Diplomarbeit, 2003
93 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Ansatz, Bewertung und Ausweis latenter Steuern
2.1 Grundzüge der Steuerabgrenzung nach SFAS no. 109
2.2 Konzept der temporary differences
2.2.1 Erfolgswirksam und erfolgsneutral entstandene Differenzen
2.2.2 Permanente Differenzen
2.2.3 Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen
2.3 Ansatz latenter Steuern
2.3.1 Aktive Steuerlatenzen zur Abgrenzung künftig steuermindernder Beträge und steuerlicher Verlustvorträge
2.3.2 Passive Steuerlatenzen zur Abgrenzung künftiger steuerbarer Beträge
2.4 Bewertung latenter Steuern
2.4.1 Maßgeblicher Steuersatz
2.4.2 Konzerndurchschnittssteuersatz
2.4.3 Wertberichtigung aktiver latenter Steuern
2.4.4 Diskontierung latenter Steuern
2.5 Ausweisvorschriften
2.5.1 Ausweis latenter Steuern in der Bilanz
2.5.2 Ausweis latenter Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung
2.5.3 Ausweis latenter Steuern im Anhang sowie Überleitungsrechung
3. Entstehungsursachen latenter Steuern und ihre bilanzielle Behandlung nach US-GAAP im Konzernabschlusses
3.1 Grundlagen für den befreienden Konzernabschlusses nach US-GAAP
3.2 Latente Steuern in der Handelsbilanz II
3.2.1 Anpassungsanforderungen aus der Übernahme der Steuerlatenzen aus den Einzelabschlüssen
3.2.2 Anpassungsanforderungen durch den konzerneinheitlichen Bilanzstichtag
3.2.3 Anpassungsanforderungen durch die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung
3.2.4 Anpassungsanforderungen durch die Währungsumrechung
3.3 Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen
3.3.1 Steuerabgrenzung bei der Kapitalkonsolidierung
3.3.1.1 Latente Steuern aus der erfolgsneutralen Aufdeckung stiller Reserven und Lasten
3.3.1.2 Latente Steuern auf den goodwill bzw. badwill
3.3.2 Steuerabgrenzung bei der Schuldenkonsolidierung
3.3.3 Steuerabgrenzung bei der Zwischenergebniseliminierung und der Aufwands- und Ertragskonsolidierung
3.4 Konzerninterne Gewinnausschüttungen
3.5 Konzerninterne Verlustverrechnung
3.6 Steuerlatenzen durch die Bewertung at equity bei assoziierten Unternehmen
4. Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung latenter Steuern im Konzernabschluss nach US-GAAP für Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Ziel ist es, die konzeptionellen Grundlagen der Steuerabgrenzung gemäß SFAS no. 109 darzulegen, auf den Konzernabschluss anzuwenden und die hierbei auftretenden Besonderheiten bei Konsolidierungsmaßnahmen kritisch zu untersuchen.
2.2.1 Erfolgswirksam und erfolgsneutral entstandene Differenzen
Zu den Differenzen, die sich bereits in ihrer Entstehungsperiode im Ergebnis erfolgswirksam niederschlagen, zählen auch die timing differences und die quasi permanente Differenzen. Timing differences entstehen, wenn Erfolgsbeiträge in Handels- und Steuerbilanz zwar in gleicher Höhe, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfasst werden, der Zeitpunkt der Auflösung ist genau vorhersehbar. Timing differences führen zu einem identischen Totalerfolg bezüglich des zu bilanzierenden Sachverhaltes nach Handels- und Steuerrecht. Das temporary Konzept umfasst das Konzept der timing differences und geht darüber hinaus.
Quasi- permanente Differenzen unterscheiden sich von den timing differences lediglich dadurch, dass ihre Auflösung zwar auch zeitlich begrenzt ist, jedoch nicht automatisch erfolgt, sondern von einer unternehmerischen Disposition wie z.B. der Veräußerung eines Wirtschaftsguts abhängt. Auch sie werden durch das Konzept der temporary differences erfasst. Dieses stellt also nicht auf eine automatische Umkehr der Differenzen als Abgrenzungsmerkmal ab. Die Bildung der quasi-permanente Differenzen ist von subjektiven Erwartungen hinsichtlich des Eintritts der dispositiven Entscheidungen abhängig.
Zu den temporary differences zählen auch die erfolgsneutral entstandenen Differenzen, sofern sie sich bei ihrer Auflösung erfolgswirksam auswirken. Sie rufen zwar in ihrer Entstehungsperiode keine unmittelbaren Steuerwirkungen hervor, allerdings müssen auch hier künftige Steuereffekte abgegrenzt werden. Ein Beispiel für eine erfolgsneutral entstandene Differenz ist z. B. die aufgrund einer erfolgsneutralen Neubewertung eines Vermögensgegenstandes in der Handelsbilanz entstandenen Steuerlatenz, die sich durch höhere Abschreibungen bzw. höheren Restbuchwert bei Veräußerung auswirkt oder auch die Höherbewertung von available for sale securities.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung internationaler Rechnungslegungsstandards wie US-GAAP für deutsche Unternehmen und definiert die Problemstellung der Steuerabgrenzung.
2. Ansatz, Bewertung und Ausweis latenter Steuern: Hier werden die zentralen Prinzipien des SFAS no. 109 zur Bilanzierung, Bewertung und zum Ausweis latenter Steuern sowie das Konzept der temporary differences eingehend erläutert.
3. Entstehungsursachen latenter Steuern und ihre bilanzielle Behandlung nach US-GAAP im Konzernabschlusses: In diesem Kapitel werden die theoretischen Erkenntnisse auf den Konzernabschluss übertragen und spezifische Konsolidierungsvorgänge sowie deren steuerliche Implikationen analysiert.
4. Thesenförmige Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung thesenförmig zusammen und bietet eine kritische Würdigung der Problematik.
US-GAAP, Latente Steuern, Steuerabgrenzung, SFAS no. 109, Temporary Differences, Konzernabschluss, Bilanzierung, Bewertung, Konsolidierung, Steuerlatenzen, Verlustvortrag, Goodwill, Temporary Concept, Deferred Tax, Steuerrecht
Die Arbeit behandelt die Bilanzierung und Abgrenzung latenter Steuern im Rahmen eines befreienden Konzernabschlusses nach US-GAAP für in Deutschland ansässige Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Konzept der temporary differences nach SFAS no. 109, den Ansatz- und Bewertungsregeln für aktive und passive latente Steuern sowie der Behandlung dieser Steuern bei verschiedenen Konzern-Konsolidierungsmaßnahmen.
Das Ziel ist die fundierte Darstellung der Regelungen des SFAS no. 109 und deren kritische Anwendung auf den Konzernabschluss, insbesondere um den Zusammenhang zwischen Handelsbilanz, Steuerbilanz und den resultierenden Steuerlatenzen zu verdeutlichen.
Es handelt sich um eine analytische Literaturstudie, die den US-amerikanischen Standard SFAS no. 109 auf Basis einschlägiger Fachliteratur und unter Einbeziehung des deutschen Steuerrechts kritisch würdigt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Prinzipien der Steuerabgrenzung nach SFAS no. 109 (Kapitel 2) und die spezialisierte Anwendung dieser Prinzipien auf den Konzernabschluss unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten (Kapitel 3).
Die zentralen Begriffe sind US-GAAP, Latente Steuern, Steuerabgrenzung, Temporary Differences, SFAS no. 109 und Konzernabschluss.
Quasi-permanente Differenzen werden durch das Konzept der temporary differences erfasst, wobei ihre Auflösung nicht automatisch erfolgt, sondern von unternehmerischen Entscheidungen (z.B. Veräußerung eines Wirtschaftsguts) abhängt.
Die Unterscheidung ist entscheidend für die Bewertung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern; bei unsicherem Verlustausgleich müssen zusätzliche Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzung erfüllt sein, was oft eine Bildung von valuation allowances nach sich zieht.
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