Masterarbeit, 2024
58 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Methode der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen – Der Einfluss von Denkweisen auf das Lernen
2.1 Definition des Lernbegriffs
2.2 Implizite Theorien – zwei Denkweisen im Vergleich
2.2.1 Fixed vs. Growth Mindset
2.2.2 Entstehung und Stabilität impliziter Theorien
2.2.3 Mechanismen impliziter Theorien
3 Bildungstheoretische und fachdidaktische Perspektive auf das Growth Mindset
3.1 Eignung und Relevanz des Growth Mindsets im LER-Unterricht
3.2 Chancen und Grenzen der gegenwärtigen Anwendung
4 Das Growth Mindset – Ein Unterrichtsprojekt für den LER-Unterricht
4.1 Ziele des Unterrichtsprojekts
4.2 Didaktische Grundlagen
4.3 Rahmenbedingungen
4.4 Struktur und Verlauf des Projekts
4.5 Kritische Betrachtung im Hinblick auf eine realistische Umsetzung
5 Fazit
6 Quellen- und Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept des Growth Mindsets effektiv als Lerngegenstand in den LER-Unterricht integriert werden kann, um Schülern den Umgang mit Herausforderungen und Misserfolgen zu erleichtern. Dabei wird ein Unterrichtsprojekt entworfen, das theoretische Grundlagen mit praktischen Anwendungen verbindet.
2.2.1 Fixed vs. Growth Mindset
Nachdem zuvor die konstruktivistische Lerntheorie näher beschrieben, der Lernbegriff aus Sicht des Konstruktivismus definiert und Folgerungen für die pädagogische Praxis abgeleitet wurden, soll nun ausgehend von der Lerntheorie des Konstruktivismus die Mindset-Theorie betrachtet werden. In diesem Zusammenhang werden die beiden Denkweisen Fixed Mindset und Growth Mindset einander gegenübergestellt und geklärt, da sie unterschiedliche Sichtweisen auf Herausforderungen, Fehler und Anstrengung im Lernprozess repräsentieren.
Lernen aus konstruktivistischer Sicht kontextualisiert die Mindset-Theorie. Zwischen den zwei konträren Denkweisen und der zugrundeliegenden Lerntheorie lassen sich klare Parallelen ziehen.
In einer nach immer mehr Innovation und Perfektionismus strebenden Welt wurde THOMAS EDISON seiner Zeit als der „»Erfinder des Jahrhunderts«“ (Meyer, 2011, S. 42) bekannt. Bereits in seiner Kindheit trieb seine Neugierde ihn dazu, die Scheune seines Vaters den Flammen zu überlassen, nur um zu sehen, was passiert. Dieses schon frühzeitig einsetzende experimentelle Denken war ihm auf seinem Weg zum Ruhm als Erfinder der Glühbirne ein ständiger Begleiter. Obwohl er nicht der erste war, „der sich an der Konstruktion einer Glühbirne versuchte“ (ebd., S. 43), war er dennoch der Hartnäckigste. Bis zur Fertigstellung der Glühbirne musste EDISON mehr als 9.000 Experimente durchführen. Dabei verfolgte er „eine einfache Philosophie: »Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen«“ (ebd., S. 44).
„»Ich bin nicht gescheitert […], ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionierten«“ (Thomas Edison, zit. nach Meyer, 2011, S. 42f.).
THOMAS EDISONS Ansatz, Misserfolge als festen Bestandteil des Lernprozesses zu akzeptieren und daraus zu lernen, eröffnet eine komplexe Perspektive.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Growth Mindset ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich dessen Integration in den LER-Unterricht.
2 Theoretische Grundlagen – Der Einfluss von Denkweisen auf das Lernen: Es wird der konstruktivistische Lernbegriff erläutert und die Mindset-Theorie nach Dweck als theoretischer Rahmen fundiert.
3 Bildungstheoretische und fachdidaktische Perspektive auf das Growth Mindset: Die Eignung des Konzepts für das Fach LER wird unter Berücksichtigung des OECD-Lernkompasses geprüft und Chancen sowie Grenzen aktueller Materialien aufgezeigt.
4 Das Growth Mindset – Ein Unterrichtsprojekt für den LER-Unterricht: Ein konkretes Unterrichtskonzept bestehend aus einem Workshop und einem Tagebuch wird vorgestellt und didaktisch begründet.
5 Fazit: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse und betont die Notwendigkeit systemischer Veränderungen für eine nachhaltige Implementierung.
6 Quellen- und Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Growth Mindset, Fixed Mindset, LER-Unterricht, Konstruktivismus, Lernbegriff, Unterrichtsprojekt, 6-Minuten Tagebuch, Selbstreflexion, Fehlerkultur, Lernmotivation, Bildungstheorie, Fachdidaktik, OECD-Lernkompass, implizite Theorien.
Die Arbeit setzt sich kritisch mit dem Growth Mindset im schulischen Kontext auseinander und entwickelt ein spezifisches Unterrichtskonzept für das Fach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER).
Die Arbeit verbindet konstruktivistische Lerntheorien mit der psychologischen Mindset-Forschung und der fachdidaktischen Praxis im LER-Unterricht.
Das Ziel ist es, eine funktionalere und nachhaltigere Implementierung des Growth Mindsets zu entwickeln, als dies bei aktuell verfügbaren, meist oberflächlichen Materialien der Fall ist.
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse sowie eine didaktische Konzeption, um die Eignung des Growth Mindsets für den LER-Unterricht zu prüfen und ein konkretes, realitätsnahes Projekt zu entwerfen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Lernens und der Mindset-Theorie, eine bildungstheoretische Einordnung im LER-Fach sowie die detaillierte Planung und Reflexion eines zweiteiligen Unterrichtsprojekts.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Growth Mindset, LER-Unterricht, Konstruktivismus, Selbstreflexion und Fehlerkultur.
Das Fach LER fokussiert auf jugendrelevante Grundsatzfragen und die Entwicklung der eigenen Identität, womit es Schnittstellen bietet, um Fehler und Herausforderungen als Lernchancen zu begreifen.
Das Tagebuch dient als zentrales Instrument der Anwendungsphase, um Schülern durch wöchentliche Reflexion über einen längeren Zeitraum hinweg eine Routine zur bewussten Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernprozess zu ermöglichen.
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