Bachelorarbeit, 2011
80 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
1.1 Einführung
1.2 Untersuchungsgegenstand
2 STEUERLICHE VERLUSTVORTRÄGE
2.1 Allgemeines
2.2 Restriktionen bei der Verlustnutzung
2.2.1 Mindestbesteuerung nach § 10d EStG
2.2.2 Untergang steuerlicher Verlustvorträge nach § 8c KStG
2.2.3 Verluste i.S.d. § 15a EStG
2.2.3.1 Grundfall des § 15a Abs. 1 Satz 1 EStG
2.2.3.2 Erweiterter Verlustausgleich des § 15a Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 EStG
2.2.3.3 Einlagenminderung i.S.d. § 15a Abs. 3 Satz 1 und 2 und Haftungsminderung nach Satz 3 und 4 EStG
2.3 Beschränkung der Verlustnutzung – eine kritische Betrachtung
3 LATENTE STEUERN
3.1 Das Konzept der latenten Steuern
3.1.1 Klassifizierung von Differenzen
3.1.2 Ansatz latenter Steuern
3.1.2.1 Aktive latente Steuern
3.1.2.2 Passive latente Steuern
3.1.3 Bewertung latenter Steuern
3.1.4 Ausweis latenter Steuern
4 DOKUMENTATION UND BEWERTUNG STEUERLICHER VERLUSTVORTRÄGE
4.1 Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge
4.2 Möglichkeiten zur Nutzung steuerlicher Verlustvorträge im Rahmen der aktiven Steuerabgrenzung
4.2.1 Verrechnung mit passiven latenten Steuern
4.2.2 Steuerplanungsrechnung
4.2.2.1 Das Konzept der steuerlichen Planungsrechnung
4.2.2.2 Das Wahrscheinlichkeitskriterium
4.2.2.3 Zielgrößen einer Steuerplanungsrechnung
4.2.2.3.1 Steuerliche Folgen der Umkehr einer bilanziellen Differenz im Hinblick auf künftig erwartete Steuerbe- und –entlastungen zur Abgrenzung temporärer und permanenter Differenzen
4.2.2.3.2 Steuerliche Ergebnisse des Planungszeitraums als Basis für die Bestimmung der zukünftigen Nutzung von Verlustvorträgen
4.2.2.3.3 Der Bestand bzw. Überhang an passiven Latenzen, die sich erst nach Ende des Planungshorizonts umkehren
4.2.2.3.4 Der Anteil an passiven latenten Steuern, deren Umkehrung innerhalb des Planungszeitraums in Verlustperioden erfolgt
4.2.2.3.5 Die tendenzielle Ertragssituation außerhalb des Planungshorizonts
4.2.2.3.6 Die Bestimmung der erwarteten effektiven Steuerquote für Zwischenberichterstattung (Quartals-/ Monatsabschlüsse)
4.2.3 Möglichkeiten der Steuergestaltung
4.3 Anhangsangaben
4.4 Gegenüberstellung HGB a.F./HGB (BilMoG)/IAS 12
5 SCHLUSSBEMERKUNG
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Anforderungen an die Dokumentation und Bewertung von steuerlichen Verlustvorträgen im Einzelabschluss nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) darzulegen und die praktische Umsetzung für Unternehmen zu erklären.
1.1 Einführung
Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wird als die wichtigste Reform des deutschen Bilanzrechts in den letzten 100 Jahren angesehen. Zwar sind seit dem Bilanzrichtlinien-Gesetz (BiRiLiG) aus dem Jahre 1985 zwischenzeitlich mehr als zehn Gesetze mit bilanzrechtlichem Schwerpunkt verabschiedet worden, die zum Teil wichtige Meilensteine in der Entwicklung des Bilanzrechts darstellen. Der Reformierung des Bilanzrechts durch das BilMoG wird jedoch eine zentrale Rolle zugeschrieben.
Im HGB a.F. dominierte vor allem der Gläubigerschutz; Durch das Vorsichtsprinzip und den Grundsatz der umgekehrten Maßgeblichkeit litt insbesondere die Informationsfunktion. Die umgekehrte Maßgeblichkeit sah vor, dass steuerliche Wahlrechte entsprechend in der Handelsbilanz ausgeübt werden mussten. Somit war mit dem Inkrafttreten des BilMoG am 29.05.2009 der Untergang der Einheitsbilanz sicher. Nach der gegenwärtigen Gesetzeslage beständen unüberbrückbare Unterschiede zwischen den Vorschriften für die Handels- und Steuerbilanz. Beispielsweise müssen in der Handelsbilanz Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet werden, deren Ansatz jedoch in der Steuerbilanz unzulässig ist. Auch erlaubt das Handelsbilanzrecht grundsätzlich die Diskontierung langfristiger Rückstellungen nur, wenn es sich um Geldleistungsverpflichtungen handelt, die einen Zinsanteil enthalten.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des BilMoG als Reform und die damit einhergehende Abkehr von der Einheitsbilanz sowie die Notwendigkeit des Tax Accountings.
2 STEUERLICHE VERLUSTVORTRÄGE: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen und Restriktionen bei der Verlustnutzung im deutschen Steuerrecht detailliert dargestellt.
3 LATENTE STEUERN: Dieses Kapitel widmet sich dem Konzept der latenten Steuern, deren Klassifizierung, Ansatz und Bewertung gemäß § 274 HGB n.F.
4 DOKUMENTATION UND BEWERTUNG STEUERLICHER VERLUSTVORTRÄGE: Der Hauptteil beschreibt Methoden wie die Steuerplanungsrechnung und die Dokumentationspflichten zur Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern.
5 SCHLUSSBEMERKUNG: Ein Fazit zur Aufwertung des Tax Accountings und der Notwendigkeit einer integrierten Planungsrechnung im modernen Unternehmen.
BilMoG, Handelsgesetzbuch, Steuerliche Verlustvorträge, Latente Steuern, Aktivüberhang, Passive Latenzen, Steuerplanungsrechnung, § 274 HGB, § 10d EStG, § 8c KStG, § 15a EStG, Tax Accounting, Werthaltigkeit, Ertragsteuern, Anhangsangaben
Die Arbeit behandelt die korrekte Dokumentation und Bewertung steuerlicher Verlustvorträge unter den neuen Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).
Zentrale Felder sind die Bilanzierung latenter Steuern, die Auswirkungen steuerlicher Verlustbeschränkungen und die Anforderungen an eine belastbare steuerliche Planungsrechnung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen ein Bilanzierender nach BilMoG aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gemäß § 274 HGB ansetzen darf.
Es handelt sich um eine rechts- und bilanztheoretische Arbeit, die durch die Zusammenfassung, den Vergleich von Literatur sowie eigene Interpretationen und Rechenbeispiele zu den Ergebnissen gelangt.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der steuerlichen Verlustbehandlung, der Klassifizierung und Bewertung latenter Steuern sowie der praktischen Anwendung von Steuerplanungsrechnungen.
Die zentralen Schlagworte sind BilMoG, latente Steuern, Verlustvorträge, Steuerplanungsrechnung, Aktivüberhang sowie die relevanten Paragrafen wie § 274 HGB und § 10d EStG.
§ 8c KStG regelt den schädlichen Beteiligungserwerb, der bei Anteilsübertragungen an Kapitalgesellschaften zu einem teilweisen oder vollständigen Untergang von steuerlichen Verlustvorträgen führen kann.
§ 15a EStG begrenzt das Verlustnutzungspotential für Kommanditisten, indem er Verluste steuerlich nur bis zur Höhe der Einlage bzw. Hafteinlage als ausgleichsfähig zulässt.
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