Diplomarbeit, 2010
133 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Grundlagenteil
2.1. Der ressourcenbasierte Ansatz
2.2. Organisationskultur
2.2.1. Definition und Abgrenzung
2.2.2. Modelle der Organisationskultur
2.3. Innovationserfolg
2.4. Unternehmenstyp
3. Empirische Studien zum Einfluss von Organisationskultur auf den Innovationserfolg
3.1. Etablierte Unternehmen
3.2. Junge Technologieunternehmen
3.3. Familienunternehmen
3.4. Ableiten der Innovationskultur
3.5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede
4. Diskussion
4.1. Methodische Limitation bei der Messung von Organisationskultur
4.2. Limitationen der verwendeten Studien und Begrifflichkeiten
5. Fazit
5.1. Zusammenfassung
5.2. Implikation für die Praxis
5.3. Implikation für die Forschung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Organisationskultur auf den Innovationserfolg, wobei ein besonderer Fokus auf dem Vergleich zwischen Familienunternehmen und jungen Technologieunternehmen liegt. Ziel ist es, auf Basis theoretischer Ebenenmodelle zu analysieren, ob Organisationskultur als nachhaltiger Wettbewerbsvorteil fungieren kann, und dabei Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der kulturellen Ausprägung der beiden Unternehmenstypen aufzudecken.
1.1. Problemstellung
„Lässt sich Pizza auch mit Leberwurst belegen?“ Neue Kombinationen bekannter Produktionsfaktoren rufen im ersten Moment einstellungsbedingte Inkonsistenzen im Rahmen des S-O-R Modells hervor. (Böcker und Helm 2003, S.156) Und doch sind es ungewöhnliche Zusammenstellungen, durch welche erfolgreiche Innovationen hervorgebracht werden, wie das Beispiel der Schokolade mit Chili Extrakt zeigt.
Erfolgreiches Innovationsmanagement zu betreiben, ist kontextabhängig. Schumpeter (1931) schreibt in seinen Hypothesen Mark I und II, dass etablierte Unternehmen aufgrund ihres Größen- und Erfahrungsvorteils zu geringeren Kosten in Forschung, Entwicklung, Produktion und Kapitalbeschaffung gelangen. Demnach fällt es etablierten Unternehmen leichter den Prozess der „Schöpferischen Zerstörung“ einzuleiten und bewusst die Kannibalisierung von Produkten oder Dienstleistungen zugunsten neuer Einsatzfaktorkombinationen einzuleiten. Daraus schlussfolgernd ergibt sich eine deutlich schlechtere Ausgangslage für junge Technologieunternehmen im direkten Vergleich zu etablierten Familienunternehmen.
In der Literatur gibt es einen hitzigen Diskurs zu diesen Thesen, dessen Essenz ist, dass Schumpeters Hypothesen als empirisch nicht bestätigt gelten. Vielmehr gibt es inzwischen eine Vielzahl von Belegen dafür, dass die Beziehung zwischen „(...)entrepreneurship and economic performance is remarkably robust.“ (Audretsch 2002, S.1)
Dieser zweiten Annahme folgend, sind insbesondere junge Technologieunternehmen den etablierten Unternehmen im Innovationserfolg deutlich überlegen. Sie zeichnen sich durch eine, für „entrepreneurial behavior“ (unternehmerisches Verhalten) typische, risikofreudige, innovative Verhaltensweise aus und heben sich deutlich von nichttechnologieorientierten Unternehmensgründungen durch eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit und stärkere Beschäftigungseffekte ab. (Roberts 1991, S.127; Kulicke 1993, S. 162f.; Pleschak und Werner 1998, S. 157; Wippler 1998, S. 1)
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert die Problemstellung im Kontext von Innovationsmanagement und definiert Zielsetzung sowie Aufbau der Arbeit.
2. Grundlagenteil: Hier werden der ressourcenbasierte Ansatz (RBV), Konzepte der Organisationskultur und Definitionen des Innovationserfolgs theoretisch hergeleitet und abgegrenzt.
3. Empirische Studien zum Einfluss von Organisationskultur auf den Innovationserfolg: Dieses Kapitel liefert einen umfangreichen empirischen Überblick über verschiedene Unternehmenstypen und leitet ein Modell für eine innovationsförderliche Organisationskultur ab.
4. Diskussion: Hier findet eine kritische Auseinandersetzung mit der methodischen Messbarkeit von Organisationskultur und den Limitationen der betrachteten Studien statt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus Implikationen für die Unternehmenspraxis sowie die weitere wissenschaftliche Forschung ab.
Organisationskultur, Innovationserfolg, Familienunternehmen, junge Technologieunternehmen, Resource-Based View, Entrepreneurial Orientation, Unternehmenskultur, Innovationsmanagement, Innovationskultur, Wettbewerbsvorteil, empirische Forschung, Management, Strategie, KMU, Wissensmanagement.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Organisationskultur und dem Innovationserfolg in verschiedenen Unternehmenstypen, insbesondere Familienunternehmen und jungen Technologieunternehmen.
Die zentralen Themen sind der ressourcenbasierte Ansatz (RBV), Organisationskulturmodelle, Innovationsmanagement, Merkmale von jungen Technologieunternehmen und die Spezifika von Familienunternehmen.
Ziel ist es zu klären, wie Organisationskultur als nachhaltiger Wettbewerbsvorteil gestaltet sein muss, um Innovationserfolg zu fördern, und wo Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen Familien- und jungen Technologieunternehmen liegen.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung zahlreicher empirischer Studien, die mittels qualitativer Vergleiche und Analysen interpretiert werden.
Im Hauptteil werden empirische Studien analysiert, eine innovationsförderliche Organisationskultur auf Basis der drei Ebenen (Werte, Strukturen, Verhalten) hergeleitet und die Ergebnisse kritisch diskutiert.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Organisationskultur, Innovationserfolg, Familienunternehmen, Entrepreneurial Orientation und den Resource-Based View geprägt.
Sie repräsentieren gegensätzliche Unternehmensstrukturen, deren Vergleich aufschlussreich ist, um zu verstehen, wie unterschiedliche kulturelle Ausprägungen den Innovationserfolg gleichermaßen unterstützen können.
Sie gilt als wesentlicher Bestandteil einer innovationsförderlichen Kultur auf Werteebene, die in beiden betrachteten Unternehmenstypen positiv mit dem Innovationserfolg korreliert.
Die Arbeit weist darauf hin, dass viele Ansätze zur Messung von Organisationskultur methodische Schwächen aufweisen, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse und deren Validität einschränkt.
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