Bachelorarbeit, 2011
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Zielstellung
3. Kenntnisstandanalyse
3.1 Definition Innenraumbegrünung
3.2 Formen und Systeme der Innenraumbegrünung
3.2.1 Kulturformen: Erdkultur und Hydrokultur
3.2.2 Begrünungssysteme: offene und geschlossene System
3.2.3 Pflanzstandorte: mobile und ortsfeste Standorte
3.3 Vertikale Innenraumbegrünung
3.3.1 GrüneWand®
3.3.2 Verticals®
3.3.3 Weitere Systeme
3.4 Neuer Ansatz
4. Materialien und Methoden
4.1 Versuchsaufbau und Versuchsablauf
4.2 Materialien
4.2.1 Versuchspflanzen
4.2.2 Vegetationsmatten
4.3 Methoden
4.3.1 Bepflanzung
4.3.2 Bewässerung
4.3.3 Düngung
4.3.4 Klimadaten
4.3.5 Frisch- und Trockenmasse
4.3.6 Bedeckungsgrad
5. Ergebnisse
5.1 Pflanzen
5.2 Versuchsmatten
5.3 Klimadaten
5.4 Frisch- und Trockenmasse
6. Diskussion
6.1 Weitere Verwendung der Versuchsmattem im Bereich vertikale Innenraumbegrünung
6.2 Empfehlungen für Folgeversuche
7. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Eignung verschiedener Vegetationsmatten aus anderen Nutzungsbereichen (wie Böschungssicherung oder Dachbegrünung) für die vertikale Innenraumbegrünung, mit dem Ziel, durch kostengünstigere Materialien eine breitere Marktakzeptanz zu erreichen. Es wird geprüft, ob sich bestehende Trägersysteme für die spezifischen Anforderungen vertikaler Begrünungen im Innenraum eignen.
3.1 Definition Innenraumbegrünung
Da die vertikale IRB ein spezieller Teil der allgemeinen IRB ist, muss der Begriff genauer definiert werden. Zur Klärung des Begriffes IRB wird in dieser Arbeit folgende Definition benutzt: Unter IRB versteht man „die dauerhafte Begrünung von Innenräumen mit Pflanzen in mobilen oder ortsfesten Gefäßen sowie in Flächen mit oder ohne einen Bodenanschluß. Die Räume sind dabei in der Regel geschlossen und klimatisiert.“ (KERSTJENS 1998: 11). Die dauerhafte Begrünung von Räumen mit dem Lebewesen Pflanze zeigt, dass dies nicht nur temporären dekorativen Zwecken dient, sondern eine Form der Begrünung darstellt, die den Raum zu einer natürlichen und gartenähnlichen Innenlandschaft umgestaltet (VOLM 2002: 7).
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Notwendigkeit von vertikaler Innenraumbegrünung zur Verbesserung des Raumklimas und psychologischer Wohlbefindenseffekte, da horizontale Flächen oft nicht ausreichen.
2. Zielstellung: Das primäre Ziel ist die Evaluierung kostengünstiger Vegetationsmatten für die vertikale Anwendung, um diese Technologie für eine breitere Nutzergruppe zugänglich zu machen.
3. Kenntnisstandanalyse: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Innenraumbegrünung, unterschiedliche Kultursysteme und beleuchtet bestehende vertikale Begrünungskonzepte sowie deren technischen Aufbau.
4. Materialien und Methoden: Hier werden der Versuchsaufbau im Gewächshaus, die verwendeten Materialien sowie die angewandten Erhebungsmethoden für Wachstums- und Klimadaten detailliert beschrieben.
5. Ergebnisse: Die Untersuchung präsentiert Daten zum Bedeckungsgrad und Zuwachs verschiedener Pflanzen auf unterschiedlichen Matten, wobei Stärken und Schwächen der jeweiligen Systeme analysiert werden.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch bewertet, wobei Empfehlungen für künftige Versuchsreihen sowie Ansätze zur Kostensenkung und Verbesserung der Anzuchtmethoden gegeben werden.
7. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Eignung der getesteten Vegetationsmatten und Pflanzen für die vertikale Anwendung zusammen.
Vertikale Innenraumbegrünung, Vegetationsmatten, Gleisbettmatte, Spinnvliesmatte, Kokosmatte, Krallmatte, Pilea depressa, Chlorophytum comosum, Raumklima, Pflanzenwachstum, Kostensenkung, Vegetationsträger, Bedeckungsgrad, Hydrokultur, Erdkultur.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung von alternativen, kostengünstigen Vegetationsmatten für die vertikale Innenraumbegrünung, um diese Technologie zugänglicher zu machen.
Die zentralen Themen umfassen die Eignung von verschiedenen Vegetationsträgern, den Vergleich zwischen vertikaler und horizontaler Ausrichtung sowie die Analyse von Pflanzenwachstum unter kontrollierten Innenraumbedingungen.
Das Ziel ist es, durch die Verwendung von bereits existierenden und geprüften Vegetationsmatten aus anderen Anwendungsbereichen die Materialkosten für vertikale Begrünungssysteme zu senken.
Es wurde ein praktischer Vorversuch im Forschungsgewächshaus durchgeführt, bei dem vier verschiedene Matten vertikal und als Kontrollgruppe horizontal getestet und über einen festgelegten Zeitraum mittels computergestützter Bildauswertung analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Kenntnisstandanalyse, die detaillierte Beschreibung der Materialien und Methoden, die Darstellung der gewonnenen Ergebnisse zu Bedeckungsgrad und Zuwachs sowie eine abschließende Diskussion der Daten.
Die wichtigsten Schlagworte sind vertikale Innenraumbegrünung, Vegetationsträger, Kostensenkung, Pflanzenwachstum und die spezifischen Mattenarten wie Spinnvlies- oder Gleisbettmatten.
Die Krallmatte zeigte aufgrund ihrer schwierigen Kultivierung und der niedrigen Ergebnisse beim Bedeckungsgrad sowie Flächenzuwachs die am wenigsten erfolgversprechenden Ergebnisse.
Pilea depressa zeigte sich als die am besten geeignete Pflanze für die vertikale Wandbegrünung, da sie den gleichmäßigsten und höchsten Bedeckungsgrad sowie ein gutes Wachstum aufwies.
Die Matte fungiert als Substrat und Wasserspeicher; eine ungeeignete Wahl kann zu Vermoosung, Geruchsentwicklung durch Zersetzung oder übermäßiger Feuchtigkeitsabgabe führen.
Es wird empfohlen, primär auf einschichtige Matten wie Spinnvlies- oder Gleisbettmatten zu setzen, die Bewässerung einheitlicher zu gestalten und gezieltere Pflanzenkombinationen zu testen.
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