Bachelorarbeit, 2011
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Immigranten
2.2 Argentinier und Italiener
3. Geschichte der italienischen Migration nach Argentinien
3.1 Einwanderungswellen
3.1.1 1820 – 1913
3.1.2 1914 – 1946
3.1.3 1947 – 1960
3.2 Herkunft
3.3 Motive der Emigration
3.4 Integration und soziale Entwicklung
4. Der italienische Charakter Argentiniens
4.1 Institutionen
4.1.1 Italienische Organisationen
4.1.2 Hospital Italiano in Buenos Aires
4.2 Bildungseinrichtungen
4.3 Italienischsprachige Medien
4.4 Beziehungen zu Italien
4.5 Essgewohnheiten
4.6 Feste und Feiertage
4.7 Italienischstämmige Persönlichkeiten
5. Sprache
5.1 Soziolinguistische Situation des Italienischen im Großraum Buenos Aires
5.1.1 Sprachkompetenz der verschiedenen Generationen
5.1.2 Sprachgebrauch in den verschiedenen Generationen
5.1.3 Künftige Entwicklung des Italienischen
5.2 Argentinisches Spanisch
5.2.1 Einfluss des Italienischen auf das Spanische
5.2.2 Untersuchung des Diccionario etimológico del lunfardo auf die Einflussnahme des Italienischen auf den Lunfardo
5.2.2.1 Theorie
5.2.2.2 Wortbildungen im Lunfardo
5.2.2.3 Korpusanalyse
6. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die weitreichenden und prägenden Auswirkungen der italienischen Masseneinwanderung auf die argentinische Gesellschaft sowie deren kulturelles Erbe bis in die heutige Zeit. Im Fokus steht dabei die Analyse der Migrationsgeschichte, der soziolinguistischen Situation des Italienischen in Buenos Aires sowie der spezifische Einfluss auf das argentinische Spanisch und den Lunfardo.
3.1.1 1820 – 1913
Mit der Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1816 beendete Argentinien die Periode der spanischen Kolonialzeit. Argentinien existierte damals weder geographisch noch politisch in seiner gegenwärtigen Form, die erst 1880 zustande kam. Heute ist Argentinien das zweitgrößte Land Südamerikas und war auch schon früher durch seine enorme Fläche, aber ebenfalls durch seine geringe Bevölkerungsdichte gekennzeichnet. Die Kolonialherrschaft der Spanier trug kaum zum Bevölkerungswachstum bei. Noch im Jahr 1846 übertrafen Nachbarländer wie Peru, Chile, Bolivien und Brasilien mit siebenstelligen Einwohnerzahlen Argentinien um ein Vielfaches, welches nicht einmal 900.000 Einwohner erreichte (Sarramone 1999: 324). Schon sehr früh wohnten Italiener in Argentinien, aber erst ab 1820 setzte eine zahlenmäßig noch relativ unbedeutende Einwanderung im Vergleich zu der späteren Masseneinwanderung aus Italien ein – unter ihnen waren vorwiegend Korsen, Genuesen, Piemontesigen, Venetier und Friulaner aus dem Norden Italiens, sowie einige Neapolitaner aus dem Süden (Sarramone 1999: 324).
Große Teile der argentinischen Führungsriege waren davon überzeugt, dass nur durch eine zahlreiche Bevölkerung der wirtschaftliche Fortschritt angetrieben werden konnte. Es wurden fleißige und tugendhafte Einwanderer, vor allem aus dem Norden Europas, angeworben, von denen man sich versprach, dass sie das ökonomische Wachstum und die landwirtschaftliche Erschließung des Landes tatkräftig unterstützen würden. Südeuropäer, besonders aus Spanien und Italien hingegen, wurden als rückständig betrachtet und waren weniger erwünscht.
Am Anfang der Immigrationsbewegung waren etliche Intellektuelle und politisch Motivierte unter den Personen, die nach Argentinien ins Exil gingen, sowie Geschäftsleute aus Genua. Erst nach dem Sturz des Diktators Juan Manuel de Rosas im Jahr 1852 setzte die erste große Welle der Masseneinwanderung ein. Innerhalb von mehreren Jahrzehnten setzte sie Tausende Menschen in Bewegung und brachte große Veränderungen, sowohl in den Herkunfts- als auch in den Zielländern, mit sich.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der italienischen Masseneinwanderung für Argentinien ein und formuliert das Ziel, die Auswirkungen auf die Gesellschaft und Sprache zu untersuchen.
2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel klärt die Definition von Immigranten und die schwierige Abgrenzung der Nationalitäten im historischen Kontext der argentinischen Staatsbildung.
3. Geschichte der italienischen Migration nach Argentinien: Hier werden die drei großen Einwanderungswellen detailliert analysiert, ihre Beweggründe erörtert und die soziale Entwicklung der Immigranten beleuchtet.
4. Der italienische Charakter Argentiniens: Dieses Kapitel widmet sich dem Erbe der Italiener in Institutionen, Schulen, Medien, Beziehungen, Essgewohnheiten sowie der gesellschaftlichen Anerkennung durch Feste und Persönlichkeiten.
5. Sprache: Es erfolgt eine soziolinguistische Untersuchung zur Sprachkompetenz und Nutzung des Italienischen über drei Generationen sowie eine Analyse des Einflusses des Italienischen auf das argentinische Spanisch und den Lunfardo.
6. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert, dass trotz des Rückgangs der Sprachkompetenz der italienische Einfluss insbesondere in der Esskultur und dem argentinischen Spanisch dauerhaft verankert bleibt.
Italienische Einwanderung, Argentinien, Masseneinwanderung, italianidad, Kulturwirtschaft, Sprachkontakt, Lunfardo, Soziolinguistik, Gegenseitigkeitshilfe, Italienische Vereine, Argentinisches Spanisch, Integration, Migration, Identität, Zweisprachigkeit.
Die Arbeit untersucht den italienischen Einfluss auf die argentinische Gesellschaft und Sprache infolge der Masseneinwanderung.
Die Themen umfassen die Geschichte der Migration, die Integration, das kulturelle Leben durch Vereine, Bildung und Medien sowie sprachwissenschaftliche Aspekte wie den Lunfardo.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit die italienische Migration die heutige argentinische Identität und Sprache geprägt hat und wie sich diese Einflüsse über Generationen hinweg verändern.
Neben einer historischen Analyse wird eine soziolinguistische Auswertung von Daten (Enquête) sowie eine linguistische Korpusanalyse des Diccionario etimológico del lunfardo durchgeführt.
Der Hauptteil beleuchtet die drei Migrationswellen, die Rolle italienischer Organisationen, den Einfluss auf Essgewohnheiten und Feste sowie eine detaillierte Analyse der italienischen Einflüsse auf Sprache und Vokabular.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie italienische Migration, Argentinien, italianidad, Lunfardo, soziolinguistische Sprachkontakte und kulturelle Integration beschreiben.
Es ist ein historisches und bis heute bedeutendes Krankenhaus, das von italienischen Einwanderern gegründet wurde und als Symbol für die Integration und das Zusammengehörigkeitsgefühl der italienischen Gemeinschaft steht.
Der Lunfardo dient als linguistisches Beispiel für den Einfluss des Italienischen. Die Arbeit analysiert durch eine Korpusanalyse des Buchstaben B den Anteil italienischer Lehnwörter in dieser spezifischen Sprache.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

