Fachbuch, 2011
106 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
Einleitung
I. Theoretischer Teil
1. Zum Begriff „Sprache“
1.1 Die Entstehung der Sprache
1.2 Zur Definition von „Sprache“
1.3 Sprache und Gesellschaft
1.4 Das Wort als lexikalische Einheit
2. Redewendungen als Bestandteil der Sprache
2.1. Definition fester Wortverbindungen
2.2. Einteilung von Redewendungen
2.3. Lernziele bei der Vermittlung landeskundlicher Themen in Verbindung mit Phraseologismen
2.4. Probleme bei der Arbeit mit Phraseologismen
2.5. Methodisch‐didaktische Umsetzungsmöglichkeiten von Redewendungen im FSU
3. Zum Begriff „Landeskunde“
3.1 Definition der Landeskunde und der Kulturkunde
3.1.1 Landeskunde im kommunikativen und interkulturellen Ansatz
3.2 Landeskunde im FSU
3.3 Landeskundliche Kompetenz im FSU
4. Zum Begriff „lexikalische Kompetenz“
4.1. Definition der Sprachkompetenz
4.2. Lexikalische Kompetenz
4.3. Die Rolle der lexikalischen Kompetenz beim Fremdsprachen‐lernen
4.4 Wortschatzarbeit und Bedeutungsvermittlung im FSU
II. Praktischer Teil
1. Die erste Unterrichtsstunde
2.1. Didaktisch‐methodische Vorüberlegungen
2.2 Ablaufskizze zur ersten Stunde
3. Die zweite Unterrichtsstunde
4. Die dritte Unterrichtsstunde
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und methodisch-didaktischen Möglichkeiten bei der Vermittlung von Redewendungen im Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF). Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Phraseologismen nicht nur zur Erweiterung der sprachlichen Fertigkeiten, sondern auch zur Förderung interkultureller Kompetenz und eines tieferen Verständnisses der Zielkultur genutzt werden können.
Die Entstehung der Sprache
„Über die Entstehung der Sprache wissen wir - streng genommen - nichts” (G. F. Meier, B. Meier, 1979: 17).
Im Jahre 2009 scheint das Problem zwar nicht gelöst, aber verschoben.
Florian Hildebrand (2009: 5) sagt: „Die Sprachwissenschaft: abgehängt. Die geisteswissenschaftliche Sprachwissenschaft hat sich aus der Suche nach dem Ursprung der Sprache heute dezent zurückgezogen. Was die Naturwissenschaften inzwischen - bei aller Vorläufigkeit - leisten, übersteigt alles, was die literarische Sprachforschung dazu beitragen könnte. Mehr als theoretische Ansätze, wie Sprache entstanden sein könnte, haben die Linguisten nicht. Beweise bleiben sie schuldig”.
Dabei gibt es eine solche Forschung seit mindestens zweieinhalb Jahrtausenden. Die Frage nach der „Ursprache” wurde nach Herodot schon von einem ägyptischen König gestellt und experimentell erforscht (vgl. Herodot, 1911: 2). Den wahrscheinlich ersten europäischen Beleg für eine wissenschaftliche Behandlung dessen, was Sprache ist oder bewerkstelligen soll – und in gewisser Weise auch wie sie entstanden ist – findet sich in dem „Kratylos“‐Dialog Platons. Er trägt sozusagen als Inhaltsangabe den Untertitel: ‚oder: Von der Richtigkeit der Benennungen‘. Die Gesprächspartner Kratylos und Hermogenes entwickeln unterschiedliche Auffassungen über „Benennungen“: Gibt es Benennungen von Natur aus oder gibt es sie durch Übereinkunft? Sokrates wird als eine Art philosophischer Schiedsrichter hinzugezogen.
Einleitung: Es wird die untrennbare Verbindung von Sprache und Kultur dargelegt und die Bedeutung interkultureller Kompetenz für den Fremdsprachenunterricht hervorgehoben.
Zum Begriff „Sprache“: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über Theorien zur Entstehung und Definition von Sprache von Platon bis hin zu modernen sprachwissenschaftlichen Ansätzen.
Redewendungen als Bestandteil der Sprache: Es erfolgt eine theoretische Einordnung und Systematisierung von Phraseologismen, inklusive der Probleme bei deren Definition und praktischen Behandlung im Unterricht.
Zum Begriff „Landeskunde“: Die Entwicklung landeskundlicher Konzepte von der kognitiven Landeskunde bis hin zum modernen interkulturellen Ansatz wird nachgezeichnet.
Zum Begriff „lexikalische Kompetenz“: Dieses Kapitel erläutert die sprachwissenschaftlichen Grundlagen der lexikalischen Kompetenz und deren Relevanz für den gezielten Wortschatzerwerb.
Praktischer Teil: Es werden konkrete Unterrichtsskizzen vorgestellt, die die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis für drei Unterrichtsstunden überführen.
Deutsch als Fremdsprache, DaF, Redewendungen, Phraseologie, Landeskunde, Interkulturelles Lernen, Lexikalische Kompetenz, Sprachdidaktik, Sprachursprung, Wortschatzarbeit, Kommunikative Kompetenz, Kulturkunde, Sprachvermittlung, Phraseologismen, Fremdsprachenunterricht
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und der praktischen, didaktischen Vermittlung von deutschen Redewendungen im Fremdsprachenunterricht.
Zu den Kernbereichen zählen die Sprachforschung, die Phraseologie, Konzepte der Landeskunde sowie Methoden der Wortschatzarbeit und interkulturelle Didaktik.
Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, wie Lehrer Redewendungen effektiv im Unterricht einsetzen können, um sowohl sprachliche Fertigkeiten als auch ein tieferes Verständnis für die Kultur des Zielsprachenlandes zu fördern.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse verschiedener sprach- und kulturwissenschaftlicher Theorien und deren Übertragung in didaktische Modelle.
Im Hauptteil werden der Begriff „Sprache“, die Definition von Phraseologismen, die historische Entwicklung landeskundlicher Ansätze sowie die Rolle lexikalischer Kompetenz analysiert.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Phraseologie, interkulturelle Kompetenz, Sprachdidaktik und landeskundliche Unterrichtsmodelle geprägt.
Diese Unterscheidung verdeutlicht den Wandel vom reinen Faktenwissen hin zur aktiven Auseinandersetzung mit der fremden Kultur und der Reflexion der eigenen Sichtweise.
Der Praxisteil bietet konkrete, in Phasen gegliederte Unterrichtsskizzen, die aufzeigen, wie Schüler Redewendungen identifizieren, deuten und im Alltagskontext anwenden lernen.
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