Bachelorarbeit, 2010
58 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau
2. Wertschöpfung
3. Vergabe Weltmeisterschaft
3.1 Entscheidung
3.2 Kritik an Südafrika
4. FIFA
4.1 Geschichte
4.2 FIFA-Verbände
4.3 FIFA Kongress
4.4 Weltmeisterschaft
5. Südafrika
5.1 Geographie
5.2 Vergleich Deutschland
5.3 Politik
5.4 Tourismus
5.5 Probleme
6. Sponsoring
6.1 Allgemein
6.2 FIFA-Sponsoren-Konzept
6.3 Unternehmen
7. Sportartikelindustrie
7.1 Ausgangssituation
7.2 Überblick Ausrüster
8. Medien in Deutschland
8.1 Gesetzliche Vorgaben
8.2 Quoten
8.3 TV-Rechte
8.4 Werbung
8.4.1 Allgemein
8.4.2 RTL
8.4.3 ARD & ZDF
9. Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wertschöpfung rund um die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Branchen von diesem Großereignis profitieren, wobei die Forschungsfrage darauf fokussiert, welche Mechanismen zur Generierung von Finanzwerten in den Bereichen Sponsoring, Sportartikelindustrie und Medien zum Einsatz kommen.
3.1 Entscheidung
Nach dem dramatischen Ausgang bei der Vergabe der Fußball-WM 2006, welche Deutschland mit 12:11 Stimmen für sich entschieden hatte, wurde am 3. August 2000 für die WM ein Rotationsprinzip beschlossen, wonach Weltmeisterschaften im kontinentalen Wechsel zwischen den Ländern, der jeweiligen Kontinente beworben werden. Bei der Vergabe der WM sorgte das deutsche Satire-Magazin Titanic für sehr viel Diskussion.
Redakteure der Titanic schickten am Tag vor der Entscheidung schlecht gemachte Bestechungsfaxe an das Entscheidungskomitee. Aufgrund dieser Faxe enthielt sich bei Abstimmung der Neuseeländer Charles Dempsey. Er berief sich darauf, dass nicht die Faxe den Ausschlag gegeben hätten, sondern der öffentliche Druck bei einer solchen Entscheidung. Jedoch war Südafrika zur damaligen Zeit in keinster Weise konkurrenzfähig, man hätte es gerne gehabt, dass die erste WM auf afrikanischen Boden stattfindet. Jedoch war man in vielen Bereichen den Deutschen unterlegen. Deutschland verfügte über die entsprechenden Fußballarenen, die notwendige Infrastruktur und vor allem über ein gutes Sicherheitskonzept für die Fans und Spieler.
2010 wurde nun erstmals in der Geschichte des Fußballs die Weltmeisterschaft in Afrika ausgetragen, das stand schon vor der Wahl fest. Gegen die Konkurrenz aus Ägypten, Libyen, Tunesien und Marokko konnte sich diesmal Südafrika durchsetzen. 2006 scheiterte man schon knapp, nun war es ein offenes Geheimnis, dass Südafrika den Zuschlag erhält. Das Land war in der absoluten Favoritenrolle, man hatte wieder mehr Zeit um seine Bewerbung zu verbessern. Darüber hinaus war der Inspektionsbericht äußerst positiv.
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung der Weltmeisterschaft als Sportereignis, die Problemstellung der Vergabe an Südafrika sowie die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit.
2. Wertschöpfung: Definiert den Begriff der Wertschöpfung volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich und erläutert das Wertschöpfungsketten-Modell im Kontext der Rechtevermarktung.
3. Vergabe Weltmeisterschaft: Erläutert das Rotationsprinzip der FIFA, den Auswahlprozess zugunsten Südafrikas sowie die infrastrukturellen und sicherheitspolitischen Herausforderungen.
4. FIFA: Bietet einen Einblick in die Historie, die Struktur der Kontinentalverbände, die Funktionsweise des Kongresses und das Reglement des WM-Turniers.
5. Südafrika: Analysiert die geografischen Gegebenheiten, vergleicht sozioökonomische Kennzahlen mit Deutschland und beleuchtet politische sowie soziale Probleme des Landes.
6. Sponsoring: Untersucht die Bedeutung des Sportsponsorings, das neu strukturierte Sponsoren-Konzept der FIFA sowie das Phänomen des Ambush-Marketings.
7. Sportartikelindustrie: Behandelt den Wettstreit der Ausrüster Adidas, Nike und Puma und zeigt deren Marketingstrategien sowie die Bedeutung der Ausstattung der Nationalteams auf.
8. Medien in Deutschland: Beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen für Sponsoring im Rundfunk, die Entwicklung der TV-Quoten, den Erwerb von TV-Rechten und die Werbepreise bei verschiedenen Sendern.
9. Schlussfolgerung: Zieht ein Resümee über die finanziellen Aspekte der Weltmeisterschaft, die Rolle der FIFA und reflektiert kritisch über die Auswirkungen für das Gastgeberland.
Fußballweltmeisterschaft, Südafrika, Wertschöpfung, FIFA, Sportsponsoring, Medienrechte, Sportartikelindustrie, Ambush Marketing, TV-Quoten, Werbepreise, Infrastruktur, FIFA-Sponsoren-Konzept, Rundfunkstaatsvertrag, Vermarktung, Finanzwerte.
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Betrachtung der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika und analysiert, wie durch dieses sportliche Großevent finanzielle Erlöse generiert wurden.
Die zentralen Felder umfassen die Mechanismen der Wertschöpfung, das Sponsoringprogramm der FIFA, den Wettbewerb zwischen Sportartikelherstellern sowie die mediale Vermarktung über TV-Sender.
Das Ziel ist es, detailliert darzulegen, wie das Produkt „Fußballweltmeisterschaft“ von Unternehmen verschiedener Branchen genutzt wird, um finanzielle Profite zu erwirtschaften.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Datenanalyse, wobei aufgrund der Aktualität des Themas zum Zeitpunkt der Erstellung vorwiegend auf Internetquellen, Fachlexika und Marktdaten zurückgegriffen wurde.
Im Hauptteil werden die FIFA-Strukturen, die infrastrukturellen Voraussetzungen Südafrikas, die Sponsoring-Kategorien, die Marktstrategien von Ausrüstern sowie die Finanzierung und Vermarktung über deutsche TV-Medien analysiert.
Die zentralen Begriffe sind Fußballweltmeisterschaft, Wertschöpfung, FIFA, Sportsponsoring, Sportartikelindustrie, Medienrechte und Ambush Marketing.
Der Autor kritisiert die FIFA teilweise für ihre Vetternwirtschaft und die rigide Ausgrenzung einheimischer Kleinhändler, die durch das Verbot von Straßenhandel wirtschaftlich stark beeinträchtigt wurden.
Die Analyse zeigt, dass offizielle Sponsorengelder enorme Summen erreichen, jedoch nicht jedes Sponsoring-Engagement von der Bevölkerung als solches wahrgenommen wird, was oft zu Trittbrettfahrer-Effekten durch sogenannte "Ambush-Marketing"-Aktionen führt.
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