Diplomarbeit, 2010
75 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Forschungsinteresse
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Begriffsdefinition von Integration
1.4 Zum Begriff der Wirtschafts- und Währungsunion
2. Die klassischen integrationstheoretischen Paradigmen
2.1 Integrationsprämissen
2.1.1 Allgemeine Integrationsprämissen
2.1.2 Europa-spezifische Integrationsprämissen
2.2 Realismus
2.3 (Neo-) Funktionalismus
2.4 Föderalismus
2.5 Intergouvernementalismus
3. Die Integrationsgeschichte bis zur Deutschen Wiedervereinigung
3.1 Historische Entwicklung bis zur Wiedervereinigung
3.1.1 Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl
3.1.2 Römischen Verträge
3.1.3 Fusionsvertrag der Europäischen Gemeinschaft
3.1.4 Werner Plan
3.1.5 Die Einheitliche Europäische Akte
3.1.6 Delors-Bericht und der Drei-Stufen-Plan
3.2 Stand der Europäischen Integration vor dem Vertrag von Maastricht
4. Der Prozess der Europäischen Integration am Beispiel der Währungsunion; vor dem Hintergrund der Deutschen Wiedervereinigung
4.1 Bedingungen der Siegermächte für die Deutsche Wiedervereinigung: Die Zwei-Plus-Vier Gespräche
4.2 Helmut Kohl und die Situation der Bundesrepublik Deutschland
4.3 Die Positionen der sonstigen EG-Länder
4.4 Auf dem Weg nach Maastricht: Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
5. Ausblick und Fazit
Die Arbeit untersucht die historische Entstehungsgeschichte der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) und analysiert, inwiefern die deutsche Wiedervereinigung als Katalysator für diesen Integrationsprozess fungierte. Dabei wird der Einfluss der politischen Ereignisse rund um die deutsche Einheit auf die europäische Integrationsdynamik erforscht.
1.1 Fragestellung und Forschungsinteresse
Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion zielte, neben der Einführung einer gemeinsamen Währung, darauf ab die jeweiligen nationalen Wirtschaftspolitiken zu koordinieren und endgültig zu einer Vollendung des einheitlichen europäischen Binnenmarktes zu gelangen. In meiner Diplomarbeit werde ich speziell auf die Entstehungsgeschichte der EWWU eingehen, um darstellen zu können in welchem Stadium sich der Planungsprozess eines gemeinsamen europäischen Währungsraumes zum Zeitpunkt der Deutschen Wiedervereinigung befand. In diesem Kontext ist die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich für meine Untersuchungen von besonderem Interesse, weil die Interaktion dieser beiden Nationen großen Einfluss auf den Werdegang der EWWU hatte. Dies wird insbesondere im historischen Abschnitt dieser Arbeit, sowie im Punkt 4.1 deutlich. Dabei nimmt die Deutsche Wiedervereinigung in meiner Arbeit eine zentrale Rolle ein, weil an Hand der politischen Ereignisse dieser Zeit untersucht werden soll, ob die Wiedervereinigung eine Katalysatorfunktion für den Integrationsprozess der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion hatte. An dieser Stelle muss deutlich festgehalten werden, dass ich in dieser Arbeit ausschließlich Ereignisse untersuchen und analysieren kann, welche tatsächlich stattgefunden haben. Eine spekulative Beantwortung der Frage „Was wäre, wenn die Wiedervereinigung nicht stattgefunden hätte?“ kann nicht Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit sein.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, definiert den Integrationsbegriff sowie die Wirtschafts- und Währungsunion und legt die Fragestellung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2. Die klassischen integrationstheoretischen Paradigmen: Es erfolgt eine theoretische Einbettung durch die Vorstellung von Realismus, (Neo-)Funktionalismus, Föderalismus und Intergouvernementalismus sowie eine Erläuterung der Integrationsprämissen.
3. Die Integrationsgeschichte bis zur Deutschen Wiedervereinigung: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Entwicklungsweg der europäischen Institutionen nach, beginnend bei der Montanunion bis hin zum Stand vor Maastricht.
4. Der Prozess der Europäischen Integration am Beispiel der Währungsunion; vor dem Hintergrund der Deutschen Wiedervereinigung: Hier wird der Einfluss der deutschen Wiedervereinigung, insbesondere der Zwei-Plus-Vier-Gespräche und der Positionen führender Akteure, auf den Integrationsprozess untersucht.
5. Ausblick und Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Rolle der Wiedervereinigung als Katalysator für die EWWU.
Europäische Integration, Wirtschafts- und Währungsunion, EWWU, Deutsche Wiedervereinigung, Zwei-Plus-Vier-Gespräche, Integrationstheorien, Neo-Funktionalismus, Föderalismus, Intergouvernementalismus, Europäische Gemeinschaft, Binnenmarkt, Vertrag von Maastricht, Helmut Kohl, Wirtschafts- und Währungspolitik.
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehungsgeschichte der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) und untersucht deren Entwicklung vor dem Hintergrund der deutschen Wiedervereinigung.
Zentrale Themen sind die Integrationstheorien, die historische Entwicklung der europäischen Institutionen und die politische Dynamik, die zur Schaffung der EWWU geführt hat.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob die deutsche Wiedervereinigung als Katalysator für den Prozess der europäischen Währungsintegration gewirkt hat.
Es handelt sich um eine interdisziplinäre Arbeit an der Schnittstelle von Wirtschafts-, Geschichts- und Politikwissenschaft, die theoretische Analysen mit der Aufarbeitung historischer Ereignisse verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Diskussion der Integrationsparadigmen, eine historische Analyse der europäischen Entwicklungsschritte und eine Untersuchung der spezifischen Auswirkungen der deutschen Einheit auf den Integrationsprozess.
Zu den prägenden Begriffen gehören Europäische Integration, Wirtschafts- und Währungsunion, Integrationsprämissen, der Prozess der deutschen Einheit sowie die Rolle der europäischen Akteure.
Der Delors-Bericht lieferte den entscheidenden Drei-Stufen-Plan, der konkrete Schritte zur Verwirklichung der EWWU vorgab und wesentliche Prinzipien wie Parallelität und Subsidiarität definierte.
Frankreich sah in der Einbindung eines vereinigten Deutschlands in die europäische Architektur eine notwendige Voraussetzung für Stabilität und drängte im Gegenzug auf eine Vertiefung der Integration, insbesondere der Währungsunion.
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