Forschungsarbeit, 2009
33 Seiten, Note: 1.3
1. Einführung in die Thematik
2. Theoretischer Rahmen des Werkstattunterrichts
3. Handlungsspielräume von Schülerinnen und Schülern im Werkstattunterricht
3.1 Vorstellung der Rahmenbedingungen des Werkstattunterrichts
3.2 Prozessverlauf der Praxisphase
3.3 Handlungsspielräume von Schülerinnen und Schülern im Werkstattunterricht am Beispiel des Umgangs mit dem Werkstattplan, den schriftlichen Arbeitsanweisungen und der Zeiteinteilung
3.3.1 Der Umgang mit dem Werkstattplan
3.3.2 Der Umgang mit der schriftlichen Arbeitsanweisung
3.3.3 Der Umgang mit Zeit
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer Fallstudie, wie Schülerinnen und Schüler im Werkstattunterricht individuelle Handlungsspielräume wahrnehmen und nutzen. Dabei liegt der Fokus insbesondere darauf, wie unterschiedliche Arbeitsweisen bei der Bewältigung des Werkstattplans, dem Umgang mit schriftlichen Arbeitsanweisungen und der persönlichen Zeiteinteilung entstehen und welche Bedeutung diese für die Selbstständigkeit der Lernenden haben.
1. Einführung in die Thematik
Gegenstand der Fallstudie sind die Handlungsspielräume von Schülerinnen und Schülern im Werkstattunterricht. Dabei liegen die Schwerpunkte auf dem Umgang mit dem Werkstattplan, der schriftlichen Arbeitsanweisung an sich und deren Verständnis und dem Arbeitsverhalten, bzw. dem Umgang mit Zeit der SchülerInnen.
Die Fallstudie ist im Rahmen des Seminars Offene Unterrichtsformen in der Grundschule zu sehen und soll auf der Basis einer selbst geplanten und durchgeführten Werkstatt entstehen. Die der Fallstudie vorrangegangene Praxisphase fand in einer 4. Klasse einer Grundschule in Bielefeld statt.
Ein Hauptziel des Werkstattkonzepts stellt die angestrebte Selbständigkeit und Eigenverantwortung der SchülerInnen dar. Bereits vor Beginn der Praxisphase interessierte mich, wie Kinder mit der Entscheidungsfreiheit, die der Werkstattunterricht bietet, umgehen. Dementsprechend setzte ich meine Beobachtungen an.
Während der Praxisphase beobachtete ich verschiedene Umgangsformen der SchülerInnen mit dem Werkstattplan, die unterschiedlichsten Reaktionen auf schriftliche Arbeitsanweisungen und viele Möglichkeiten, wie Kinder sich ihre Zeit einteilen. Diese drei Bereiche scheinen den SchülerInnen gewisse Handlungsspielräume zu bieten, die sie auf verschiedene Weise nutzen. Das Konzept des Werkstattunterrichts bietet an vielen Stellen Offenheit, jedoch konnten in diesen drei Bereichen auffällig viele Situationen beobachtet werden, sodass diese eine interessante Grundlage für die Fallstudie bieten.
1. Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel erläutert den Gegenstand der Fallstudie, die Zielsetzung der Untersuchung sowie die praxisorientierten Schwerpunkte der Beobachtung im Werkstattunterricht.
2. Theoretischer Rahmen des Werkstattunterrichts: Hier werden das Konzept des Werkstattunterrichts nach Reichen sowie die zugrunde liegende Beobachtungsmethode auf theoretischer Basis reflektiert.
3. Handlungsspielräume von Schülerinnen und Schülern im Werkstattunterricht: Dieses Hauptkapitel dokumentiert die Rahmenbedingungen der Praxisphase, den Verlauf und analysiert detailliert die drei zentralen Handlungsbereiche (Werkstattplan, Arbeitsanweisungen, Zeitmanagement).
4. Zusammenfassung: Das Fazit führt die Beobachtungen zusammen, bestätigt theoretische Ansätze und leitet Konsequenzen für die zukünftige Planung und Gestaltung von Werkstattangeboten ab.
Werkstattunterricht, Handlungsspielräume, Grundschule, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Werkstattplan, Arbeitsanweisungen, Zeitmanagement, Offener Unterricht, Qualitative Sozialforschung, Lernbegleiter, Teilnehmende Beobachtung, Arbeitsverhalten, Individualisierung, Fallstudie.
Die Arbeit ist eine Fallstudie, die untersucht, wie Schülerinnen und Schüler ihre Handlungsspielräume innerhalb einer im Unterricht durchgeführten Werkstatt nutzen und gestalten.
Die Studie konzentriert sich auf den Umgang mit dem Werkstattplan, die Nutzung schriftlicher Arbeitsanweisungen und das individuelle Zeitmanagement der Kinder.
Das Ziel ist es, das Arbeitsverhalten von Grundschulkindern in offenen Unterrichtsformen besser zu verstehen, um Möglichkeiten zur Stärkung der Selbständigkeit und Eigenverantwortung abzuleiten.
Es wird die Methode der teilnehmenden Beobachtung angewandt, um durch eine möglichst große Nähe zum Gegenstand die Innenperspektive der Alltagssituation im Unterricht zu erschließen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Rahmenbedingungen der 4. Klasse, den Prozessverlauf der Praxisphase und eine detaillierte Analyse der drei genannten Schwerpunkte anhand konkreter Fallbeispiele.
Die Arbeit verbindet Theorie zur offenen Unterrichtsgestaltung mit einer empirischen Beobachtung, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen Freiheit und notwendiger Struktur liegt.
Der Werkstattplan dient einigen Kindern als wichtige Orientierungshilfe, wirkt jedoch auf andere durch seine Komplexität eher demotivierend oder überfordernd.
Es zeigt sich, dass manche Schüler die Anleitung als notwendigen ersten Arbeitsschritt begreifen, während andere versuchen, das Lesen zu umgehen, um Zeit zu sparen oder aus Unsicherheit nachfragen.
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