Bachelorarbeit, 2011
52 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Das Bedingungslose Grundeinkommen
2.1 Die deutsche Debatte
2.2 Das idealtypische Modell des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts
2.2.1 Grundannahmen
2.2.2 Finanzbedarf
2.2.2.1 Variante 1A
2.2.2.2 Variante 1B
2.2.2.3 Variante 2A und 2B
2.2.3 Finanzierung
2.2.3.1 Variante 1A und 1B
2.2.3.2 Variante 2A und 2B
2.2.4 Arbeitsmarkteffekte
2.2.4.1 Arbeitsangebot
2.2.4.2 Arbeitsnachfrage
2.2.5 Zwischenfazit
3. Das bisherige System der sozialen Sicherung: Sozialversicherung und Grundsicherung
3.1 Krankenversicherung
3.2 Unfallversicherung
3.3 Rentenversicherung
3.4 Arbeitslosenversicherung
3.5 Pflegeversicherung
3.6 Probleme der Sozialversicherung
3.6.1 Demografischer Wandel
3.6.2 Atypische Beschäftigungsverhältnisse
3.7 Grundsicherung
3.8 Zwischenfazit
4. Das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative?
4.1 Finanzierung
4.2 Demografischer Wandel
4.3 Atypische Beschäftigungsverhältnisse
4.4 Bedürftigkeitsprüfung und Verwaltungskosten
4.5 Arbeitsmarktreaktionen
4.6 Systemübergang
4.7 Existenzsicherung
4.8 Schlussfolgerungen
5. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) nach der Konzeption des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) eine tragfähige Alternative zum deutschen System der sozialen Sicherung darstellt oder ob ein Systemwechsel mit erheblichen finanziellen Verwerfungen einhergeht.
2.2.4.1 Arbeitsangebot
Um das Arbeitsangebot genauer betrachten zu können, müssen Differenzierungen vorgenommen werden. Es gibt nicht nur eine, sondern viele verschiedene Angebotsreaktionen, die sich zum Beispiel am Grad der Qualifikation orientieren. Im Modell des HWWI werden daher die Reaktionen von geringqualifizierten und höher qualifizierten Arbeitskräften verglichen.
Erstgenannte zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Niedriglohnbereich tätig sind und demnach nur ein niedriges monatliches Gesamteinkommen besitzen. Es ist anzunehmen, dass dieser Personenkreis bei Einführung eines BGE nicht mehr arbeiten würde, da der Staat für ein regelmäßiges Einkommen in gleicher oder sogar größerer Höhe sorgt. Die durchgeführte Simulation zeigt jedoch ein anderes Ergebnis. Zwar sinkt zunächst das Arbeitsangebot durch den Wegfall eines fiktiven Mindestlohns und die nunmehr flexiblen Löhne, aber dies weit weniger als gedacht. Vielmehr steigt die realisierte Beschäftigung an, denn durch die Konzeption des Bedingungslosen Grundeinkommens ist es der Fall, dass zusätzlich generiertes Einkommen nicht zu einer Verringerung des staatlichen Transfers führt. Es müssen lediglich die für alle geltenden Steuern bezahlt werden. Somit haben Geringqualifizierte die Möglichkeit, mit Hilfe des BGE ihr Einkommen deutlich aufzubessern. Nur wenige Arbeitskräfte, und damit deutlich weniger als angenommen, verzichten auf diese Möglichkeit und nutzen das Grundeinkommen als einzige Einkommensquelle.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des deutschen Sozialstaats, thematisiert aktuelle Herausforderungen wie den demografischen Wandel und stellt das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens als potenziellen Lösungsansatz vor.
2. Das Bedingungslose Grundeinkommen: Dieses Kapitel erläutert die Genese der Grundeinkommensdebatte und detailliert das idealtypische Modell des HWWI, inklusive Finanzierungsplänen mittels Flat Tax und Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
3. Das bisherige System der sozialen Sicherung: Sozialversicherung und Grundsicherung: Hier werden die fünf Säulen der deutschen Sozialversicherung sowie die Grundsicherung beschrieben und auf ihre aktuelle Krisenanfälligkeit durch demografischen Wandel und atypische Beschäftigungsverhältnisse hin analysiert.
4. Das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative?: Das Kapitel stellt das HWWI-Modell den Problemen des bestehenden Systems gegenüber, diskutiert die Vor- und Nachteile sowie die finanziellen und systemischen Konsequenzen eines Systemübergangs.
5. Ausblick: Der Ausblick identifiziert weiteren Forschungsbedarf, etwa bei der Verknüpfung von Grundeinkommen mit umweltpolitischen Zielen oder Gerechtigkeitstheorien, und reflektiert die politische Dynamik des Themas.
Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Sozialstaat, Sozialversicherung, Grundsicherung, Finanzierung, Flat Tax, demografischer Wandel, Arbeitsmarkt, Arbeitsangebot, Arbeitsnachfrage, soziokulturelles Existenzminimum, Systemwechsel, Kapitaldeckungsverfahren, HWWI
Die Arbeit untersucht, ob das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) – konkret das Modell des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) – als tragfähige Alternative zum gegenwärtigen deutschen System der sozialen Sicherung dienen kann.
Zentral sind die Finanzierung eines Grundeinkommens durch Flat-Tax-Modelle, die Stabilität des bestehenden Sozialversicherungs- und Grundsicherungssystems angesichts des demografischen Wandels sowie die möglichen Effekte auf den Arbeitsmarkt.
Ziel ist es zu beurteilen, ob der vorgeschlagene Systemwechsel das Sozialsystem tatsächlich zukunftsfähig macht oder ob er lediglich zu massiven Budgetverschiebungen ohne echte Lösung der zugrunde liegenden Probleme führt.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf der Auswertung bestehender ökonomischer Modelle (speziell des HWWI-Konzepts), statistischer Daten zu Sozialausgaben und demografischer Projektionen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des BGE-Modells, eine detaillierte Analyse der fünf Säulen der Sozialversicherung, eine kritische Diskussion der Finanzierungsaspekte sowie eine Untersuchung der systemischen Auswirkungen, wie beispielsweise den Übergang von einem Umlage- zu einem Kapitaldeckungsverfahren.
Wichtige Begriffe sind Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialversicherung, Grundsicherung, Flat Tax, demografischer Wandel, Arbeitsmarkteffekte und soziale Sicherung.
Der Autor stellt fest, dass das HWWI-Modell zwar positive Beschäftigungseffekte prognostiziert, warnt jedoch vor negativen Aspekten wie dem potenziellen Lohnrückgang in bestimmten Bereichen und der Unvorhersehbarkeit der individuellen Arbeitsmarktreaktionen.
Der Autor kritisiert insbesondere den radikalen Ansatz, den bestehenden Sozialstaat komplett durch das BGE ersetzen zu wollen, und bemängelt die Unsicherheit bezüglich der Rentenansprüche sowie die Vernachlässigung des sozialstaatlichen Marktwirtschaftsprinzips.
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