Diplomarbeit, 2008
89 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Interorganisationale Projekte, Vertrauen und Kontrolle
2.1 Definition und begriffliche Abgrenzung interorganisationaler Projekte und ihre Rolle als temporäre kooperative Organisationen
2.2 Zwei Betrachtungsebenen interorganisationaler Projekte
2.3 Vertrauen und Kontrolle als Steuerungsinstrumente interorganisationaler Projekte
2.3.1 Vertrauen
2.3.1.1 Definition und konzeptionelle Grundlagen
2.3.1.2 Arten von Vertrauen
2.3.2 Kontrolle
2.3.2.1 Definition und konzeptionelle Grundlagen
2.3.2.2 Arten von Kontrolle
2.3.3 Der Vertrauen-Kontrolle Nexus
3 Die Kontingenztheorie als Analyseinstrument vertrauens- und kontrollbasierter Steuerungsoptionen in temporären interorganisationalen Projekten
3.1 Die Kontingenztheorie im Rahmen der Analyse permanenter und temporärer Organisationen
3.2 Kontingenzen temporärer interorganisationaler Projekte
3.2.1 Unsicherheit als Kontingenzfaktor interorganisationaler Projekte
3.2.2 Kontinuität der Beziehung als Kontingenzfaktor interorganisationaler Projekte
4 Handlungsempfehlungen für die vertrauens- und kontrollbasierte Steuerung interorganisationaler Projekte unter Berücksichtigung der Kontingenzen
4.1 Die Steuerung interorganisationaler Projekte hinsichtlich der Aufgabenunsicherheit
4.1.1 Der Einsatz von Vertrauen als Steuerungsinstrument
4.1.1.1 Auf Unternehmensebene
4.1.1.2 Auf Projektebene
4.1.2 Der Einsatz von Kontrolle als Steuerungsinstrument
4.1.2.1 Auf Unternehmensebene
4.1.2.2 Auf Projektebene
4.2 Die Steuerung interorganisationaler Projekte hinsichtlich der Kontinuität der Beziehung
4.2.1 Der Einsatz von Vertrauen als Steuerungsinstrument
4.2.1.1 Auf Unternehmensebene
4.2.1.2 Auf Projektebene
4.2.2 Der Einsatz von Kontrolle als Steuerungsinstrument
4.2.2.1 Auf Unternehmensebene
4.2.2.2 Auf Projektebene
4.3 Eine integrierte Betrachtungsweise
5 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, auf Basis der Kontingenztheorie zu analysieren, wie temporäre interorganisationale Projekte durch Vertrauen und Kontrolle effizient gesteuert werden können. Dabei wird untersucht, welche Rolle die Faktoren Aufgabenunsicherheit und Kontinuität der Projektbeziehung spielen, um Handlungsempfehlungen für die Steuerung auf Unternehmens- und Projektebene abzuleiten.
2.1 Definition und begriffliche Abgrenzung interorganisationaler Projekte und ihre Rolle als temporäre kooperative Organisationen
Das Project Management Institute definiert ein Projekt als „temporary endeavor undertaken to create a unique product, service, or result” (PMI, 2004, S. 5). Diese Definition nimmt eine rein intraorganisationale Sichtweise ein, da sie keine Austauschbeziehungen über die Unternehmensgrenzen hinweg inkludiert. Jones & Lichtenstein (2008, S. 234) erweitern diese Definition deshalb um eine unternehmensübergreifende Perspektive: „Inter-organizational projects involve two or more organizational actors from distinct organizations working jointly to create a tangible product/service in a limited period of time”.
Betrachtet man die beiden für den Begriff des IOP zentralen Merkmale interorganisational sowie Projekt, wird ein in zweierlei Hinsicht spezifischer Ansatz der vorliegenden Arbeit deutlich: Der hier zentrale Untersuchungsgegenstand des IOP unterscheidet sich zum Einen durch seinen unternehmensübergreifenden Charakter von intraorganisationalen Projekten, also Projekten, die innerhalb der Grenzen eines Unternehmens initiiert werden. Die einschlägige Literatur zum Projektmanagement legt ihren Schwerpunkt in der Regel auf das Management unternehmensinterner Projekte (z.B. Gray & Larson, 2008; Pinto, 2007; Litke, 2007; Lock, 2007; Kerzner, 2006; Meredith & Mantel, 2006). Darüber hinaus sind IOP zusätzlich von anderen längerfristigen Formen der Unternehmenskooperation wie etwa Allianzen oder Joint Ventures zu unterscheiden, da Projekte per Definition temporär sind, also einen fixierten Endpunkt aufweisen.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Relevanz interorganisationaler Projekte und identifiziert eine Forschungslücke in der effizienten Steuerung durch Vertrauen und Kontrolle unter Berücksichtigung von Kontingenzen.
2 Interorganisationale Projekte, Vertrauen und Kontrolle: Das Kapitel definiert interorganisationale Projekte als temporäre Organisationen und erläutert die Konzepte von Vertrauen und Kontrolle sowie deren Nexus in diesem Kontext.
3 Die Kontingenztheorie als Analyseinstrument vertrauens- und kontrollbasierter Steuerungsoptionen in temporären interorganisationalen Projekten: Hier wird die Kontingenztheorie als theoretischer Rahmen eingeführt und auf die spezifischen Kontingenzfaktoren Aufgabenunsicherheit und Kontinuität angewandt.
4 Handlungsempfehlungen für die vertrauens- und kontrollbasierte Steuerung interorganisationaler Projekte unter Berücksichtigung der Kontingenzen: Das Hauptkapitel generiert differenzierte Empfehlungen für den Einsatz von Steuerungsinstrumenten basierend auf den identifizierten Kontingenzen.
5 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die theoretische Fundierung sowie mögliche weiterführende Forschungsrichtungen.
Interorganisationale Projekte, Vertrauen, Kontrolle, Kontingenztheorie, Aufgabenunsicherheit, Kontinuität, Projektmanagement, Steuerungsoptionen, Leistungsrisiko, Beziehungsrisiko, interorganisationale Beziehungen, temporäre Organisation, Projektnetzwerke, Kooperation, Effizienz.
Die Arbeit untersucht, wie interorganisationale Projekte (IOP) effizient gesteuert werden können, indem sie die Steuerungsinstrumente Vertrauen und Kontrolle in Abhängigkeit von situativen Rahmenbedingungen analysiert.
Die Arbeit verknüpft Projektmanagement, Kooperationsforschung und Kontingenztheorie, um zu erklären, wie Unsicherheit und Beziehungsdauer die Wahl zwischen vertrauensbasierten und kontrollbasierten Steuerungsmechanismen beeinflussen.
Das Ziel besteht darin, ein theoretisches Grundgerüst zu liefern, das aufzeigt, wann und wie Vertrauen oder Kontrolle zur effizienten Steuerung temporärer Projekte auf Unternehmens- und Projektebene eingesetzt werden sollte.
Es wird ein kontingenztheoretischer Ansatz gewählt, der die "Fit"-Annahme nutzt, um situationsabhängige Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Im Hauptteil (Kapitel 4) werden für die Kontingenzfaktoren Aufgabenunsicherheit und Kontinuität jeweils spezifische Handlungsempfehlungen für Vertrauen und Kontrolle auf Unternehmens- und Projektebene generiert.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Vertrauen, Kontrolle, interorganisationale Projekte (IOP), Aufgabenunsicherheit, Kontinuität und Kontingenztheorie.
Da Projekte im Gegensatz zu permanenten Organisationen einen fixen Endpunkt haben, stellt sich die Frage nach dem Vertrauensaufbau und der Koordination besonders drängend, da klassische Clan-Strukturen oft nicht ausreichend Zeit haben, sich zu etablieren.
In temporären Gruppen, in denen eine langfristige Vertrauensbildung durch gemeinsame Geschichte nicht möglich ist, dient "Swift Trust" als kognitive Vertrauensform, um Handlungsfähigkeit und Koordination von Beginn an zu ermöglichen.
Die Arbeit vertritt eine integrierte Sichtweise, in der Vertrauen und Kontrolle je nach Kontext sowohl als Substitute als auch als Komplemente fungieren können.
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