mächte umgekehrt auf die Kolonialverwaltung ausübten, unter anderem durch pragmatische Verhandlungen und Anpassungen.
Deutsche Kolonialverwaltung, Duala, Bamun, traditionelle Autorität, Widerstand, Landpolitik und koloniale Kollaboration.
Der "Ngondo" wird als zentrale traditionelle Volksversammlung der Duala analysiert, die als Bindeglied zwischen den Stämmen fungierte und politisches Gewicht gegenüber den deutschen Kolonialbehörden entwickelte.
König Njoya reagierte mit einer Politik der List und Diplomatie, um sein Volk vor den gravierendsten kolonialen Folgen zu schützen, während er gleichzeitig westliche Errungenschaften, wie die Schrift oder neue Techniken, in sein Königreich zu integrieren suchte.
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