Bachelorarbeit, 2010
65 Seiten
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
2 Grundlagen der Public Diplomacy
3 Das Mediensystem
3.1 Entwicklung des Mediensystems
3.2 Die Informations- / Mediengesellschaft
3.3 Medienpolitik
4 Die Öffentlichkeit
4.1 Öffentlichkeit in der Mediengesellschaft
4.2 Wirkungsweisen der Öffentlichkeit als intermediäre Sphäre
4.3 Die politische Öffentlichkeit
4.4 Die öffentliche Meinung
5 Politische Kommunikation
5.1 Politische Kommunikation in der Mediengesellschaft
5.2 Internationale politische Kommunikation
5.3 Politainment
5.4 Die Rollen der Akteure innerhalb der Herstellung politischer Kommunikation
6 Der Karikaturenstreit – Grundlagen und Verlauf
7 Public Diplomacy – Theorien und Konzepte
8 Analyse des Karikaturenstreits im Kontext der Public Diplomacy
9 Fazit
Die Arbeit untersucht den tiefgreifenden Wandel von Medien- und Kommunikationsstrukturen in modernen Gesellschaften und dessen Auswirkungen auf die Möglichkeiten einer erfolgreichen Public Diplomacy. Ziel ist es, am Beispiel des deutsch-polnischen Karikaturenstreits aufzuzeigen, wie politische Akteure durch die bewusste Nutzung von Mediensystemen und politischer Kommunikation versuchen, öffentliche Meinungsbildungsprozesse strategisch zu beeinflussen.
3.1 Entwicklung des Mediensystems
Die grundlegenden Voraussetzungen für ein so ausdifferenziertes Medien- und Kommunikationssystem heutiger Prägung reichen sehr weit in die Geschichte der Menschheit zurück. Der Beginn kann auf die Erfindung des Schreibens im 4. Jahrtausend v. Chr. festgelegt werden. Dies ermöglichte es dem Menschen erstmals Informationen in verlässlicher Form zu speichern, zu entfernten Kulturen zu transportieren, oder sie, durch Weiterreichung an die Nachkommen, die Zeiten überdauern zu lassen.
Der nächste wichtige Schritt hin zu einem medienbasierten Kommunikation war mit der Erfindung des Druckwesen und der daraus resultierenden Herstellung und Vervielfältigung von Büchern gelungen. Aufgrund der großen Bedeutung dieser medialen Weiterentwicklung trägt die Neuzeit auch den Beinamen „Buchzeitalter“. Das Wissen der jeweiligen Zeit war nun also speicherbar und nicht auf mündliche Überlieferungen angewiesen. Der Mensch konnte sich nicht mehr leisten zu vergessen, die kulturellen Überlieferungen waren ja schließlich niedergeschrieben. Ein weiterer enormer Vorteil von Schrift und Druck war die allgemeine Zugänglichkeit des gespeicherten Wissens, welches durch die Erfindung der beweglichen Lettern erstmals eine massenhafte Verbreitung erlebte, die natürlich nicht mit den heutigen Massenmedien zu vergleichen ist, aber für die damaligen Verhältnisse hohe Reichweiten hatte.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Public Diplomacy ein und beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Medien für die Außenpolitik sowie die Relevanz des untersuchten Karikaturenstreits.
2 Grundlagen der Public Diplomacy: Hier werden die theoretischen Komponenten der Public Diplomacy definiert und ihre historische Einbettung in diplomatische Praktiken erläutert.
3 Das Mediensystem: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung des Mediensystems und analysiert die Struktur der heutigen Informations- und Mediengesellschaft sowie deren spezifische Medienpolitik.
4 Die Öffentlichkeit: Es wird die Rolle der Öffentlichkeit als intermediäre Sphäre und ihre Bedeutung für die politische Legitimation sowie die öffentliche Meinungsbildung im modernen Diskurs untersucht.
5 Politische Kommunikation: Dieses Kapitel analysiert das Zusammenspiel von Politik und Medien, insbesondere unter dem Aspekt des Politainments und der strategischen Rollenverteilung der Akteure.
6 Der Karikaturenstreit – Grundlagen und Verlauf: Eine detaillierte Darstellung des konkreten Konflikts zwischen Polen und Deutschland und dessen Einordnung in das zuvor beschriebene Medien- und Politumfeld.
7 Public Diplomacy – Theorien und Konzepte: Hier werden zentrale Theorien und Ansätze der Public Diplomacy dargelegt, insbesondere die "harte" und "weiche" Schule der Kommunikation.
8 Analyse des Karikaturenstreits im Kontext der Public Diplomacy: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit dem Fallbeispiel und untersucht die eingesetzten Strategien und deren Wirksamkeit.
9 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Analyse des Medienwandels für die Public Diplomacy und reflektiert die Chancen und Grenzen dieses außenpolitischen Instruments.
Public Diplomacy, Mediensystem, Politische Kommunikation, Mediengesellschaft, Öffentlichkeit, Öffentliche Meinung, Politainment, Karikaturenstreit, Medienpolitik, Soft Power, Strategische Kommunikation, Deutschland, Polen, Massenmedien, Journalismus
Die Arbeit analysiert den Einfluss moderner Medienstrukturen auf die Public Diplomacy und untersucht, wie politische Akteure diese Strukturen nutzen, um öffentliche Meinungsbildungsprozesse strategisch zu beeinflussen.
Die zentralen Themen umfassen den Wandel des Mediensystems, das Konzept der politischen Öffentlichkeit, die Dynamiken der politischen Kommunikation sowie Theorien der Public Diplomacy und deren praktische Anwendung.
Das primäre Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen von Public Diplomacy-Strategien in einer hochgradig medialisierten Gesellschaft aufzuzeigen, illustriert am Fallbeispiel des deutsch-polnischen Karikaturenstreits.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und einer daran anknüpfenden fallbezogenen Analyse des Karikaturenstreits im Kontext der Public Diplomacy.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung des Medien- und Öffentlichkeitswandels, die Darstellung des Politainments sowie eine detaillierte Analyse des Verlaufs und der medialen Dynamik des Karikaturenstreits zwischen Deutschland und Polen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Public Diplomacy, Mediensystem, politische Kommunikation, Öffentlichkeit, Politainment und Mediengesellschaft charakterisiert.
Der Streit eignet sich besonders gut, da er exemplarisch aufzeigt, wie satirische Darstellungen von Politikern durch Massenmedien politisch instrumentalisiert werden und welche Dynamiken der Skandalisierung dabei in Gang gesetzt werden können.
Die "weiche" Schule der Public Diplomacy, die auf kulturelle Kommunikation und wechselseitiges Verständnis abzielt, dient als Kontrast zur "harten" persuasiven Kommunikation und bildet einen wichtigen theoretischen Rahmen für die Analyse.
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