Bachelorarbeit, 2010
56 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Ein Zugang zur Thematik des Uncertainty Effect
2.1. Der Uncertainty Effect
2.2. Die Untersuchungen von Gneezy, List und Wu
2.3. Die Untersuchungen von Simonsohn
2.3.1. Experiment 1
2.3.2. Experiment 2
2.4. Weitere Forschungen zum Uncertainty Effect
2.5. Zusammenfassung
3. Eigene theoretische Erklärung für den Uncertainty Effect
3.1. Grundlagen der theoretischen Erklärung
3.2. Phantom Alternativen
3.3. Die theoretische Annahme
3.3.1. Bedingungen
3.3.2. Hypothesen
3.4. Zusammenfassung
4. Die Methode der Untersuchung
4.1. Das Untersuchungsdesign
4.2. Das Untersuchungsinstrument
4.3. Die Durchführung
5. Die Ergebnisse der Untersuchung
5.1. Die Stichprobe
5.2. Relevante Ergebnisse
6. Diskussion
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit hinterfragt den klassischen "Uncertainty Effect" (UE), bei dem Menschen riskante Optionen geringer bewerten als ihr schlechtestes sicheres Ergebnis. Ziel ist es, einen neuen Erklärungsansatz zu etablieren, der auf dem psychologischen Mechanismus der "Phantom Alternativen" und einem Vergleichsprozess statt auf reiner Unsicherheitsabneigung basiert.
3.2. Phantom Alternativen
Phantom Alternativen (nicht erreichbare bzw. verfügbare Optionen) können in vielen alltäglichen Entscheidungsaufgaben auftreten und sind in der Lage, eine Vielzahl von alltäglichen Verhaltensweisen zu beeinflussen. Eine Phantom Alternative ist eine Wahloption, die real erscheint, aber im Moment der Entscheidungsfindung unerreichbar bzw. eingeschränkt verfügbar ist. Beispielsweise beim Kauf eines Autos hat eine Person die Wahl zwischen verschiedenen Modellen. Auf Grund der Tatsache, dass nur ein gewisses Budget zur Verfügung steht, kann sich die Person einen Mittelklassewagen leisten, jedoch nicht die Alternativoption eines Ferraris. Zwar scheint die Alternative des Ferraris real zu sein, jedoch ist diese Option aufgrund gewisser Einschränkungen (in diesem Falle das eingeschränkte Budget) für die Person nicht verfügbar.
Trotz der Möglichkeit ist nach Farquhar/Pratkanis (1993) ein Phantom keine wirkliche Alternative, es ist eine illusorische Wahloption. Im Allgemeinen ist eine Option wegen einer Einschränkung nicht verfügbar oder nur eingeschränkt verfügbar. Eine Einschränkung wie beispielsweise eine zeitliche Beschränkung, eine gesetzliche Verpflichtung, ein Moralgrundsatz, eine technologische Undurchführbarkeit oder natürliche Knappheit hält den Entscheidungsträger davon ab, die Alternative zu erhalten bzw. zu wählen. Phantome können sowohl helfen als auch eine erfolgreiche Entscheidungsfindung behindern oder erschweren. Auf der einen Seite können sie nützliche Informationen über die Grenzen des Entscheidungsproblems geben und so dazu beitragen, neue Optionen durch eine Umstrukturierung des Problems zu erzeugen.
1. Einleitung: Einführung in den Uncertainty Effect (UE) anhand von Beispiel-Gutscheinen und Darstellung der Diskrepanz zu Standard-Entscheidungsmodellen.
2. Ein Zugang zur Thematik des Uncertainty Effect: Zusammenfassung der Forschung von Gneezy et al. sowie Simonsohn und Diskussion der bisherigen Erklärungsversuche für den Effekt.
3. Eigene theoretische Erklärung für den Uncertainty Effect: Vorstellung des neuen Ansatzes durch das Konzept der Phantom-Alternativen und Ableitung von Hypothesen für die Untersuchung.
4. Die Methode der Untersuchung: Beschreibung des Querschnitt-Studiendesigns, des Fragebogens und der Durchführung mittels einer Ad-hoc-Stichprobe.
5. Die Ergebnisse der Untersuchung: Präsentation der statistischen Daten, Mittelwerte und Kontrastanalysen für die sieben untersuchten Bedingungen.
6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Lichte der Hypothesen und kritische Reflexion der Untersuchungsmethode sowie möglicher Fehlerquellen.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung des neuen Erklärungsansatzes und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Uncertainty Effect, Phantom Alternativen, Risikoentscheidung, Zahlungsbereitschaft, Lotterie, Urteilswert, Vergleichswert, Verhaltensökonomie, Kontrasteffekt, Entscheidungsfindung, Risikoaversion, Standardmodelle, Gutscheinbewertung, empirische Forschung, Bachelor-Arbeit.
Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Uncertainty Effect", bei dem Menschen riskante Optionen bei Entscheidungen irrational unterbewerten, und schlägt eine neue Erklärung durch "Phantom Alternativen" vor.
Die zentralen Themen sind Entscheidungspsychologie, subjektives Preisempfinden bei riskanten Aussichten und die Rolle von Vergleichsoptionen bei der Bewertung von Angeboten.
Das Ziel ist es zu zeigen, dass die Unterbewertung von Lotterien nicht primär durch eine generelle Unsicherheitsabneigung entsteht, sondern durch einen Vergleichsprozess, bei dem ein attraktives, aber schwer erreichbares Ergebnis als Phantom-Referenzpunkt dient.
Es wird eine schriftliche, standardisierte Ad-hoc-Befragung (Querschnittstudie) mit verschiedenen Lotterie- und Kontrollbedingungen durchgeführt, gefolgt von einer statistischen Kontrastanalyse der Zahlungsbereitschaften.
Der Hauptteil umfasst eine Literaturübersicht zum Uncertainty Effect, die theoretische Herleitung des neuen Erklärungsmodells mittels Phantom-Alternativen sowie die methodische Beschreibung und Auswertung der empirischen Datenerhebung.
Uncertainty Effect, Phantom Alternativen, Zahlungsbereitschaft, Risikoentscheidung und Kontrasteffekt sind die prägenden Begriffe.
Phantom Alternativen sind Optionen, die zwar attraktiv erscheinen und den Bewertungsprozess beeinflussen, aber im Moment der konkreten Entscheidung real nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind.
Der Erwartungswert wird in der Untersuchung genutzt, um zu verdeutlichen, dass Menschen bei Lotterien nicht rein rational (nach dem mathematischen Erwartungswert) entscheiden, sondern sich stark von den vorhandenen Extremwerten (Urteils- und Vergleichswert) ablenken lassen.
Die Ergebnisse liefern positive Tendenzen für den neuen Ansatz, zeigen jedoch auch, dass einige Hypothesen kritisch zu betrachten sind und weitere Forschung notwendig ist, um den Einfluss von Unsicherheit versus Vergleichsprozess vollständig zu isolieren.
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