Diplomarbeit, 2008
151 Seiten, Note: 1
Vorwort
Einführung
1. Die katholische Kirche in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg
1.1 Die unmittelbaren Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf die katholische Kirche in Polen
1.2 Die polnische Kirche und der sozialistische Staat (1945 – 1950)
1.3 „Die Vereinbarung“ zwischen der katholischen Kirche in Polen und dem Staat (1950 – 1952)
1.4 Der Überlebenskampf der Kirche (1953 – 1956)
1.5 Die Tausendjahrfeier der Taufe Polens und das Zweite Vatikanische Konzil (1957 – 1971)
1.6 Neue kirchliche Organisation und die Zeit des Kräftemessens (1972 – 1989)
1.7 Die Kirche Polens und die Dritte Republik (1989 – 2000)
1.7.1 Rechtliche Stabilisierung und neue Herausforderungen für die katholische Kirche
1.7.2 Das Konkordat und der innerkirchliche Aufbruch
1.7.3 Neue Probleme und Herausforderungen
2. Wichtige gesellschaftspolitische und kirchliche Themen in den (Hirten-) Briefen der polnischen Bischöfe
2.1 Die Ehe
2.2 Der Schutz des ungeborenen Lebens
2.3 Die Erziehung der Kinder und der Jugend sowie der Religionsunterricht
2.4 Das Alkoholproblem
2.5 Das Verhältnis Kirche – Staat – Politik
2.6 Der Klerus
2.7 Die Ordensfrau
2.8 Die Frau als Ehefrau und Mutter
2.9 Heilige
2.9.1 Maria im Leben der polnischen Kirche
2.9.1.1 Maria, die Mutter aller
2.9.1.2 Maria, die Königin Polens
2.9.2 Andere polnische Heilige
2.9.2.1 Hl. Jacek Odrowąż [Hyazinthus] (ca. 1200 – 1257)
2.9.2.2 Hl. Stanisław Kostka (1550 – 1568)
2.9.2.3 Hl. Maksymilian Kolbe (1894 – 1941)
2.9.2.4 Hl. Jan von Kęty (1390 – 1473)
2.9.2.5 Hl. Maria Teresa Ledóchowska (1863 – 1922)
2.9.2.6 Hl. Stanisław von Krakau (+1079)
2.9.2.7 Hl. Kazimierz (1458 – 1484)
2.9.2.8 Hl. Andrzej Bobola (1591 – 1657)
2.9.2.9 Hl. Wojciech [Adalbert] (ca. 956 – 997)
2.9.2.10 Hl. Br. Albert Adam Chmielowski (1842 – 1902)
2.10 Das Zweite Vatikanische Konzil
2.11 Johannes Paul II.
3. Zusammenfassung
3.1 Zeittafel
4. Quellen- und Literaturverzeichnis
4.1 Gedruckte Quellen
4.2 Literatur
5. Anhang
5.1 Hirtenbriefe der polnischen Bischöfe 1945 – 2000
5.2 Text der „Vereinbarung“ vom 14. April 1950
5.3 Kurzbiographien
5.3.1 Adam Kardinal Sapieha (1867 - 1951)
5.3.2 Augustyn Kardinal Hlond (1881 – 1948)
5.3.3 Stefan Kardinal Wyszyński (1901 – 1981)
5.3.4 Józef Kardinal Glemp (* 1929)
5.3.5 Karol Kardinal Wojtyła / Johannes Paul II. (1920 – 2005)
5.4 Personenregister
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hirtenbriefe des polnischen Episkopats von 1945 bis 2000, um die gesellschaftspolitischen und kirchlichen Entwicklungen in Polen sowie das Verhältnis der Kirche zum kommunistischen Staat und der Dritten Republik darzustellen.
1.1 DIE UNMITTELBAREN AUSWIRKUNGEN DES ZWEITEN WELTKRIEGES AUF DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN POLEN
Nach dem Ersten Weltkrieg musste der neuentstandene polnische Staat mit vielen Problemen fertig werden. Wichtig war, dass zu dieser Zeit in Polen sehr große Minderheiten gab. Ca. 16% der Einwohner waren Ukrainer, 10% Juden, 5% Weißrussen, 4% Deutsche, je 1% waren Russen, Tschechen, Litauen und andere.
Der Zweite Weltkrieg war für Polen und vor allem für die jüdische Minderheit eine große Tragödie, die bis heute das gesellschaftliche, politische und kirchliche Leben Polens prägt. Im Januar 1940 haben die Nazis damit begonnen, die Juden systematisch zu unterdrücken. Zuerst hat man ihre Güter konfisziert. Im Herbst 1939 wurden die ersten Gettos in den größeren Städten eingerichtet. Im November 1940 haben die Nazis das Getto in Warszawa abgesperrt und so die jüdische Bevölkerung vom Zugang zu den lebensnotwendigen Gütern abgeschnitten. Die tägliche Lebensmittelration für die arbeitenden Juden wurde auf 184 kcal (sic!) reduziert. Infolge dieser Politik waren ca. 50% der Toten im Getto an Hunger gestorben. Der Lebensmittelmangel und die skandalösen hygienischen Zustände im Getto förderten auch die Verbreitung zahlreicher Krankheiten.
1. Die katholische Kirche in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg: Darstellung der historischen Entwicklung und der schwierigen politischen Bedingungen für die Kirche in Polen von 1945 bis 2000.
2. Wichtige gesellschaftspolitische und kirchliche Themen in den (Hirten-) Briefen der polnischen Bischöfe: Analyse der theologischen und pastoralen Stellungnahmen zu Ehe, Familie, Ethik und der Rolle von Heiligen und Klerus.
3. Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse bezüglich der Bedeutung der Hirtenbriefe als zeitgeschichtliches Zeugnis.
4. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und Sekundärliteratur.
5. Anhang: Bereitstellung ergänzender Dokumente, Kurzviten der Kardinäle und ein Personenregister.
Polen, Katholische Kirche, Hirtenbriefe, Episkopat, Kommunismus, 1945-2000, Ehe, Lebensschutz, Religionsunterricht, Johannes Paul II., Stefan Wyszyński, Caritas, Kirche und Staat, Kirchengeschichte, Religionsfreiheit
Die Arbeit analysiert die inhaltlichen Schwerpunkte und die kirchengeschichtliche Bedeutung der Hirtenbriefe des polnischen Episkopats im Zeitraum von 1945 bis 2000.
Neben der historischen Einordnung behandelt die Arbeit ethische Themen wie die Ehe, den Schutz des ungeborenen Lebens, das Alkoholproblem sowie die Erziehungsfrage und das politische Verhältnis zwischen Kirche und Staat.
Das Ziel ist es, den klerikalen Charakter der polnischen Kirche und das Misstrauen der Bischöfe gegenüber dem Staat in ihrem historischen Kontext verständlicher zu machen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse der polnischen Hirtenbriefe und ergänzender historischer Literatur, um ein valides Bild der kirchlichen Verkündigung in dieser Epoche zu zeichnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg und eine thematische Auswertung der Hirtenbriefe zu verschiedenen gesellschaftspolitischen und spirituellen Aspekten.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Säkularisierung, Religionsunterricht, Episkopat, kommunistische Zensur und kirchliche Identität charakterisiert.
Die Arbeit beleuchtet die Auseinandersetzung um die Caritas, die 1950 vom Staat übernommen wurde, und zeigt den kirchlichen Widerstand gegen diese staatliche Übergriffigkeit auf.
Der Papst wird in den Briefen fast immer als Leitfigur und Beispiel für das christliche Leben dargestellt, dessen Besuche in Polen für die Gläubigen von enormer Bedeutung waren.
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