Bachelorarbeit, 2009
40 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 DER ARBEITSMARKT UND ARBEITSLOSIGKEIT
2.1 ARBEITSNACHFRAGE, ARBEITSANGEBOT UND ARBEITSLOSIGKEIT IM NEOKLASSISCHEN MODELL
2.2 THEORIEN ZUR ENTSTEHUNG VON ARBEITSLOSIGKEIT
2.2.1 EFFIZIENZLOHNMODELLE
2.2.2 DIE HUMANKAPITALTHEORIE
2.2.3 DIE INSIDER-OUTSIDER-THEORIE
2.3 MESSUNG DER ARBEITSLOSIGKEIT
3 KURZARBEIT
3.1 DEFINITION UND ZIELE
3.2 GESETZLICHE REGELUNGEN UND VORAUSSETZUNGEN
3.3 SONDERREGELUNGEN FÜR 2009/2010, IHRE BEGRÜNDUNGEN UND ABSICHTEN
4 KRITISCHE ANALYSE DER AUSWIRKUNGEN DES KURZARBEITERGELDES
4.1 AUSWIRKUNGEN AUF BETRIEBE
4.1.1 VORTEILE UND ENTLASTUNG
4.1.2 KOSTEN UND NACHTEILE
4.2 AUSWIRKUNGEN AUF ARBEITNEHMER
4.2.1 VORTEILE FÜR ARBEITNEHMER
4.2.2 KOSTEN UND NACHTEILE
4.3 AUSWIRKUNGEN AUF DIE VOLKSWIRTSCHAFT
4.3.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE VORTEILE
4.3.2 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE KOSTEN UND NACHTEILE
4.4 WICHTIGE KRITIKPUNKTE AM KURZARBEITERGELD
5 EMPIRISCHE DATEN ZUR AKTUELLEN WIRKUNG DER KURZARBEIT
5.1 DIE DERZEITIGE LAGE IN DEUTSCHLAND
5.2 DEUTSCHLAND IM VERGLEICH ZU ANDEREN LÄNDERN
5.3 PROGNOSEN FÜR 2010
6 WÜRDIGUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Kurzarbeitergeldes auf die deutsche Volkswirtschaft während der Wirtschaftskrise 2009. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob Kurzarbeit als wirksame Brücke aus der Krise dienen kann und welche ökonomischen Konsequenzen dieses Instrument für Betriebe, Arbeitnehmer und den Staat mit sich bringt.
4.1.1 Vorteile und Entlastung
Kurzarbeit ermöglicht den Betrieben ein hohes Maß an Flexibilität. Während der Ausfallzeiten müssen die Unternehmen keine Löhne und Gehälter bezahlen, da die Lohnkosten durch das Kurzarbeitergeld subventioniert werden (Bach et al. 2009a, S. 52–53; Bäcker et al. 2008, S. 565). Unternehmen können somit bei konjunkturell bedingt rückläufigen Umsätzen mithilfe von Arbeitszeitverkürzung ihre Personalkosten senken. Damit sparen sie Entlassungen und damit einhergehende Kosten (Abfindungen, volle Lohnzahlung und etwaige Leistung während der Kündigungsfrist) sowie zukünftige Wiedergewinnungskosten (Such- und Rekrutierungskosten, Einstellungs- und Einarbeitungskosten) in einer Aufschwungphase (Bach et al. 2009a, S. 62–63; Crimmann, Wießner Juni 2009, S. 2). Der Verlust betriebsspezifischen Humankapitals wird ebenso verhindert wie die Abwanderung von Know-how zu Konkurrenzbetrieben und im Falle eines Aufschwungs kann die Produktion jederzeit wieder erhöht werden (Dincher, Roth 2006).
Die Unternehmen haben ein vitales Interesse daran, vor allem Leistungsträger und ihre betriebsspezifisch gut ausgebildete Stammbelegschaft selbst bei vorübergehender Unterbeschäftigung zu halten (vgl. Kapitel 2.2.2, Humankapitaltheorie). Nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels in Deutschland gestaltet sich die Rekrutierung von Hochqualifizierten in einigen Bereichen sehr schwierig. Aus diesem Grund steigt der Anreiz zur Arbeitskräftehortung mit dem Qualifikationsniveau der Mitarbeiter (Crimmann, Wießner Juni 2009, S. 7). Durch Qualifizierung des Personals während der Kurzarbeit können die Betriebe sogar zusätzliches Humankapital erlangen, was langfristig zu Produktivitätsgewinnen führen kann (Bach et al. 2009a, S. 62–63). Darüber hinaus werden arbeitsrechtliche Konflikte und Kosten wie Abfindungen oder möglicherweise auftretende innerbetriebliche Spannungen bei der Sozialauswahl für betriebsbedingte Kündigungen vermieden (Hansche 2009, S. 1926). Eine verringerte Arbeitszeit gleichmäßig auf die Belegschaft zu verteilen erscheint fairer, als einen Teil zu entlassen und den Rest weiter voll arbeiten zu lassen, und ist somit besser für das Image des Arbeitgebers (OECD 2009, S. 48).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Wirtschaftskrise 2009 und Zielsetzung der Untersuchung der Kurzarbeit als beschäftigungssicherndes Instrument.
2 DER ARBEITSMARKT UND ARBEITSLOSIGKEIT: Vermittlung theoretischer Grundlagen zur Arbeitsmarkttheorie sowie der Entstehung von Arbeitslosigkeit durch verschiedene ökonomische Modelle.
3 KURZARBEIT: Definition der Kurzarbeit und Darstellung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der spezifischen Anpassungen für den Zeitraum 2009/2010.
4 KRITISCHE ANALYSE DER AUSWIRKUNGEN DES KURZARBEITERGELDES: Untersuchung der ökonomischen Auswirkungen von Kurzarbeit auf Unternehmen, Arbeitnehmer und die gesamtwirtschaftliche Lage unter Berücksichtigung von Kritikpunkten.
5 EMPIRISCHE DATEN ZUR AKTUELLEN WIRKUNG DER KURZARBEIT: Auswertung von Arbeitsmarktdaten in Deutschland, Einordnung in internationale Vergleiche und Prognosen für das Jahr 2010.
6 WÜRDIGUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Kurzarbeit als Kriseninstrument sowie Empfehlungen für eine zukünftige, effiziente Arbeitsmarktpolitik.
Kurzarbeit, Kurzarbeitergeld, Wirtschaftskrise 2009, Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktpolitik, Personalkosten, Beschäftigungssicherung, Humankapital, Konjunktur, Flexibilität, Sozialversicherung, Arbeitszeitverkürzung, Fachkräftemangel, Arbeitnehmer, Entlassungen
Die Arbeit analysiert die Funktion und die Auswirkungen des Kurzarbeitergeldes in Deutschland vor dem Hintergrund der schweren Wirtschaftskrise des Jahres 2009.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Arbeitslosigkeit, die gesetzlichen Grundlagen der Kurzarbeit sowie deren ökonomische Effekte auf Betriebe und Beschäftigte.
Das Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, ob Kurzarbeit tatsächlich als stabile „Brücke aus der Krise“ fungieren kann und welche ökonomischen Wirkungen dabei auftreten.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse der ökonomischen Rahmenbedingungen mit einer kritischen Diskussion der Auswirkungen sowie einer empirischen Auswertung aktueller Arbeitsmarktdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung der Instrumente der Kurzarbeit und eine mehrdimensionale Analyse der Kosten und Vorteile für Unternehmen, Arbeitnehmer und den Staat.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kurzarbeit, Beschäftigungssicherung, Konjunkturpolitik, Humankapital und Flexibilisierung der Arbeitszeit geprägt.
Kurzarbeit entlastet Betriebe, da Lohnkosten für ausgefallene Arbeitsstunden durch das staatlich subventionierte Kurzarbeitergeld übernommen werden, was Entlassungen und zukünftige Rekrutierungskosten vermeidet.
Die Qualifizierung wird als Chance gesehen, die Arbeitskräfte produktiver zu gestalten, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern, obwohl die Effektivität der Förderprogramme umstritten bleibt.
Obwohl die Kurzarbeit einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung leistete, ist sie laut Autorin nur ein Instrument in einem komplexen Gefüge aus weiteren Maßnahmen und ökonomischen Faktoren.
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