Magisterarbeit, 2007
86 Seiten, Note: 2,0
Die Arbeit analysiert Niklas Luhmanns Kritik an der traditionellen Subjektphilosophie und beleuchtet dabei insbesondere die Auswirkungen der systemtheoretischen Argumentation auf das Verständnis von Subjektivität, Interaktion und Sozialität. Sie untersucht, wie Luhmanns Kritik an der Subjektphilosophie zur Klärung der Frage beiträgt, wie die Interaktion von Individuen und Gesellschaften auf systemtheoretischer Grundlage begriffen werden kann.
Die Einleitung führt in die Thematik der Subjektkritik in der Systemtheorie ein und beleuchtet die historische Entwicklung des Subjektbegriffs. Das erste Kapitel behandelt die wichtigsten Aspekte der autopoietischen Systemtheorie und deren Kritik an der traditionellen Subjektphilosophie, insbesondere an Ontologie und Metaphysik. Das zweite Kapitel analysiert Luhmanns Kritik an der Phänomenologie Edmund Husserls, die als Beispiel für die "Treffsicherheit" systemtheoretischer Vorwürfe dient.
Das dritte Kapitel untersucht die Frage, ob Luhmann die von ihm selbst kritisierten Probleme durch seine systemtheoretischen Modifikationen und begrifflichen Verlagerungen tatsächlich überwindet. Es fokussiert dabei besonders auf die Problematik der Intersubjektivität und die Frage, ob sich ein Übergang vom psychischen zum sozialen System ohne eine implizite Annahme von Kommunikation und Teilhabe konstruieren lässt.
Die zentralen Schlüsselbegriffe dieser Arbeit sind Subjektphilosophie, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Edmund Husserl, Autopoiesis, Selbstreferenz, Intersubjektivität, Kommunikation, Sozialität, Ontologie, Metaphysik, Phänomenologie, Bewusstsein, Sinn.
Luhmann kritisiert die Fundierung des Subjekts in Ontologie und Metaphysik und ersetzt den Subjektbegriff durch die Unterscheidung von System und Umwelt.
Luhmann hält Intersubjektivität für eine Paradoxie. Er ersetzt sie durch den Begriff der „Interpenetration“ oder „strukturellen Kopplung“ zwischen Bewusstsein und Kommunikation.
Psychische Systeme (Bewusstsein) und soziale Systeme (Kommunikation) sind füreinander Umwelt. Sie sind operativ geschlossen, aber strukturell aneinander gekoppelt.
Husserls Phänomenologie dient als Beispiel für eine Subjektphilosophie, an der Luhmann seine Kritik festmacht, obwohl es interessante Parallelen in beiden Theoriegerüsten gibt.
Ein System, das sich selbst aus seinen eigenen Elementen produziert und erhält (z. B. Kommunikation produziert neue Kommunikation).
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