Masterarbeit, 2010
104 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Thema und Fragestellungen
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Sprachregelung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Coaching
2.1.1 Definition von Coaching
2.1.2 Abgrenzung zu Beratung
2.1.3 Abgrenzung zu Mentoring
2.1.4 Abgrenzung zu Supervision
2.1.5 Abgrenzung zu Psychotherapie
2.1.6 Abgrenzung zu Training
2.2 E-Coaching
2.2.1 Definition von E-Coaching
2.2.2 Formen von E-Coaching
2.2.3 Abgrenzung zu Face-to-Face-Coaching, Blended Coaching und E-Learning
3 Besonderheiten des E-Coachings
3.1 Kennzeichen des Internets
3.1.1 Internetnutzung
3.1.2 Auswirkungen des Internets auf Individuum und Gesellschaft
3.2 Computervermittelte Kommunikation (CVK)
3.2.1 Kanalreduktionstheorie
3.2.2 Theorie des Herausfilterns sozialer Hinweisreize
3.2.3 Medienwahlmodelle
3.2.4 Theorie der sozialen Informationsverarbeitung
3.2.5 Simulationsmodell
3.2.6 Imaginationsmodell
3.3 Schriftkommunikation im Internet: Parasprache und Oraliteralität
3.4 Ablauf und Setting von E-Coachings
3.5 Zielgruppen von E-Coaching und Anforderungen an den E-Coachee
3.6 Anforderungen an den E-Coach
3.7 Vorteile des E-Coachings
3.8 Nachteile des E-Coachings
3.9 Ethische Fragestellungen
4 Untersuchungsmethode
4.1 Methodische Überlegungen und Forschungsprozess
4.2 Datenerhebung
4.2.1 Datenerhebungsverfahren
4.2.2 Interviewleitfaden und Pretest
4.2.3 Stichprobenauswahl und Stichprobenbeschreibung
4.3 Rahmenbedingungen der Befragung
4.3.1 Kontaktaufnahme zu den Interviewpartnern
4.3.2 Interviewsituation
4.3.3 Interviewprotokolle
4.4 Auswertungsmethode
4.4.1 Qualitative Inhaltsanalyse
4.4.2 Auswertungsschritte
5 Ergebnisse
5.1 Kontaktaufnahme und technische Rahmenbedingungen
5.2 Ablauf der E-Coachings
5.3 E-Coaching-Kunden
5.4 Themen und Ziele von E-Coaching
5.5 Vor- und Nachteile von E-Coaching
5.6 Einstellung und Motivation der E-Coaching-Anbieter
5.7 Ist-Situation und Blick in die Zukunft
5.8 Ergänzende Bemerkungen der Interviewpartner
6 Interpretation und Diskussion
6.1 Rahmenbedingungen von schriftbasiertem E-Coaching
6.1.1 Angebot und Anbieter von schriftbasiertem E-Coaching
6.1.2 Ablauf der E-Coachings
6.2 Einsatzfelder von schriftbasiertem E-Coaching
6.2.1 E-Coaching-Kunden
6.2.2 Themen und Ziele von schriftbasierten E-Coachings
6.2.3 Vorteile von E-Coaching
6.3 Grenzen von schriftbasiertem E-Coaching
6.3.1 Anforderungen an die E-Coaching-Kunden
6.3.2 Anforderungen an die E-Coachs
6.3.3 Limitierung der Themen und Methoden
6.3.4 Nachteile von schriftbasiertem E-Coaching
6.3.5 Ist-Situation bei der Nachfrage nach schriftbasiertem E-Coaching
7 Ausblick: Die Zukunft von schriftbasiertem E-Coaching in Forschung und Praxis
7.1 Konsequenzen für die Forschung
7.2 Konsequenzen für die Praxis
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist eine qualitative Ist-Erhebung zum schriftbasierten E-Coaching (E-Mail und Chat) im deutschsprachigen Raum, um dessen Rahmenbedingungen, Einsatzfelder und Grenzen zu definieren. Dabei werden Expertenmeinungen von Anbietern eingeholt, um den aktuellen Stand sowie die Potenziale und Limitierungen dieser digitalen Beratungsform wissenschaftlich einzuordnen.
3.3 Schriftkommunikation im Internet: Parasprache und Oraliteralität
Wie bereits im Kapitel 2.2.2 Formen von E-Coaching erläutert, laufen Kommunikationsprozesse im Internet synchron (z.B. via Chat) oder asynchron (z.B. via E-Mail) ab.
Dabei zeigt sich eine spezielle Form des schriftlichen Austausches durch die Verwendung besonderer Ausdrucksmittel, welche nonverbale Informationen darstellen sollen (vgl. Döring, 2003, S.55f), Kielholz (2008) nennt dies eine Parasprache (ebd. S.61):
a. Emoticons (emotional icons) bzw. Smileys symbolisieren Emotionen durch stilisierte Mimik, z.B. :-) fröhliches Gesicht, :-( trauriges Gesicht, :-(( sehr trauriges Gesicht, ;-) augenzwinkerndes Gesicht.
b. Soundwörter ahmen auditiv wahrnehmbare Ereignisse nach und auch sie werden in ihrer Intensität variiert, z.B. „grumpf“, „huch“, „tsts“, „arrrrrrrrrgh“, „hihihihihi“.
c. Aktionswörter wie *rotwerd*, *knuddel*, *vom Stuhl fall* oder *schäm* dienen ebenso der Vermittlung von Emotionen.
d. Mit der gleichen Absicht werden Akronyme wie ROFL (rolling on floor laughing), LOL (laughing out loudly) oder AFK (away from keyboard) verwendet.
e. GROSSBUCHSTABEN gelten als Schreien.
Besonders häufig wird diese Parasprache im Chat eingesetzt, um schneller kommunizieren zu können. Der Erhöhung der Kommunikationsgeschwindigkeit dienen auch die häufige Verwendung von Abkürzungen und Umgangssprache, die konsequente Kleinschreibung und die grosse Toleranz gegenüber Rechtschreibfehlern.
Durch die oben beschriebenen speziellen Kennzeichen wird bei der Kommunikation im Internet von Oraliteralität gesprochen, „eine mit Elementen der Mündlichkeit (Oralität) versehene genuin neue Form der Schriftlichkeit (Literalität) […] verändert Kommunikation in formalen Texten und zwar in Richtung auf grössere Interaktivität bzw. Dialogizität“ (Döring, 2003, S.184f).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des E-Coachings in einer globalisierten Welt ein und definiert die zentralen Fragestellungen sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden Coaching und E-Coaching präzise definiert und von angrenzenden Beratungsformen wie Mentoring, Supervision, Psychotherapie und Training abgegrenzt.
3 Besonderheiten des E-Coachings: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Merkmale der internetbasierten Kommunikation, wie die Kanalreduktion, ethische Anforderungen sowie die Vor- und Nachteile des Settings.
4 Untersuchungsmethode: Hier wird der methodische Ansatz der Expertenbefragung (problemzentriertes Interview) erläutert, inklusive der Datenerhebung via Live-Chat und der qualitativen Inhaltsanalyse.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse aus den Experteninterviews werden hier dargestellt, wobei Themen wie Kontaktaufnahme, technisches Setting, Zielgruppen und Kundenmotivation im Fokus stehen.
6 Interpretation und Diskussion: Dieses Kapitel verknüpft die empirischen Ergebnisse mit dem theoretischen Hintergrund, diskutiert die Rahmenbedingungen und grenzt die Anwendbarkeit von E-Coaching ab.
7 Ausblick: Die Zukunft von schriftbasiertem E-Coaching in Forschung und Praxis: Abschließend werden Konsequenzen für künftige Forschungsfelder und die berufliche Praxis formuliert, insbesondere im Hinblick auf Qualitätsstandards.
Schriftbasiertes E-Coaching, Online-Coaching, Coaching, Computervermittelte Kommunikation, Expertenbefragung, Qualitative Inhaltsanalyse, Blended Coaching, Anonymität, Zielgruppen, Qualitätssicherung, E-Mail-Coaching, Chat, Internet, Coachingprozess, Prozessberatung.
Die Arbeit untersucht das Feld des schriftbasierten E-Coachings (via E-Mail und Chat) im deutschsprachigen Raum, um dessen Einsatzmöglichkeiten und Grenzen zu beleuchten.
Die Studie betrachtet insbesondere die Rahmenbedingungen, die Anforderungen an Coach und Klient, die methodischen Besonderheiten der virtuellen Kommunikation sowie die Abgrenzung zu anderen Beratungsformen.
Das Ziel ist eine qualitative Bestandsaufnahme, um zu klären, wie die Ist-Situation für schriftbasiertes E-Coaching im deutschsprachigen Raum aussieht.
Die Autorin führte eine Expertenbefragung mittels problemzentrierter Interviews durch, die synchron über einen Live-Chat durchgeführt wurden, und wertete diese mittels qualitativer Inhaltsanalyse aus.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Erläuterung der Untersuchungsmethode, die Präsentation der Ergebnisse sowie eine fachliche Interpretation und Diskussion der Befunde.
Die zentralen Konzepte sind E-Coaching, computervermittelte Kommunikation, Anonymität, Blended Coaching und die spezifische Bedeutung der Schriftlichkeit für den Reflexionsprozess.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine solche Kombination ("Blended Coaching") in der Praxis weit verbreitet ist und oft als besonders effektiv angesehen wird, insbesondere um Vertrauen in der Kontraktphase aufzubauen.
Die Anonymität wird von den Experten als zwiespältig bewertet: Einerseits senkt sie Hemmschwellen bei schambesetzten Themen, andererseits kann sie den persönlichen Beziehungsaufbau erschweren, weshalb sie oft nur eine ergänzende Rolle spielt.
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