Examensarbeit, 2008
85 Seiten, Note: 1
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. DIE DEUTSCHE SPRACHE IM WANDEL UND IN DER DISKUSSION
2. FRAGESTELLUNG UND VORGEHENSWEISE
3. DAS SPRACHWISSENSCHAFTLICHE FELD DER ORTHOGRAPHIE
3.1. SPRACHWISSENSCHAFTLICHE BEDEUTUNG UND DEFINITION
3.2. DER WEG BIS ZUR ERSTEN EINHEITLICHEN ORTHOGRAPHIE DES DEUTSCHEN
3.3. DIE DEUTSCHE ORTHOGRAPHIE DER GEGENWART
3.4. DIE ORTHOGRAPHISCHEN PRINZIPIEN
3.5. NICHT ORTHOGRAPHISCH KODIFIZIERTE PHÄNOMENE DER SCHRIFTSPRACHE
4. DIE GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG
4.1. REGELUNG DER GZS BIS ZUR REFORM VON 2006
4.2. GEGENWÄRTIGE REGELUNG DER GZS
4.2.1. Nähere Bestimmung des Regelungsbereichs der GZS
4.2.2. Zusammensetzungen mit einem Verb
4.2.2.1. Untrennbare Zusammensetzungen (§ 33 RW)
4.2.2.2. Trennbare Zusammensetzungen (§ 34 RW)
4.2.2.3. Verbindungen mit sein (§ 35 RW)
4.2.3. Zusammensetzungen mit einem Adjektiv (§ 36 RW)
4.2.4. Zusammensetzungen mit einem Substantiv (§§ 37 und 38 RW)
4.2.5. Zusammensetzungen mit anderen Wortarten (§ 3 RW)
4.3. ZUSAMMENFASSUNG DER FEHLERQUOTEN
5. DIE SCHREIBUNG MIT BINDESTRICH
5.1. REGELUNG DER SMB BIS ZUR REFORM VON 2006
5.2. GEGENWÄRTIGE REGELUNG DER SMB
5.2.1. Der Erläuterungsbindestrich
5.2.1.1. Zusammensetzungen und Ableitungen, die keine Eigennamen als Bestandteile enthalten (§§ 40 bis 45 RW)
5.2.1.2. Zusammensetzungen und Ableitungen, die Eigennamen als Bestandteile enthalten (§§ 46 bis 52 RW)
5.2.2. Der Ergänzungsbindestrich
5.3. ZUSAMMENFASSUNG DER FEHLERQUOTEN
6. DIE SCHREIBUNG MIT APOSTROPH
6.1. REGELUNG DER SMA BIS ZUR REFORM VON 2006
6.2. GEGENWÄRTIGE REGELUNG DER SMA (§§ 97 UND 98 RW)
6.3. ZUSAMMENFASSUNG DER FEHLERQUOTE
7. SCHLUSSBEMERKUNGEN
Die vorliegende Arbeit untersucht die orthographische Umsetzung der Wortgliederung im Deutschen in aktuellen Pressetexten, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung der geltenden Rechtschreibregeln nach der Reform von 2006 sowie die Identifikation potenzieller Schwachstellen im Regelwerk selbst.
Die Getrennt- und Zusammenschreibung
Der größte Komplex der Wortgliederung ist die GZS. Er ist ein „Problemschwerpunkt“, in dem sich vielfältige Schwierigkeiten zeigen, auch solche der gegenwärtigen Linguistik. Denn in einem Bereich, in dem es um die Getrennt- oder Zusammenschreibung von Wörtern geht, sollte bekannt sein, worum es sich bei einem „Wort“ überhaupt handelt. Doch der „Wort“-Begriff ist in der Forschung noch nicht endgültig definiert worden. Für diese Arbeit sind indessen zwei Implikationen von „Wort“ besonders relevant. Einerseits handelt es sich dabei um das Wort im Rahmen eines Satzes bzw. Textes, das Textwort oder syntaktische Wort, das je nach Syntax und Textzusammenhang in einer bestimmten Form und mit bestimmten grammatischen Merkmalen erscheint.
Andererseits können all diese Wortformen auf eine bestimmte Nennform zurückgeführt werden, nämlich das Lexem oder lexikalische Wort. Diese Nennform ist eine möglichst unmarkierte Flexionsform und je nachdem, welche grammatischen Merkmale bei ihrer Flexion eine Rolle spielen, können die lexikalischen Wörter in Lexemklassen oder Wortarten eingeteilt werden. So kann man zwischen den lexikalischen Wortarten Verb, Substantiv, Adjektiv, Pronomen und Nichtflektierbare differenzieren. Man kann aber auch den einzelnen Flexionsformen, also den syntaktischen Wörtern, eine Wortart zuschreiben, die dann eben nicht lexikalisch, sondern syntaktisch gemeint ist. Zwar stimmen häufig lexikalische und syntaktische Wortart eines Wortes überein, jedoch gibt es Sonderfälle wie etwa die Partizipien, die zwar eine Verbform darstellen, aber adjektivisch gebraucht sein können. Gerade bei den Partizipien gibt es deshalb auch Schwierigkeiten in Bezug auf die GZS. Fuhrhop beispielsweise bezeichnet Partizip-I- und Partizip-II-Verbindungen als „Zweifelsfälle“ der GZS.
1. DIE DEUTSCHE SPRACHE IM WANDEL UND IN DER DISKUSSION: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Sprachwandel und die öffentliche Diskussion über korrektes Deutsch im Kontext der Orthographiereform.
2. FRAGESTELLUNG UND VORGEHENSWEISE: Hier wird das Ziel der Untersuchung definiert, die Fehlerraten in deutschen Printmedien hinsichtlich der Wortgliederung anhand eines Korpus zu analysieren.
3. DAS SPRACHWISSENSCHAFTLICHE FELD DER ORTHOGRAPHIE: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Orthographie, ihre Geschichte sowie die Prinzipien, die das deutsche Schriftsystem bestimmen.
4. DIE GETRENNT- UND ZUSAMMENSCHREIBUNG: Der Hauptteil analysiert detailliert die Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung für verschiedene Wortarten, ergänzt durch Beispiele aus der Presse.
5. DIE SCHREIBUNG MIT BINDESTRICH: Dieses Kapitel behandelt die Funktion des Bindestrichs als Hilfszeichen sowie die entsprechenden Regeln des aktuellen Regelwerks.
6. DIE SCHREIBUNG MIT APOSTROPH: Hier werden die Verwendungsmöglichkeiten des Apostrophs, besonders als Elisions- und Stammform-Apostroph, kritisch diskutiert.
7. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Korpusanalyse zusammen und bewertet die Praktikabilität der geltenden orthographischen Normen.
Wortgliederung, Getrenntschreibung, Zusammenschreibung, Orthographie, Rechtschreibreform, Bindestrich, Apostroph, Linguistik, Sprachwandel, Regelwerk, Korpusanalyse, Fehlerquote, Grammatik, Schriftsprache, Komposita.
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung der Wortgliederung im Deutschen, speziell mit den Bereichen Getrennt- und Zusammenschreibung, der Verwendung des Bindestrichs und des Apostrophs.
Zentrale Themen sind die orthographische Kodifizierung, die linguistische Definition von Wörtern und die praktische Anwendung dieser Normen in aktuellen deutschen Zeitungs- und Magazintexten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie aktuelle Printmedien mit den seit 2006 geltenden Rechtschreibregeln umgehen und wo sich im Regelwerk oder in der Anwendung noch Unklarheiten bzw. Fehlerpotenziale befinden.
Die Autorin nutzt eine korpusgestützte Analyse, bei der sie Daten aus überregionalen Tageszeitungen und einem Nachrichtenmagazin methodisch auswertet und mit den amtlichen Regeln vergleicht.
Der Hauptteil ist in drei große Abschnitte gegliedert: die Getrennt- und Zusammenschreibung, die Bindestrichschreibung sowie die Apostrophschreibung. Jeder Abschnitt umfasst einen historischen Abriss, die Analyse der aktuellen Regeln und eine Auswertung der Fehlerquoten.
Wichtige Begriffe sind Wortgliederung, Orthographie, Rechtschreibreform, Komposita, Fehleranalyse, Sprachwandel und Regelwerk.
Weil die deutsche Rechtschreibung festlegt, dass Bestandteile von Wortgruppen getrennt, aber Bestandteile von Zusammensetzungen zusammengeschrieben werden müssen, was in der Praxis oft zu Zweifelsfällen führt.
Die Fehlerquoten sind in den meisten Bereichen sehr gering, wobei die meisten Fehler in Produktinformationen oder Werbeanzeigen auftauchen, die nicht von den Medien selbst autorisiert sind.
Die Autorin kritisiert, dass einige Bereiche des Regelwerks unpräzise formuliert sind und somit zu einer falschen Auslegung oder Unsicherheit bei den Schreibenden führen können.
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