Diplomarbeit, 2008
116 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1 Anfänge der Nukleolusforschung
1.2 Nukleoläre Struktur und Proteom
1.3 Nukleoläre Funktionen: Hauptfunktion Ribosomenbiogenese
1.4 Weitere nukleoläre Funktionen: Biogenese nicht-ribosomaler Ribonukleoproteine
1.5 Ribosomenbiogenese im Kontext von Zellzyklus und Proliferation
1.6 Der Nukleolus als Stresssensor
2. Aufgabenstellung
3. Material
3.1 Zytostatika
3.2 Chemikalien
3.3 Puffer und Lösungen
3.4 Kulturmedien
3.5 Antikörper
3.6 Zelllinien
3.7 Verbrauchsmaterialien
3.8 Geräte
3.9 Software
4. Methoden
4.1 Zellkultur
4.1.1 Auftauen von Zellen
4.1.2 Kultivieren von Zellen
4.1.3 Plattieren von Zellen
4.1.4 Einfrieren von Zellen
4.2 Metabolisches Markierungsexperiment
4.2.1 In vivo Markierung
4.2.2 Isolierung der Gesamtzell-RNA
4.2.3 Agarosegelelektrophorese
4.2.4 Trocknen
4.2.5 Autoradiographie und Quantifizierung
4.3 Immunfluoreszenzmikroskopie
4.4 Western-Analyse
5. Ergebnisse
5.1 Einfluss der Zytostatika auf die rRNA-Synthese
5.1.1 Einfluss der Alkylantien auf die rRNA-Synthese
5.1.2 Busulfan
5.1.3 Nimustin
5.1.4 Cisplatin
5.1.5 Einfluss der Interkalantien auf die rRNA-Synthese
5.1.6 Mitoxantron
5.1.7 Mitomycin C
5.1.8 Einfluss der Antimetaboliten auf die rRNA-Synthese
5.1.9 Methotrexat
5.1.10 Hydroxyharnstoff
5.1.11 Einfluss der Mitose- und Topoisomerasehemmer auf die rRNA-Synthese
5.1.12 Campthotecin
5.1.13 Paclitaxel
5.1.14 Einfluss der Kinaseinhibitoren auf die rRNA-Synthese
5.1.15 Flavopiridol
5.1.16 Roscovitin
5.1.17 Einfluss der Proteasominhibitoren auf die rRNA-Synthese
5.1.18 Bortezomib
5.1.19 Einfluss der Histondeacetylaseinhibitoren auf die rRNA-Synthese
5.1.20 Einfluss der Translationsinhibitoren auf die rRNA-Synthese
5.1.21 Homoharringtonin
5.1.22 Zusammenfassung der Zytostatikatitrationen
5.2 Einfluss der Zytostatika auf die nukleoläre Struktur
5.2.1 Nukleoläre Lokalisation nach zytostatischem Stress mit Transkriptionsinhibitoren
5.2.2 Lokalisation von NPM, Pes und Fib nach Stress mit Mitoxantron
5.2.3 Lokalisation von NPM, Pes und Fib nach Stress mit Methotrexat
5.2.4 Lokalisation von NPM, Pes und Fib nach Stress mit Cisplatin
5.2.5 Nukleoläre Lokalisation nach zytostatischem Stress mit Prozessierungsinhibitoren
5.2.6 Lokalisation von NPM, Pes und Fib nach Stress mit Campthotecin
5.2.7 Lokalisation von NPM, Pes und Fib nach Behandlung mit Flavopiridol
5.2.8 Lokalisation von NPM, Pes und Fib nach Stress mit Homoharringtonin
5.2.9 NPM-Lokalisation nach Stress mit schwach/langsam oder nicht wirksamen Substanzen
5.3 Einfluss der Zytostatika auf die p53-Menge
5.3.1 p53-induzierende Zytostatika
5.3.2 Mitoxantron
5.3.3 Methotrexat
5.3.4 Cisplatin
5.3.5 Campthotecin
5.3.6 Flavopiridol
5.3.7 p53-hemmende Zytostatika
5.3.8 Homoharringtonin
5.3.9 Rapamycin
5.3.10 Paclitaxel
5.3.11 Zusammenfassung der IF- und WB-Analysen
5.4 Kombinationsexperimente
5.4.1 Epistasieexperiment in der p53-Antwort
5.4.2 Additive und synergistische Wirkungen der Zytostatika
6. Diskussion
6.1 Einfluss der Zytostatika auf die Ribosomenbiogenese
6.2 Nukleolärer Stress - strukturelle Folgen der Zytostatikabehandlungen
6.3 Nukleolärer Stress - funktionale Folgen der Zytostatikabehandlungen
6.4 Nukleolus und Ribosomenbiogenese als Ziel in der Chemotherapie
7. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der systematischen Untersuchung der Auswirkungen verschiedener Zytostatika auf die Ribosomenbiogenese in humanen Zellen. Dabei wird analysiert, ob und in welcher Weise diese Substanzen die rRNA-Transkription und -Prozessierung hemmen, wie sie die nukleoläre Struktur und die NPM-Lokalisation beeinflussen sowie welchen Effekt sie auf die p53-Konzentration ausüben, um potenzielle antiproliferative Wirkmechanismen aufzuklären.
1.1 Anfänge der Nukleolusforschung
Im Jahr 1781 konnte Felice Fontana anhand lichtmikroskopischer Analysen eine eiförmige Struktur im Zellkern beschreiben und hat damit den Nukleolus entdeckt. Mehr als 150 Jahre danach begann man zu Verstehen, welche Bedeutung der Nukleolus hat. Barbara McClintock hatte den Nukleolus 1934 mit Genaktivität in Verbindung gebracht (McClintock 1934). Nachdem man RNA im Nukleolus nachweisen konnte, wurden ribosomale Gene und Nucleolar Organising Regions als deren Loci definiert (Perry 1962, Ritossa und Spiegelmann 1965). Zur selben Zeit haben biochemische Charakterisierungen isolierter Nukleoli dazu geführt, dass man den Nukleolus als Ort der Ribosomenbiogenese definiert hat (Miller und Beatty 1969).
Heute weiß man, dass sich die Nukleoli als Subkompartimente im Nukleus an tandem-repetitiven Clustern aktiver ribosomaler Gene (rDNA) bilden. Die Cluster werden als Nucleolar Organising Regions bezeichnet und befinden sich beim Menschen an den Enden aller akozentrischen Chromosomen. In den Nucleolar Organising Regions kommt es zu einer lokalen Konzentration von Faktoren der Transkriptions- und Prozessierungsmaschinerie, was die lichtmikroskopische Darstellung des Nukleolus erlaubt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Nukleolusforschung, beschreibt die nukleoläre Struktur, Proteomik und die grundlegenden Prozesse der Ribosomenbiogenese unter Berücksichtigung von Zellzyklus und Stressantwort.
2. Aufgabenstellung: Hier wird das Ziel formuliert, die Wirkung verschiedener Zytostatika auf die Ribosomenbiogenese, die nukleoläre Struktur, die NPM-Lokalisation und die p53-Menge systematisch zu untersuchen.
3. Material: Dieser Abschnitt listet detailliert die verwendeten Zytostatika, Chemikalien, Puffer, Zelllinien und Laborausrüstung auf.
4. Methoden: Hier werden die experimentellen Protokolle wie Zellkulturtechniken, das metabolische Markierungsexperiment, die Immunfluoreszenzmikroskopie und die Western-Analyse zur Durchführung der Untersuchungen beschrieben.
5. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die gewonnenen Daten zur Wirkung der verschiedenen Zytostatikaklassen auf die rRNA-Synthese, die nukleoläre Proteinlokalisation, die p53-Induktion sowie die Effekte von Kombinationstherapien.
6. Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Kontext aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, diskutiert die Wirkweisen der verschiedenen Substanzklassen und beleuchtet die Rolle des Nukleolus als Zielstruktur in der Chemotherapie.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer knappen Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über die spezifische Hemmung der rRNA-Synthese und deren zelluläre Auswirkungen ab.
Nukleolus, Ribosomenbiogenese, Zytostatika, rRNA-Synthese, p53, Zellzyklus, NPM, Fibrillarin, Pescadillo1, DNA-Interkalation, Prozessierung, Transkriptionshemmung, Stressantwort, Chemotherapie, Apoptose.
Die Arbeit untersucht, wie chemotherapeutische Medikamente die Struktur und Funktion des Nukleolus sowie die Synthese von ribosomalen RNAs beeinflussen, um deren antiproliferative Wirkung zu verstehen.
Die Arbeit deckt die Ribosomenbiogenese, die zelluläre Stressantwort, die Wirkung von Zytostatika auf die rRNA-Synthese sowie die damit verbundene Regulation des Tumorsuppressor-Proteins p53 ab.
Das Hauptziel ist es, die Wirkung verschiedener Zytostatika auf die Ribosomenbiogenese zu untersuchen und dabei zu klären, ob diese gezielt rRNA-Transkription oder -Prozessierung hemmen.
Zur Anwendung kommen metabolische Markierungsexperimente (Pulse-Chase), Immunfluoreszenzmikroskopie zur Lokalisation von Proteinen und Western-Analyse zur Quantifizierung der p53-Menge.
Es werden zahlreiche Zytostatikaklassen (z.B. Alkylantien, Interkalantien, Kinaseinhibitoren) systematisch auf ihren Einfluss auf die rRNA-Syntheserate und die strukturelle Integrität des Nukleolus titriert und bewertet.
Die Arbeit konzentriert sich auf Begriffe wie Ribosomenbiogenese, nukleolärer Stress, Zytostatika, rRNA-Synthese, p53-Regulation und die nukleoläre Lokalisation von Proteinen wie NPM und Fibrillarin.
Zytostatikabedingter Stress führt häufig zu einer Disintegration des Nukleolus und zur Translokation nukleolärer Proteine wie NPM in das Nukleoplasma, was oft mit einer p53-Induktion korreliert.
Die Arbeit zeigt, dass die Kombination von 5-FU und Flavopiridol bei der rRNA-Prozessierungshemmung synergistische Effekte auf das Verhältnis von intermediären zu reifen rRNA-Formen ausübt.
Es beschreibt ein Modell, bei dem p53 im Komplex mit ribosomalen Faktoren reguliert abgebaut wird; der Nukleolus spielt dabei eine zentrale Rolle, da er als "Stresssensor" die p53-Stabilisierung beeinflussen kann.
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