Diplomarbeit, 2010
63 Seiten, Note: 1,7
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Griechenland-Krise und untersucht, ob diese als Beweis für die Unwirksamkeit von Schuldenbremsen interpretiert werden kann. Sie analysiert die Notwendigkeit von Schuldenbremsen, ihre Ausgestaltung in verschiedenen Ländern und die Funktionsfähigkeit sowohl der Politiklösung als auch der Marktlösung.
Das erste Kapitel führt in das Thema ein und stellt die Relevanz der Untersuchung dar. Das zweite Kapitel widmet sich der Notwendigkeit von Schuldenbremsen, wobei die Gefahren exzessiver Schuldenaufnahme und die Risiken für die Europäische Währungsunion beleuchtet werden. Das dritte Kapitel analysiert die Ausgestaltung von Schuldenbremsen in verschiedenen Ländern, darunter Deutschland, die Schweiz und die Europäische Union. Das vierte Kapitel untersucht die Funktionsfähigkeit von Schuldenbremsen aus Sicht der Politik. Es analysiert die Anreizproblematik, das Glaubwürdigkeitsproblem und das stabilitätswidrige Verhalten Griechenlands. Das fünfte Kapitel erörtert die Funktionsfähigkeit von Schuldenbremsen aus Sicht des Marktes und beschreibt die Voraussetzungen für eine funktionierende Marktdisziplinierung.
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Themen der Diplomarbeit sind Schuldenbremsen, Griechenland-Krise, Europäische Währungsunion, Anreizproblematik, Glaubwürdigkeit, Marktdisziplinierung, „no bail-out“, Zeitinkonsistenz, Spieltheorie und Stabilitätswidriges Verhalten.
Artikel 125 VAEU legt fest, dass weder ein Mitgliedsstaat noch die EU für die Verbindlichkeiten eines anderen Mitgliedsstaates haftet („No-Bail-out-Klausel“). Trotzdem wurde Griechenland 2010 finanzieller Beistand gewährt, um eine Systemkrise abzuwenden.
Er bestand aus zwei Stufen: Einem Notfallfonds aus dem EU-Haushalt (bis 60 Mrd. EUR) und einer Zweckgesellschaft für verzinsliche Kredite (440 Mrd. EUR), ergänzt durch 250 Mrd. EUR vom IWF.
Schuldenbremsen sollen haushaltspolitisches Fehlverhalten vermeiden, indem sie exzessive Schuldenaufnahme begrenzen. Dies geschieht entweder durch politische Sanktionen oder durch Marktdisziplin (höhere Zinsen bei Risiko).
Marktdisziplin erfordert die Glaubwürdigkeit, dass kein „Bail-out“ stattfindet. Wenn Investoren davon ausgehen, dass andere Staaten im Notfall haften, verlieren Risikoaufschläge ihre disziplinierende Wirkung.
Die Arbeit analysiert die Ausgestaltung von Schuldenbremsen in der Bundesrepublik Deutschland, der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Union.
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