Fachbuch, 2010
101 Seiten
1 Vorwort
2 Werbeblatt zur Ausstellung
3 Fotoimpressionen – ein Rundgang durch die Ausstellung
4 Exponate der Ausstellung
4.1 Die Reformation in Frankreich (*1517)
4.2 Die Religionskriege (1562-1598)
4.3 Das Edikt von Nantes (1598)
4.4 Ludwig XIV. und die Aufhebung des Edikts von Nantes (1685)
4.5 Das Leben der verfolgten Kirche
4.6 Der Kampf um die zivilrechtliche Anerkennung der Protestanten in Frankreich
4.7 Das Leben im Exil
4.8 Hugenottennachkommen
4.9 Zitate der Bibel
4.10 Religionsfreiheit und Christenverfolgung heute
5 Kirchliche Predigt zum Ausstellungsende
8 Verfolgter Glaube – eine besondere Wanderausstellung
Die vorliegende Arbeit und der zugehörige Ausstellungskatalog zielen darauf ab, die Geschichte der Hugenotten von ihrer Entstehung im 16. Jahrhundert über ihre Verfolgung in Frankreich bis hin zur heutigen Situation verfolgter Christen weltweit aufzuzeigen und dabei die Bedeutung der Religionsfreiheit als Menschenrecht hervorzuheben.
Die Zeit vor der Bartholomäusnacht (1572)
Palissy wird 1510, ein Jahr nach Jean Calvin (1509-1564), in Saint-Avit (Südwestfrankreich) geboren. Nach einer gewissen Schulbildung wählt er einen Berufseinstieg als Glasmacher und Glasmaler, wird jedoch bald einmal Landvermesser, was ihm ein gutes Einkommen sichert. Ab 1539 wohnt Palissy in Saintes (Westfrankreich), heiratet und arbeitet hier als Handwerker und gefragter Künstler.
Nebst seinen beruflichen Fähigkeiten erweist sich Palissy als aufmerksamer Beobachter des Zeitgeschehens. Er erlebt und berichtet davon, wie Mönche anfangen, öffentlich gegen die katholische Kirche zu predigen, aber auch, wie sie dafür verfolgt werden. Um 1545/46 bekehrt sich Palissy selbst zum reformierten Glauben und wird Calvinist. Zusammen mit anderen gründet er in Saintes eine Gemeinde. Er ist hier Ältester und predigt gemeinsam mit einem ordinierten Pastoren. Als Palissy erlebt, wie Glaubensgeschwister um ihn herum inhaftiert und verbrannt werden, setzt er sich mutig vor Gericht für sie ein.
1 Vorwort: Der Autor erläutert die Aktualität des Themas der Christenverfolgung und schlägt die Brücke von der historischen Hugenottengeschichte zur heutigen Situation weltweit.
2 Werbeblatt zur Ausstellung: Diese Sektion dient als Ankündigung für die Ausstellung, inklusive organisatorischer Details und einer inhaltlichen Kurzbeschreibung.
3 Fotoimpressionen – ein Rundgang durch die Ausstellung: Dieser Abschnitt bietet visuelle Einblicke in die Exponate und die Gestaltung der Ausstellung.
4 Exponate der Ausstellung: Das Kernstück des Katalogs, das eine detaillierte chronologische und thematische Aufarbeitung der hugenottischen Geschichte anhand historischer Dokumente und Objekte präsentiert.
5 Kirchliche Predigt zum Ausstellungsende: Eine abschließende Predigt von Daniel Röthlisberger, die zum aktiven Einsatz für verfolgte Christen weltweit aufruft.
8 Verfolgter Glaube – eine besondere Wanderausstellung: Eine kurze Vorstellung der Konzeption und der Möglichkeiten zur Ausleihe dieser Wanderausstellung.
Hugenotten, Reformation, Frankreich, Religionskriege, Edikt von Nantes, Ludwig XIV., Christenverfolgung, Religionsfreiheit, Glaubensflüchtlinge, Geschichte, Barholomäusnacht, Bernard Palissy, Jean Marteilhe, Marie Durand, Menschenrechte.
Die Arbeit dokumentiert die Geschichte und Verfolgung der Hugenotten in Frankreich vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und verknüpft diese mit der heutigen, weltweiten Christenverfolgung.
Zentrale Themen sind die reformierte Kirche, die Auswirkungen staatlicher Unterdrückung auf Glaubensflüchtlinge, der Kampf um zivilrechtliche Anerkennung und die Bedeutung von Religionsfreiheit als Menschenrecht.
Das Ziel ist es, durch die historische Aufarbeitung Verständnis für das Leid verfolgter Christen zu wecken und zu solidarisches Handeln in der Gegenwart anzuregen.
Es handelt sich um eine historische Dokumentation mittels Ausstellungskatalog, die durch Quellenauswertung von Originaldokumenten, Briefen, Erlassen und ikonographischem Material erfolgt.
Der Hauptteil präsentiert eine Vielzahl von Exponaten, die chronologische Etappen – von der Reformation bis zur Französischen Revolution – detailliert beleuchten.
Hugenotten, Religionsfreiheit, Christenverfolgung, Frankreich, Reformation, Edikt von Nantes, Exil und Menschenrechte.
Bernard Palissy war ein bedeutender französischer Keramikkünstler und Naturwissenschaftler, dessen Leben als Hugenotte exemplarisch die Ambivalenz zwischen königlichem Schutz und religiöser Verfolgung aufzeigt.
Nach reformierter Auffassung ist die Hausgemeinde die kleinste Form der Kirche, was besonders während der Verfolgungszeiten eine zentrale Rolle für den Zusammenhalt und die Ausübung des Glaubens spielte.
Sie dient als visuelle Veranschaulichung der riesigen Anzahl von 200 Millionen verfolgten Christen, wobei ein Reiskorn als Symbol für einen verfolgten Menschen steht.
Marie Durand verbrachte 38 Jahre ihres Lebens in der Tour de Constance in Aigues-Mortes, weil sie sich weigerte, ihrem reformierten Glauben abzuschwören, was ihre unerschütterliche Standhaftigkeit unterstreicht.
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