Bachelorarbeit, 2010
72 Seiten, Note: 1,0
1 Audiovisuelle Sprachübertragung
1.1 Forschungsstand
1.2 Arten der audiovisuellen Übersetzung
1.3 Filmische Übersetzung aus der historischen Perspektive
1.4 Nachsynchronisation am Beispiel Deutschlands
1.5 Voice-over
1.5.1 Die Definition
1.5.2 Historische Aspekte des Voice-overs
1.5.3 Arten des Voice-overs
1.5.4 Vor- und Nachteile des Voice-overs
1.5.5 Formelle Aspekte des Voice-overs
1.5.6 Voice-over-Entstehungsprozess
2 Translatorische Aspekte des Voice-overs
2.1 Texttypen im Übersetzen – der Film in der Texttypologie
2.2 Informationskanäle in der filmischen Übersetzung
2.2.1 Das Zusammenspiel von Bild und Ton
2.2.2 Redundanz
2.3 Übersetzungsstrategien
2.4 Übersetzungsverfahren
2.4.1 Klassifikation der Übersetzungsverfahren
2.4.2 Übersetzungsverfahren bei der filmischen Übersetzung
3 Analyse des Filmes "Das Leben der anderen"
3.1 Inhalt des analysierten Filmes
3.2 Übersetzungsverfahren
3.2.1 Entlehnung
3.2.2 Ökonomie
3.2.2.1 Konzentration
3.2.2.2 Straffung
3.2.2.3 Verknappung
3.2.3 Erweiterung
3.2.3.1 Explizierung
3.2.3.2 Periphrase
3.2.4 Modulation
3.2.5 Äquivalenz
4 Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Voice-over als Verfahren der audiovisuellen Sprachübertragung, wobei der Fokus auf der Identifizierung und Kategorisierung spezifischer Übersetzungsverfahren anhand einer Korpusanalyse liegt. Ziel ist es, die häufig angewandten Techniken bei der polnischen Übersetzung des deutschen Films Das Leben der anderen zu beleuchten und so die theoretischen Ansätze der Translationswissenschaft mit der Praxis der filmischen Übersetzung zu verknüpfen.
1.5.1 Die Definition
Voice-over hat einen interdisziplinären Charakter – er gehört zum Bereich von Media- und Film-Studies sowie von Translationswissenschaft. „Der Begriff Voice-over kommt aus dem technischen Bereich und bezieht sich auf eine Tonspur, die eine andere Tonspur überlagert.“ (Martynovych, 2006/2007:3)
In Media- und Film-Studies bedeutet er „(...) any acousmatic or bodiless voices in a film that tell stories, provide commentary, or evoke the past“. Chion (1999: 49) Die sprechende Person - eine Figur oder ein Erzähler - ist im Bild nicht zu sehen. Dieser Kommentar wird sowohl in Filmproduktion für Kino und Fernsehen als auch im Rundfunk benutzt und sowohl bei Dokumentarprogrammen und Live-Sendungen als auch bei Werbungen oder Filmen.
Aus der translationswissenschaftlichen Sicht ist Voice-over ein Verfahren, in dem die Stimme, die Übersetzung in ZS anbietet, gleichzeitig mit der AS-Stimme gehört werden kann. Wenn es um die originale Tonspur geht, wird ihre Lautstärke reduziert, so dass sie im Hintergrund hörbar ist, wenn der Text vorgelesen wird. Außerdem hört der Zuschauer in der Regel den Beginn von originalen Aussagen und erst dann werden die Originalstimmen gesenkt. Die Übersetzung endet normalerweise einige Sekunden vor dem Original, was dem Zuschauer ermöglicht, das Ende der originalen Aussage in originaler Lautstärke zu hören. (vgl. Díaz-Cintas /Orero 2006: 477)
1 Audiovisuelle Sprachübertragung: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und die historische Entwicklung verschiedener filmischer Übersetzungsformen wie Dubbing und Voice-over.
2 Translatorische Aspekte des Voice-overs: Hier werden die theoretischen Grundlagen erörtert, insbesondere das Zusammenspiel von Bild und Ton sowie die Klassifikation von Übersetzungsstrategien und -verfahren.
3 Analyse des Filmes "Das Leben der anderen": Dieses Kapitel widmet sich der praktischen Anwendung der Theorie durch eine detaillierte Untersuchung der in der polnischen Voice-over-Version des Films angewandten Übersetzungsverfahren.
4 Schlussfolgerungen: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus der Korpusanalyse, insbesondere zur Bedeutung der Ökonomie und der verschiedenen Techniken der Textanpassung.
Voice-over, audiovisuelle Übersetzung, Filmübersetzung, Translation, Übersetzungsstrategie, Übersetzungsverfahren, Das Leben der anderen, Korpusanalyse, Bild und Ton, Redundanz, Ökonomie, Entlehnung, Modulation, Äquivalenz, Translationswissenschaft.
Die Arbeit untersucht das Voice-over-Verfahren im Kontext der audiovisuellen Übersetzung, wobei der Schwerpunkt auf der Anwendung verschiedener Übersetzungstechniken liegt.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der filmischen Sprachübertragung, die Spezifik des Voice-overs in Osteuropa sowie die Analyse von Übersetzungsentscheidungen anhand eines Filmkorpus.
Das Ziel ist es, die Lücke in der wissenschaftlichen Literatur zum Thema Voice-over zu schließen und systematisch zu untersuchen, welche Verfahren in der Praxis angewandt werden, um einen Film für das Zielpublikum verständlich und ansprechend zu gestalten.
Die Autorin verwendet eine Korpusanalyse des deutschen Films "Das Leben der anderen" im Vergleich zur polnischen Voice-over-Version, um spezifische Übersetzungsentscheidungen und -verfahren empirisch nachzuweisen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte der Übersetzung, eine Analyse der Informationskanäle im Film und eine detaillierte Auswertung konkreter Beispiele aus dem Filmkorpus, unterteilt in Verfahren wie Entlehnung, Ökonomie und Erweiterung.
Die zentralen Begriffe umfassen Voice-over, audiovisuelle Übersetzung, Übersetzungsverfahren, Translation und die spezifische Korpusanalyse anhand des Films "Das Leben der anderen".
Da das Voice-over oft mit dem Originalton synchronisiert werden muss, zwingt der Zeitfaktor den Übersetzer zur Textkürzung und Straffung, um die inhaltliche Kohärenz beizubehalten.
Während die Synchronisation eine Lippensynchronität anstrebt, ist das Voice-over technisch weniger anspruchsvoll und bewahrt den Originalton im Hintergrund, was es in vielen ost- und mitteleuropäischen Ländern zu einer kosteneffizienten und beliebten Lösung macht.
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