Magisterarbeit, 2002
85 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Aufklärung
3. Warum werden Philosophen vergessen
3.1 Zeitgeist
3.2 Fehler bei Verlagen und Zitaten
3.3 Diskriminierung
3.4 Vernichtung und Verfolgung
3.5 Finanzierung
4. Wie findet man vergessene Philosophen
4.1 Bibliographien
4.2 Preisschriften
4.3 Universitätsabschlüsse
5. Gefundene Denker
5.1 Olympe de Gouges
5.2 Anton Joseph Dorsch
5.3 Johann Melchior Gottlieb Besecke
5.4 Lazarus Bendavid
5.5 Georg Wilhelm Block
5.6 Mary Astell
6. Kritische Betrachtung der vorgestellten Texte
6.1 Olympe de Gouges
6.2 Anton Joseph Dorsch
6.3 Johann Melchior Gottlieb Besecke
6.4 Lazarus Bendavid
6.5 Georg Wilhelm Block
6.6 Mary Astell
7. Bedeutung der vergessenen Denker
7.1 Bedeutung für andere philosophische Richtungen
7.2 Bedeutung der Aufklärung für die Emanzipation im 20. Jh.
7.3 Bedeutung der Aufklärung für die aktuelle Philosophie
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die vergessenen Philosophen der Aufklärungszeit zu identifizieren und deren Beitrag zur Philosophiegeschichte sichtbar zu machen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Faktoren dazu führen, dass Denker in Vergessenheit geraten, und welche Bedeutung diese heute für ein vollständiges Verständnis der Epoche sowie für aktuelle philosophische Diskurse besitzen.
3.1 Zeitgeist
Wie in jeder Zeit bleiben von einer Epoche am ehesten die Philosophen in Erinnerung, die sich mit dem Zeitgeist beschäftigen. Im 18. Jahrhundert war es für Aufklärer und Antiaufklärer am leichtesten ins Licht der Öffentlichkeit zu gelangen. Wer in seiner eigenen Zeit viel Beachtung erlangt, wird auch über die Epochengrenzen hinaus eine gewisse Prominenz behalten, da die prominenten Philosophen Erwähnung in vielen anderen Werken finden, und ihre eigenen öfter verkaufen. Das Werk eines Philosophen wie Kant, der seine Texte schon zu Lebzeiten in hoher Auflage veröffentlichen kann, wird eher und länger erhalten, als ein Werk, dass nur einmalig in kleiner Auflage erschienen ist.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit, für ein vollständiges Bild der Aufklärung auch abseits der "großen" Philosophen zu forschen.
2. Die Aufklärung: Dieser Abschnitt bietet einen historischen Überblick über die Epoche, ihre zentralen Ideen wie Vernunft und Liberalismus sowie die Einflüsse auf Politik und Gesellschaft.
3. Warum werden Philosophen vergessen: Hier werden Ursachen für das Vergessen von Denkern analysiert, darunter Zeitgeist, ungenaue Dokumentation, Diskriminierung und politische Verfolgung.
4. Wie findet man vergessene Philosophen: Das Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Recherche in historischen Quellen wie Bibliographien und Preisschriften.
5. Gefundene Denker: Es folgt eine Auflistung und biografische Darstellung von weniger bekannten Philosophen, ergänzt durch inhaltliche Zusammenfassungen ihrer Werke.
6. Kritische Betrachtung der vorgestellten Texte: In diesem Kapitel werden die ausgewählten Schriften der vorgestellten Denker inhaltlich diskutiert und philosophisch bewertet.
7. Bedeutung der vergessenen Denker: Das Fazit stellt die Bezüge zu modernen Strömungen, zur Emanzipationsgeschichte und zur Bedeutung der Aufklärung für die aktuelle Philosophie her.
Aufklärung, Vergessene Philosophen, Philosophiegeschichte, Zeitgeist, Erkenntnistheorie, Emanzipation, Vernunft, Wissenschaftsgeschichte, Lazarus Bendavid, Anton Joseph Dorsch, Olympe de Gouges, Frauenrechte, Philosophie, Ideengeschichte
Die Arbeit widmet sich der systematischen Erschließung von Philosophen der Aufklärungszeit, die in der gängigen Philosophiegeschichtsschreibung in Vergessenheit geraten sind.
Zu den Themenfeldern gehören die Ursachenforschung für das Vergessen von Denkern, die Frauenrechtsbewegung in der Aufklärung sowie erkenntnistheoretische und ethische Ansätze weniger bekannter Philosophen.
Das Ziel ist es, durch die Identifikation vergessener Denker ein umfassenderes Bild der Aufklärung zu zeichnen und zu belegen, dass diese Einflüsse auch heute noch relevant sind.
Die Autorin nutzt eine bibliographische Analyse historischer Werke, vergleicht diese mit etablierten Lexika und unterzieht die Texte einer inhaltlich-kritischen Textanalyse.
Im Hauptteil werden methodische Hürden bei der Recherche diskutiert und eine Auswahl an Denkern wie Olympe de Gouges, Anton Joseph Dorsch und Lazarus Bendavid detailliert porträtiert und analysiert.
Kernbegriffe sind Aufklärung, Philosophiegeschichte, Vernunft, Emanzipation und die kritische Auseinandersetzung mit der Rezeptionsgeschichte.
De Gouges wird als Beispiel für die Diskriminierung von Frauen in der Aufklärung angeführt, da sie trotz bedeutender politischer und rechtstheoretischer Beiträge oft nur in Nischenliteratur Erwähnung findet.
Die Arbeit schlussfolgert, dass die Aufklärung unsere heutige Gesellschaft maßgeblich geprägt hat und dass ein besseres Verständnis ihrer weniger bekannten Facetten helfen kann, aktuelle gesellschaftliche Probleme neu zu reflektieren.
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