Diplomarbeit, 2010
80 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1 SOZIOLOGISCHER WERTBEGRIFF
1.2 BEGRIFF DER POSTMODERNE
2. WERTEWANDEL IN DER POSTMODERNEN GESELLSCHAFT
2.1 EXKURS IN DIE GESCHICHTE
2.2 MENTALITÄT UND ZEITGEIST
2.3 ORIENTIERUNGSPROBLEME
2.4 DER INDIVIDUALISIERUNGSPROZESS
2.5 VERLANGEN NACH ABENTEUER UND AUFREGUNG
2.6 NEUE SCHAM- UND DESENSIBILISIERUNGSSTANDARDS
3. URSACHEN DES WERTEWANDELS
3.1 VERÄNDERUNG DER NATÜRLICHEN LEBENSBEDINGUNGEN
3.2 EINFLÜSSE DES DENKENS UND WISSENS
3.3 TECHNISCHER FORTSCHRITT; WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG UND STEIGERUNG DES WOHLSTANDES
3.4 PROZESSE DER GESELLSCHAFTLICHEN DIFFERENZIERUNG UND INTERPRETATION
3.5 WANDEL DER HERRSCHAFTSVERHÄLTNISSE
3.6 DIE SOZIALSTRUKTUR UND DER WOHLFAHRSSTAAT
3.7 GLOBALE PROZESSE
3.8 EINFLÜSSE DER SOZIALISATION
3.9 REDUKTION KOGNITIVER DISSONANZEN
4. INTIME LEBENSFORMEN IN DER POSTMODERNE
4.1 VERVIELFÄLTIGUNG DER BEZIEHUNGSFORMEN
4.2 SINKENDE ATTRAKTIVITÄT UND BEDEUTUNGSWANDEL DER INSTITUTION EHE UND FAMILIE
4.2.1 Normalisierung des Scheidung
4.3 SINGLE-DASEIN
4.4 MODERNE ALTERNATIVEN ZUR EHESCHLIESSUNG
4.4.1 Alleinwohnende
4.4.2 Living-apart-together: getrenntes Zusammenwohnen
4.4.3 Wohngemeinschaften
4.5 WERTEWANDEL IM BEZUG AUF DIE SEXUALITÄT
4.5.1 Enttraditionalisierung und Selbstbestimmung der Frauen
4.5.2 Modernisierung der Sexualität
4.5.3 Sexuell nichtexklusive Partnerschaften: Demokratisierung der Sexualität
4.5.4 Alte – neue Perversionen
5. SPÄTMODERNE BEZIEHUNGSWELTEN –STUDIE: RAPORT ÜBER PARTNERSCHAFT UND SEXUALITÄT IN DREI GENERATIONEN
5.1 EINLEITUNG ZUR STUDIE
5.2 ERGEBNISSE
5.2.1 Beziehungswandel im früherem, mittlerem und höherem Erwachsenenalter
5.3 ZUSAMMENFASSUNG DER STUDIE
6. AKTUELLE TENDENZEN
7. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht den soziokulturellen Wandel der Werte und deren Einfluss auf die intimen Lebensformen in der postmodernen Gesellschaft, wobei insbesondere die Transformation von Partnerschaft, Ehe und Sexualität im Fokus steht.
4.2. Sinkende Attraktivität und Bedeutungsverlust der Institution Ehe und Familie
Angesichts der Tatsache, dass die Reproduktion der Menschen in der Familie stattfand, bildete sich eine hohe Wertschätzung von Ehe und Familie, auch in Hinblick auf die moralischen Normen des sexuellen Verhaltens, das auf die Ehe eingeschränkt war. Die Zahl der außerehelichen Geburten konnte dadurch deutlich eingeschränkt werden. „Solange es keine sichere Methode der Empfängnisverhütung gab, waren Menschen gezwungen, ihre Sexualität auf die Ehe zu beschränken, weil durch uneheliche Geburten bedeutende Moralauffassungen und Normen verletzt wurden und schwerwiegende negative Sanktionen zu erwarten waren.“126 Die Ausbreitung der Verhütungsmittel in neuerer Zeit und vor allem die Entwicklung und Verbreitung der Pille seit den 60er-Jahren ermöglichten den Frauen in hoch entwickelten Gesellschaften die Verhinderung von unerwünschten Geburten. Die „Anti-Baby-Pille“ bedeutete einen Durchbruch in den hoch entwickelten Gesellschaften: Durch Verwendung dieser Methode konnte der vor- und außereheliche Geschlechtsverkehr ausgeübt werden, ohne unerwünschten Nachwuchs befürchten zu müssen.127 Durch den gestiegenen Wohlstand und die Herausbildung des Wohlfahrtstaates ist die Gefahr des Verhungerns nicht ehelicher Kinder überwunden worden. Dadurch kam es zu vermehrten Impulsen für eine Auflockerung strenger Moralauffassungen und Normen, die das sexuelle Verhalten auf die Ehe einschränkten. „Ehe und Familie einerseits und das Sexualverhalten andererseits wurden somit entkoppelt. Moralauffassungen und Normen, die die Sexualität auf die Ehe einschränkten, wurden schlagartig bis zu einem Grade funktionslos und erlitten in beschleunigtem Maße Akzeptanz- und Geltungseinbußen. Ihre verhaltenssteuernde Kraft nahm dementsprechend ab. Die Stabilität, Wertschätzung und Zukunftsfähigkeit von Ehe und Familie sind durch diesen abrupten Wandel zumindest erschüttert worden.“128
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema des Wertewandels und die soziokulturellen Veränderungen in der postmodernen Gesellschaft.
2. WERTEWANDEL IN DER POSTMODERNEN GESELLSCHAFT: Analyse der historischen Entwicklung und der mentalen Ursachen, die zu neuen Wertordnungen führen.
3. URSACHEN DES WERTEWANDELS: Untersuchung ökonomischer, technischer und sozialer Faktoren, die den Wandel von Werten begünstigen.
4. INTIME LEBENSFORMEN IN DER POSTMODERNE: Darstellung der Pluralisierung von Partnerschaft, Ehe und Sexualität im Kontext des Wertewandels.
5. SPÄTMODERNE BEZIEHUNGSWELTEN –STUDIE: RAPORT ÜBER PARTNERSCHAFT UND SEXUALITÄT IN DREI GENERATIONEN: Empirische Auswertung der Beziehungsbiografien über drei Generationen hinweg.
6. AKTUELLE TENDENZEN: Zusammenfassung moderner Entwicklungen wie der zunehmenden Individualisierung und der Entstehung postfamilialer Strukturen.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Betrachtung der Ergebnisse und Einordnung in den theoretischen Kontext.
Wertewandel, Postmoderne, Intime Lebensformen, Partnerschaft, Sexualität, Ehe, Individualisierung, Postmaterialismus, Familiensoziologie, Beziehungsbiografie, Sozialisation, Pluralisierung, Lebensstile, Anomie, Identität.
Die Diplomarbeit analysiert den soziokulturellen Wertewandel in westlichen Gesellschaften und dessen Auswirkungen auf private Lebensformen, insbesondere Ehe, Familie und Sexualität.
Zentrale Themen sind die Postmoderne, der Wandel von Normen und Werten, neue Beziehungsformen wie Alleinwohnen oder "Living-apart-together" sowie die Veränderung der Sexualmoral.
Das Ziel ist es zu verstehen, wie sich Wertorientierungen im Laufe der Zeit gewandelt haben und wie diese Veränderungen das heutige Zusammenleben von Menschen beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer Theorien sowie einer empirischen Studie zu Sexual- und Beziehungsbiografien dreier Generationen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachen des Wertewandels (z.B. Wohlstand, Globalisierung), die Analyse der intimen Lebensformen und die Vorstellung einer Drei-Generationen-Studie.
Schlüsselwörter sind unter anderem Wertewandel, Postmoderne, Individualisierung, Partnerschaft, Familie und Sexualität.
Die vorliberale Generation (geboren 1942) zeichnete sich durch traditionelle Normalbiografien (Heirat/Kinder) aus, während jüngere Generationen (geboren 1972) eine höhere Beziehungsfluktuation und Individualisierung aufweisen.
Die Autorin argumentiert gegen diese Annahme. Es findet eher ein Bedeutungswandel statt, bei dem die Qualität und Selbstbestimmung in der Partnerschaft stärker in den Fokus rücken.
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