Diplomarbeit, 2011
82 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Unternehmen verlieren an Vertrauen
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlegende Aspekte zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen
2.1 Die sich verändernde Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft
2.2 Begriffsdefinitionen und -abgrenzungen: Begriffsarbeit tut Not
2.2.1 Corporate Social Responsibility
2.2.1.1 Die Entwicklung des Begriffs
2.2.1.2 Aktuelles Begriffsverständnis in Europa
2.2.2 Nachhaltige Entwicklung und Corporate Sustainability
2.2.3 Corporate Citizenship
2.2.4 Corporate Governance
3 Instrumente und Motive zur Umsetzung von Corporate Social Responsibility
3.1 Die Vielfalt von CSR-Instrumenten
3.1.1 Internationale Richtlinien
3.1.2 Standards
3.1.3 Verhaltenskodizes, Gütesiegel und Nachhaltigkeitsberichte
3.2 Existiert ein Business Case für CSR?
4 Kleine und mittlere Unternehmen
4.1 Begriffsbestimmung
4.1.1 Quantitative Abgrenzungsmerkmale
4.1.2 Qualitative Abgrenzungsmerkmale
4.2 Zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der KMU
5 CSR in kleinen und mittleren Unternehmen
5.1 Besonderheiten des CSR-Engagements bei KMU
5.1.1 Der Eigentümer-Unternehmer
5.1.1.1 Unternehmensführung in KMU
5.1.1.2 Unternehmensethik in KMU
5.1.2 Motive und Hinderungsgründe der KMU
5.1.3 Regionale Verankerung der CSR-Aktivitäten
5.1.4 Organisation und Kommunikation des Engagements
5.2 CSR-Handlungsfelder
5.2.1 Arbeitsplatz
5.2.2 Umwelt
5.2.3 Gemeinwesen
5.2.4 Markt
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Kritische Anmerkungen zur aktuellen CSR-Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung (CSR) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, wie sich die spezifischen Merkmale des Mittelstands – insbesondere die Eigentümerführung und Ressourcenknappheit – auf das ethische Verhalten und die Umsetzung von CSR-Maßnahmen auswirken, wobei ein besonderer Fokus auf den Unterschieden zu multinationalen Großunternehmen liegt.
5.1.1 Der Eigentümer-Unternehmer
Die Eigentümerstruktur, also die Frage ob im Unternehmen eine Einheit von Eigentum und Leitung besteht oder nicht, ist ein wesentliches Merkmal um Großunternehmen und Konzerne vom Mittelstand bzw. KMU abzugrenzen. Bei der deutlichen Mehrheit aller kleinen und mittleren Unternehmen handelt es sich um inhabergeführte Unternehmen, die das qualitative Kriterium der Übereinstimmung von Eigentum und Unternehmensführung aufweisen. Allerdings ist zu beachten, dass es auch in den Größenklassen oberhalb der quantitativen KMU-Definitionen Eigentümerunternehmen gibt.202
Nach Berechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn für 2006 werden 95,3 Prozent aller deutschen Unternehmen nicht von angestellten Managern geleitet, sondern sind eignergeführt. Diese Unternehmen, bei denen die Eigentums- und Leitungsrechte in einer Hand liegen, werden vom IfM Bonn als Familienunternehmen bezeichnet.203
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den wachsenden Vertrauensverlust in Unternehmen aufgrund von Skandalen und Krisen sowie die daraus resultierende Notwendigkeit für ein verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln.
2 Grundlegende Aspekte zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen: Das Kapitel erläutert die veränderte gesellschaftliche Rolle von Unternehmen und grenzt das Konzept von CSR von verwandten Ansätzen wie Nachhaltigkeit, Corporate Citizenship und Corporate Governance ab.
3 Instrumente und Motive zur Umsetzung von Corporate Social Responsibility: Hier werden gängige Richtlinien und Standards für die CSR-Implementierung vorgestellt und die Debatte um einen ökonomischen "Business Case" für verantwortungsvolles Handeln kritisch hinterfragt.
4 Kleine und mittlere Unternehmen: Dieses Kapitel liefert eine Definition von kleinen und mittleren Unternehmen durch die Betrachtung quantitativer und qualitativer Kriterien und betont ihre erhebliche volkswirtschaftliche Bedeutung.
5 CSR in kleinen und mittleren Unternehmen: Der Schwerpunkt liegt auf der spezifischen Ausgestaltung von CSR im Mittelstand, wobei Faktoren wie der Einfluss des Eigentümer-Unternehmers, die regionale Verwurzelung und die CSR-Handlungsfelder im Detail analysiert werden.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und einer kritischen Reflexion über die CSR-Diskussion, wobei insbesondere der Fokus auf "Gutes tun" hinterfragt wird.
Corporate Social Responsibility, CSR, Mittelstand, KMU, Eigentümer-Unternehmer, gesellschaftliche Verantwortung, Nachhaltigkeit, Corporate Citizenship, Unternehmensethik, Stakeholder, Business Case, regionale Verankerung, KMU-Definition, CSR-Instrumente, Unternehmensführung
Die Arbeit befasst sich mit der Wahrnehmung und Umsetzung gesellschaftlicher Verantwortung durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor dem Hintergrund spezifischer mittelständischer Strukturen.
Zentrale Themenfelder sind die begriffliche Einordnung von CSR, die Bedeutung von KMU für die Volkswirtschaft, Motive für gesellschaftliches Engagement und die vier spezifischen CSR-Handlungsfelder.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich die Besonderheiten von KMU – etwa die Personenbezogenheit der Führung – auf das CSR-Engagement auswirken und worin sich diese von Großunternehmen unterscheiden.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender empirischer Studien zu CSR im Mittelstand basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Begriffsarbeit, die Analyse von CSR-Instrumenten, eine KMU-spezifische Definition sowie die detaillierte Betrachtung des CSR-Engagements bei kleinen und mittleren Unternehmen.
Kernbegriffe sind Corporate Social Responsibility, KMU, Eigentümer-Unternehmer, Stakeholder-Management und Mittelstand.
Die persönliche Ethik und die Werte des Unternehmers stehen im Mittelpunkt; oft erfolgt das Engagement individuell und spontan, statt auf Basis einer formalisierten Gesamtstrategie.
Kleine Unternehmen nutzen seltener formale Managementsysteme oder umfangreiche Nachhaltigkeitsberichte, da Ressourcenknappheit und Zeitmangel, aber auch die informelle Führung dies erschweren.
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