Diplomarbeit, 2009
95 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Die Ursachen der Finanzmarktkrise
2.1 Die Auswirkungen auf Deutschland
3 Das Finanzmarktstabilisierungsgesetz
3.1 SoFFin – Gründe und Aufgaben
3.2 Der Aufbau des Fonds und Organe
3.3 Stabilisierungsmaßnahmen
3.3.1 Garantien
3.3.2 Rekapitalisierungen
3.3.3 Risikoübernahmen
3.4 Voraussetzungen und Auflagen für die Antragstellung
3.5 Aktuelle Inanspruchnahmen
3.5.1 Die Hypo Real Estate AG
3.5.2 Die Commerzbank AG
3.6 Kritik am SoFFin
3.6.1 Klage vor dem Bundesverfassungsgericht
4 Bad Bank als Alternative
4.1 Bad Bank-Modell für Privatbanken
4.2 Bad Bank-Modell für Landesbanken
4.3 Ein Beispiel zum Bad Bank-Gesetz
5 Die Bankenkrise in Großbritannien
5.1 Das Bankensystem in Großbritannien
5.2 Hintergrund und Entwicklung
5.3 Maßnahmen zur Bankenrettung in Großbritannien
5.3.1 Das erste Bankenrettungspaket
5.3.2 Das zweite Bankenrettungspaket
5.4 Beispiele
5.5 Vergleich zur Bankenrettung in Deutschland
6 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Darstellung der Finanzmarktstabilisierung in Deutschland sowie ein vergleichender Blick auf die Bankenrettungsmaßnahmen in Großbritannien. Die Forschungsfrage konzentriert sich dabei auf die Wirksamkeit staatlicher Eingriffe zur Stützung des Finanzsektors während der Krise.
3.3.1 Garantien
Im Rahmen des Finanzmarktstabilisierungsfonds können Garantieübernahmen in einem Umfang von 400 Milliarden Euro vergeben werden. Der Fonds kann bis 31. Dezember 2009 Garantien für „neu begebene Schuldtitel und begründete sonstige Verbindlichkeiten von Finanzunternehmen abgeben.“ Alle Verbindlichkeiten durften zunächst eine Laufzeit von 36 Monaten haben. Dies wurde jedoch inzwischen auf eine Laufzeit von bis zu 60 Monaten erhöht, so dass die Laufzeit der Garantien spätestens am 31. Dezember 2014 endet.
„Für die Gewährung von Garantien erhebt der Fonds einen individuellen Prozentsatz des garantierten Höchstbetrages, der das Ausfallrisiko abbildet, nebst einer Marge.“ Der Finanzmarktstabilisierungsfonds hat eine „marktübliche Avalprovision“ zu erheben. „Für Schuldtitel mit einer Laufzeit von 3 bis 12 Monaten soll die Avalprovision allgemein 0,5 Prozent betragen. Für Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten sollen hingegen institutsspezifische Gebühren erhoben werden, die sich an Marktzinssätzen für Credit Default Swaps orientieren und daher auch das jeweilige Ausfallrisiko abbilden.“
Unternehmen, die Garantien in Anspruch nehmen, haben für eine angemessene Eigenmittelausstattung zu sorgen. Die Höchstgrenze der Garantien orientiert sich an den Eigenmitteln des Finanzunternehmens inklusive der verbundenen Unternehmen.
Hiermit soll eine Möglichkeit geschaffen werden, den Interbankenmarkt wiederzubeleben, der nach der Pleite von „Lehmann Brothers“ zeitweise still stand. Weiterhin sollen die Kosten für kurzfristige Ausleihungen auf ein angemessenes Maß zurückgeführt werden. Es sollen zudem etwaige Liquiditätsprobleme von Unternehmen behoben werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die deutsche Bankenstruktur ein und begründet die Notwendigkeit des staatlichen Maßnahmenpakets zur Bewältigung der Vertrauenskrise im Finanzsektor.
2 Die Ursachen der Finanzmarktkrise: Das Kapitel erläutert die Entstehung der Subprime-Krise aus US-Immobilienkäufen und deren Übertragung auf internationale Märkte sowie Deutschland.
3 Das Finanzmarktstabilisierungsgesetz: Es folgt eine detaillierte Beschreibung des SoFFin, seiner Struktur, der eingesetzten Instrumente (Garantien, Rekapitalisierungen, Risikoübernahmen) sowie deren Anwendung bei HRE und Commerzbank.
4 Bad Bank als Alternative: Hier werden die gesetzlichen Modelle zur Auslagerung risikobehafteter Wertpapiere für Privat- und Landesbanken vorgestellt und kritisch beleuchtet.
5 Die Bankenkrise in Großbritannien: Dieses Kapitel stellt das britische Bankensystem, die dortigen Rettungsprogramme sowie spezifische Beispiele wie RBS und Lloyds Banking Group dar und vergleicht diese mit dem deutschen Vorgehen.
6 Fazit und Ausblick: Abschließend wird die Wirksamkeit der Rettungsmaßnahmen beurteilt und ein Ausblick auf die zukünftige Restrukturierung des Finanzsystems gegeben.
Finanzmarktkrise, Bankenrettung, SoFFin, Hypo Real Estate, Commerzbank, Garantien, Rekapitalisierung, Bad Bank, Risikoübernahme, Finanzmarktstabilisierungsgesetz, Großbritannien, Interbankenmarkt, Staatshilfen, Liquidität, Finanzstabilität
Die Arbeit analysiert die staatlichen Maßnahmen zur Stützung des deutschen Finanzsystems nach Ausbruch der Finanzkrise 2007/2008 und vergleicht diese mit den Rettungsbemühungen in Großbritannien.
Die Arbeit fokussiert sich auf das deutsche Finanzmarktstabilisierungsgesetz, die Funktionsweise des SoFFin, die Verwendung von Bad Banks und eine Gegenüberstellung der internationalen Bankenrettungsstrategien.
Ziel ist eine detaillierte Darstellung der Stabilisierungsinstrumente und deren Anwendung an Praxisbeispielen, um die Auswirkungen staatlicher Eingriffe auf betroffene Banken zu bewerten.
Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse durch, wertet Geschäftsberichte und offizielle Dokumente aus und verknüpft diese mit einer vergleichenden Analyse nationaler Rettungssysteme.
Den Kern bilden die detaillierte Aufarbeitung des SoFFin-Gesetzes, die Untersuchung konkreter Fälle wie der Hypo Real Estate AG und der Commerzbank AG sowie die Erläuterung des "Bad Bank"-Konzepts.
Wesentliche Begriffe sind Finanzmarktstabilisierung, Bankenrettung, SoFFin, systemrelevante Banken und nationale Rettungspakete.
Das Modell für Landesbanken ist weitergehend, da es die Länder als Eigentümer stärker in die Pflicht nimmt und eine stärkere Integration in die Abwicklungsanstalten der FMSA vorsieht.
Kritisiert wird vor allem die mangelnde parlamentarische Kontrolle durch das Finanzmarktgremium, da der Informationsfluss unzureichend ist und die Regierung Eingriffe von außen weitgehend vermeidet.
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