Bachelorarbeit, 2011
31 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Was ist ein Kibbuz?
2.1. Wesentliche Merkmale des Kibbuz
2.2. Abgrenzung des Kibbuz
3. Historische Entwicklung der Kibbuzim
3.1. Frühe Formen der Kibbuzim
3.2. Entstehung der spezifischen Ausprägung der Kibbuzim
4. Kibbuzim und Sozialismus
4.1. Zum theoretischen Konstrukt des Sozialismus
4.2. Zum real existierenden Sozialismus
5. Kibbuzim und Kommunismus
5.1. Zum theoretischen Konstrukt des Kommunismus
5.2. Zum Kommunismus in der Praxis
6. Kibbuzim und Marxismus
7. Kibbuzim und Zionismus
8. Kibbuzim und andere Ideologien
8.1. Soziale Demokratie
8.2. Kapitalismus
8.3. Liberalismus
8.4. Anarchismus
9. Zielsetzungen
9.1. Bestimmung der Ideologie
9.2. Systematisierung der Ziele
9.3. Erfolge und Misserfolge
10. Conclusio
11. Quellen
11.1. Monographien und Sammelwerke
11.2. Onlinequellen
Die Arbeit untersucht die ideologische Ausrichtung der Kibbuz-Bewegung zwischen 1909 und heute. Das primäre Ziel ist es, die Kibbuzim als sozioökonomisches Modell zu klassifizieren und ihre Entwicklung im Kontext verschiedener politischer Ideologien wie Sozialismus, Kommunismus, Marxismus und Zionismus zu analysieren.
2.1. Wesentliche Merkmale des Kibbuz
Zu Beginn des dritten Jahrtausends gab es in Israel 270 Kibbuzim, welche immerhin 4 % der jüdischen Bevölkerung beherbergten. (Vgl. Drechsler et al, 2003.: S.541) Um eine erste Klassifikation eines Kibbuz vorzunehmen, sind wir versucht, einen solchen als eine bestimmte Form einer Siedlung, die zunächst in Palästina, dann in Israel errichtet wurde, zu beschreiben, was, zumindest im deutschen Sprachgebrauch, nicht als vollkommen falsch eingestuft werden kann. Um aber Verwechslungen mit den israelischen, aufgrund des politischen Konfliktpotenzials bedeutsamen, Siedlungen in Gebieten wie dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen vorzubeugen – eine Problematik, auf welche im Folgenden noch genauer eingegangen wird - sollte dieser Begriff vermieden werden. Aus dem Hebräischen übersetzt bedeutet das Wort Kibbuz Versammlung (Vgl. Darin-Drabkin, 1967: S.15). In Anlehnung hierauf sowie in Bezug auf sozialistisches Gedankengut ist die passendste Beschreibung eines Kibbuz daher die eines Kollektivs. Hierauf aufbauend wird auch das wesentlichste Merkmal jener Komplexe deutlich: sie basieren auf der idealistischen Idee von Gleichheit und Gerechtigkeit sowie von einer gewissen Auflösung des Individuums (Vgl. ed.). In Protest gegen die pluralistische Differenzierung der damaligen Gesellschaft – Buber spricht von einer „atomizing society“ (1983: S.25) – und gegen die kapitalistische Revolution sollte ein kommunales Zusammenleben geschaffen werden, in der sich das Individuum eingebettet in eine Gemeinschaft wiederfinden würde. (ed.: S.26)
Damit verbunden ist eine ganz spezifische sozioökonomische Struktur. Kapitalistische Formen von Produktion und Konsum wären völlig inadäquat, da sie stets auf Entscheidungen, Zielen und Tätigkeiten des Einzelnen basieren. Stattdessen wollte man ein kooperatives System, welches auf einer Kollektivierung sämtlicher Formen der Produktion – also neben der Landwirtschaft auch der Industrie und des Handwerks – und der Konsumption basierte. Dies allerdings sollte auf rein freiwilliger Basis, dem Gemein- und dem Eigenwohl dienend, geschehen. (Vgl.: Kanovsky, 1966: S. 3)
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der ideologischen Einordnung der Kibbuzim und ihrer historischen Entwicklung vor.
2. Was ist ein Kibbuz?: Das Kapitel definiert den Kibbuz als kollektive Siedlungsform und grenzt ihn von anderen Siedlungstypen ab.
3. Historische Entwicklung der Kibbuzim: Hier wird der zeitliche Wandel von den frühen kollektiven Experimenten bis zur Etablierung spezifischer Organisationsstrukturen nachgezeichnet.
4. Kibbuzim und Sozialismus: Dieses Kapitel vergleicht das theoretische Konstrukt des Sozialismus mit der gelebten Realität in den Kibbuzim.
5. Kibbuzim und Kommunismus: Hier wird untersucht, inwieweit die theoretischen Ideale des Kommunismus und dessen Praxis mit der Kibbuz-Ideologie übereinstimmen.
6. Kibbuzim und Marxismus: Dieses Kapitel analysiert die Vereinbarkeit der Kibbuz-Praxis mit den zentralen Thesen von Karl Marx.
7. Kibbuzim und Zionismus: Hier wird die Rolle des Zionismus als prägendes Element für die Entstehung und Identität der Kibbuzim beleuchtet.
8. Kibbuzim und andere Ideologien: Dieses Kapitel untersucht Einflüsse von Sozialer Demokratie, Kapitalismus, Liberalismus und Anarchismus auf die Bewegung.
9. Zielsetzungen: Diese Zusammenfassung systematisiert die verschiedenen ideologischen Phasen und bewertet deren Erfolge und Misserfolge.
10. Conclusio: Die Conclusio reflektiert die Bedeutung der ideologischen Analyse für das Verständnis der Kibbuz-Bewegung.
11. Quellen: Auflistung der verwendeten Monographien, Sammelwerke und Onlinequellen.
Kibbuz, Ideologie, Zionismus, Sozialismus, Kommunismus, Marxismus, Anarchismus, Kollektivismus, Basisdemokratie, Kibbuznikim, Sozioökonomie, Israel, Gemeinschaftlichkeit, Privatisierung, Identitätskrise.
Die Arbeit analysiert die ideologische Ausrichtung der Kibbuz-Bewegung und untersucht, wie sich diese zwischen 1909 und der Gegenwart entwickelt hat.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Kibbuzim, ihre sozioökonomische Struktur sowie der Abgleich mit politischen Ideologien wie dem Sozialismus, Kommunismus und Zionismus.
Das Hauptziel ist es, die ideologische Verortung der Kibbuzim zu klassifizieren und zu klären, welche theoretischen Strömungen das Handeln der Kibbuznikim maßgeblich beeinflusst haben.
Die Arbeit basiert auf einer inhaltsanalytischen Lektüre wissenschaftlicher Literatur, bei der Definitionen mit den realen gesellschaftlichen und politischen Variablen des Kibbuz-Lebens abgeglichen werden.
Der Hauptteil widmet sich dem detaillierten Vergleich der Kibbuz-Prinzipien mit verschiedenen Ideologien (Sozialismus, Kommunismus, Marxismus, etc.) sowie einer systematischen Analyse der Ziele und deren Erreichungsgrad.
Wichtige Begriffe sind Kollektivismus, Basisdemokratie, ideologische Transformation, Zionismus und der sozioökonomische Wandel der Kibbuzim.
Die Autorin argumentiert, dass die Kibbuzim, insbesondere in ihrer Frühphase und aufgrund der Abwesenheit zentralistischer Machtstrukturen, als anarchistische Systeme im ursprünglichen Sinn betrachtet werden können.
Die Krisen resultieren aus dem Spannungsfeld zwischen der Bewahrung kollektivistischer Ideale und der notwendigen wirtschaftlichen Anpassung an neoliberale, globalisierte Marktstrukturen.
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