Doktorarbeit / Dissertation, 2011
398 Seiten, Note: magna cum laude
Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
I. Einleitung und Forschungsfrage
1 Einleitung
2 Forschungslücke und Forschungsfrage
2.1 Forschungslücke
2.1.1 Die offene Frage nach der idealen Reformstrategie
2.1.2 Theoretische Erklärungsansätze
2.2 Forschungsfrage
2.2.1 Von der Forschungslücke zur Forschungsfrage
2.2.2 Verwertungszusammenhang
II. Theorie
3 Eine allgemeine Theorie zu Transformationen
3.1 Die Gesellschaft – das Objekt einer Transformation
3.1.1 Veränderung der gesamten Gesellschaft
3.1.2 Gesellschaft als System begriffen
3.1.3 Subsysteme der Gesellschaft
3.2 Unterscheidung der Gesellschaftssysteme nach Typen
3.2.1 Grundlegende Unterteilung und Unterscheidungskriterien
3.2.2 Ausprägungen des demokratischen Systems
3.2.3 Ausprägungen des autokratischen Systems
3.3 Transformation als Prozess
3.3.1 Transformation – ein Wechsel oder ein Wandel des Systemtyps
3.3.2 Grund für eine Transformation: fehlende Stabilität
3.3.3 Die verschiedenen Phasen der Transformation im Überblick
3.3.4 Institutionalisierung: Reformen der staatlichen Institutionen
3.3.5 Konsolidierung: informelle und nicht-staatliche Institutionen
3.4 Begriffserklärungen rund um die Transformation
4 Forschungsmodell: Reformsequenz und Conditions
4.1 Forschungsidee: Ausgangsbedingungen als zusätzliche Erklärung
4.1.1 Einleitung: Reformsequenz als Erklärungsansatz
4.1.2 Zusätzlicher Erklärungsansatz: die Ausgangsbedingungen
4.2 Forschungsmodell
4.2.1 Von der Forschungsidee zum Forschungsmodell
4.2.2 Forschungsmodell
4.3 Die einzelnen Elemente des Forschungsmodells im Detail
4.3.1 Ausgangsbedingungen (die Conditions)
4.3.2 Reformsequenzen
4.3.3 Ergebnis der Transformation (der Outcome)
4.3.4 Zusammenfassung und Ergänzung des Forschungsmodells
4.4 Wahl der Conditions
4.4.1 Vorgehen
4.4.2 Nennung potentieller Conditions in der Literatur
4.4.3 Auswahl der Conditions aufgrund theoretischer Argumente
4.5 Zusammenfassung: das Forschungsmodell mit allen Details
III. Empirische Untersuchung
5 Untersuchungsanordnung
5.1 Hypothesen, Untersuchungsdesign und Geltungsbereich
5.1.1 Hypothesen
5.1.2 Art des Designs
5.1.3 Geltungsbereich
5.2 Konzeptspezifikation (Spezifizierung der Hypothesen)
5.2.1 Konzeptspezifikation der Conditions
5.2.2 Konzeptspezifikation des Outcomes
5.2.3 Konzeptspezifikation der Messzeitpunkte T1 und T3
5.2.4 Konzeptspezifikation der Reformen
5.2.5 Konzeptspezifikation der Reformsequenz
5.3 Operationalisierung
5.3.1 Allgemeine Informationen zu den Operationalisierungen
5.3.2 Operationalisierung der Conditions
5.3.3 Operationalisierung des Outcomes
5.3.4 Operationalisierung der Messzeitpunkte T1 und T3
5.3.5 Operationalisierung der Reformen
5.3.6 Operationalisierung der Reformsequenz
5.4 Fallauswahl
5.4.1 Kriterien der Fallauswahl
5.4.2 Fallauswahl
5.5 Methode der Datenauswertung
5.5.1 Wahl der Methode für die Datenauswertung
5.5.2 fsQCA – Grundidee und die wichtigsten Schritte der Analyse
6 Analyse mit fsQCA (Datenerhebung und Datenauswertung)
6.1 Datenerhebung
6.1.1 Quellen und Erhebungsverfahren
6.1.2 Allgemeines Vorgehen bei der Datenerhebung
6.2 Datenauswertung mit fsQCA
6.2.1 Einleitung
6.2.2 Auswertung nach dem Outcome „erfolgreiche Demokratisierung“
6.2.3 Auswertung nach dem Outcome „gescheiterte Demokratisierung“
6.2.4 Sensitivitätsanalyse
IV. Schlussfolgerungen
7 Diskussion der Analyse-Ergebnisse
7.1 Interpretation der Analyse-Ergebnisse
7.1.1 Generelle Interpretation der Analyse-Ergebnisse
7.1.2 Interpretation ausgewählter Fälle
7.2 Beantwortung der Forschungsfrage
7.3 Bedeutung der Resultate für die PoD
7.4 Ausblick
8 Zusammenfassung
V. Anhang
9 Anhang A: Detaillierte Übersicht über die Institutionen-Wahl
10 Anhang B: Übersicht über die potentiellen Conditions
11 Anhang C: Ausprägungen der Fallauswahl
12 Anhang D: Grund- und Rohdaten
13 Anhang E: Weitere Ergebnisse der fsQCA-Datenauswertungen
14 Anhang F: Ergebnisse der Sensitivitätsanalysen
15 Anhang G: Darstellung der drei Konstellationen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, in welcher Reihenfolge (Reformsequenz) Reformen am politischen System und am Wirtschaftssystem idealerweise umgesetzt werden sollten, um eine erfolgreiche Demokratisierung von Staaten zu begünstigen. Es wird argumentiert, dass der Erfolg einer Demokratisierung nicht nur von dieser Reihenfolge abhängt, sondern stark mit bestimmten Ausgangsbedingungen (wie sozioökonomischer Entwicklung, gesellschaftlichen Konflikten, pro-demokratischen Akteuren und Veto-Playern) interagiert, wobei 18 Transformationsprozesse mittels der Methode fsQCA empirisch analysiert werden.
Die offene Frage nach der idealen Reformstrategie
Dank intensiver Forschung und Debatte ist das Verständnis von Transformationen bzw. Demokratisierungen sowohl auf theoretischer wie auch empirischer Ebene heute ziemlich umfassend. Dennoch bestehen gerade im Bereich der praktischen Politikumsetzung bzw. -beratung zwecks Förderung von Demokratisierungen (Promotion of Democracy, PoD) noch viele Unsicherheiten und Unwägbarkeiten, die eine effiziente Unterstützung von in Transformation befindlichen Ländern hindern oder sogar verunmöglichen. Dies ist besonders schwerwiegend, da Transformationen tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Bürger und auf die regionalen und internationalen Beziehungen haben können.
Vor allem für Länder, in denen für eine erfolgreiche Demokratisierung sowohl ein Wechsel hin zu einer freien Marktwirtschaft als auch ein Wechsel hin zu einem demokratischen und rechtsstaatlichen politischen System stattfinden müssen, ist die Frage nach der idealen Reformsequenz (Reihenfolge der Reformen) zentral. Denn eine solche „doppelte“ Transformation ist entsprechend komplex und damit „fehleranfällig“. Aufgrund der Erfahrungen mit Westeuropa und Ostasien gingen dabei viele Experten bisher davon aus, dass die Einführung der freien Marktwirtschaft (Wirtschaft-Reformen) für eine erfolgreiche Demokratisierung zwingend vor den Reformen im politischen System (Demokratie-Reformen) kommen müsste.
I. Einleitung und Forschungsfrage: Einführung in das Thema der Demokratisierung, Definition der Forschungsfrage nach der idealen Reformsequenz und Erläuterung des methodischen Vorgehens mittels fsQCA.
II. Theorie: Herleitung einer allgemeinen Transformationstheorie sowie Entwicklung eines theoretischen Forschungsmodells zur systematischen Analyse von Reformsequenzen und Ausgangsbedingungen.
III. Empirische Untersuchung: Spezifizierung und Operationalisierung der Forschungsaspekte, Fallauswahl von 18 Transformationen sowie Durchführung der fsQCA-Analyse.
IV. Schlussfolgerungen: Diskussion der Analyse-Ergebnisse, Beantwortung der zentralen Forschungsfrage und Erörterung der Bedeutung der Resultate für die Praxis der Demokratieförderung.
V. Anhang: Detaillierte tabellarische Zusammenstellung der Institutionen, der Ausgangsbedingungen, der Fallausprägungen, der Rohdaten sowie weiterführende Analysedokumente.
Demokratisierung, Transformation, Reformsequenz, Marktwirtschaft, Ausgangsbedingungen, sozioökonomische Entwicklung, fsQCA, Politische Reformen, Wirtschaftsreformen, Veto-Player, Machtverteilung, Systemwechsel, Systemwandel, Regimewechsel, Politische Akteure.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren und Abfolgen von Reformen maßgeblich dafür sind, ob ein Transformationsprozess in einem Land erfolgreich in eine Demokratie mündet oder scheitert.
Die zentralen Themenfelder sind die Reihenfolge von Wirtschafts- und Demokratie-Reformen (Reformsequenz) sowie die Rolle von sozioökonomischen und politischen Ausgangsbedingungen in Transformationsprozessen.
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, in welcher Reihenfolge Reformen umgesetzt werden müssen, damit eine Demokratisierung erfolgreich verläuft, und dabei die Wechselwirkungen zwischen Reformsequenz und Bedingungen aufzuzeigen.
Zur empirischen Analyse von 18 Transformationsfällen wird die Methode fsQCA (fuzzy-set Qualitative Comparative Analysis) verwendet, da sie für die Untersuchung komplexer Kausalbeziehungen besonders geeignet ist.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Transformation und ein daraus abgeleitetes Forschungsmodell entwickelt, gefolgt von einer detaillierten empirischen Untersuchung mit der fsQCA-Methode.
Die Untersuchung wird maßgeblich durch die Begriffe Demokratisierung, Reformsequenz, sozioökonomische Ausgangsbedingungen und Kausalanalyse charakterisiert.
Veto-Player sind Akteure, die in der Lage sind, politische Prozesse zu blockieren oder zu verhindern. Die Abwesenheit solcher Akteure wird als förderliche Bedingung für eine erfolgreiche Demokratisierung identifiziert.
Diese Unterscheidung ist zentral, um zu differenzieren, ob sich der grundlegende Typ eines Gesellschaftssystems fundamental ändert (Systemwechsel/Demokratisierung) oder lediglich eine institutionelle Anpassung ohne Typänderung erfolgt (Systemwandel).
Die widersprüchlichen Fälle werden in der Diskussion explizit analysiert, da sie darauf hinweisen, dass die gefundenen Lösungsformeln zwar eine hohe, aber keine absolute Erklärungskraft besitzen und alternative Theorien oder Faktoren (wie strategische Fehler oder externe Einflüsse) eine Rolle spielen könnten.
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