Magisterarbeit, 2007
75 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
2.1 Erstsprache
2.2 Muttersprache
2.3 Zweitsprache/Fremdsprache
3 Definition des Bilingualismus
3.1 Linguistische Definitionen
3.2 Funktionale Definitionen
3.3 Formen des Bilingualismus
3.4 Typen des bilingualen Spracherwerbs
3.4.1 Eine Person - eine Sprache
3.4.2 Nicht-Umgebungssprache zu Hause/Eine Sprache - eine Umgebung
3.4.3 Eine Sprache zu Hause - die andere Sprache aus der Umgebung
3.4.4 Zwei Sprachen zu Hause - Eine andere Sprache aus der Umgebung
3.4.5 Nichtmuttersprachliche Eltern
3.4.6 Gemischte Sprachen
3.5 Sprachdominanz - Schwache Sprache - Starke Sprache
4 Theorien zur Zweisprachigkeit
4.1 Die Schwellenhypothese nach Cummins
4.2 Die Hypothese des doppelten Eisbergs nach Cummins
4.3 Krashens Input–Hypothese
4.4 Die Identitätshypothese
4.5 Die Kontrastivhypothese
4.6 Die Interlanguage–Hypothese
4.7 Die Pidginisierungstheorie
5 Der Zweitspracherwerb – Grundlagen und Voraussetzungen des Zweitspracherwerbs
5.1 Entwicklungsstadien des Zweitspracherwerbs
5.2 Biologische Voraussetzungen
5.2.1 Relevanz des Lebensalters beim Zweitspracherwerb
5.3 Soziopsychologische Voraussetzungen
5.3.1 Intern und extern beeinflussende Faktoren
5.3.2 Relevanz der Muttersprache beim Zweitspracherwerb
5.4 Kognitive Voraussetzungen
5.4.1 Sprachlernstrategien
5.4.2 Verarbeitungsprozesse
5.5 Codeswitching
5.6 Vor- und Nachteile des frühen Zweitspracherwerbs
5.6.1 Vorteile des frühen Zweitspracherwerbs
5.6.2 Nachteile des frühen Zweitspracherwerbs
6 Fazit/Ausblick
Die Arbeit beleuchtet das Phänomen Bilingualismus bei Kindern mit Migrationshintergrund und untersucht die theoretischen Grundlagen sowie Voraussetzungen des Zweitspracherwerbs. Ziel ist es, einen fundierten Überblick über pädagogische Diskurse zu liefern, um Wege für eine erfolgreiche zweisprachige Erziehung und soziale Integration aufzuzeigen.
3.1 Linguistische Definitionen
Aus dem Bereich der allgemeinen Sprachwissenschaften sind diverse Definitionen zu entnehmen. So bezeichnet Mac Namara (1969) schon Individuen, die in einem nur minimalen Ausmaß eine Zweitsprache sprechen, schreiben oder verstehen können, als bilingual.
Nach Diebold (1964) und Pohl (1965) reicht das bloße Verstehen einer Zweitsprache aus, um einen Menschen als bilingual zu bezeichnen.
Weiss (1959) hingegen fordert den unmittelbaren Gebrauch der Zweitsprache, ohne aus der Muttersprache übersetzen zu müssen.
1 Einleitung: Diese Einleitung kontextualisiert die Bedeutung des Bilingualismus in Deutschland aufgrund der Einwanderungsgeschichte und thematisiert die Herausforderungen bei der sprachlichen Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund.
2 Begriffsbestimmung: Hier werden zentrale Termini wie Erstsprache, Muttersprache sowie die Abgrenzung von Zweitsprache und Fremdsprache theoretisch geklärt.
3 Definition des Bilingualismus: Dieses Kapitel liefert verschiedene linguistische und funktionale Definitionen des Bilingualismus und erläutert diverse Formen sowie Typen des Spracherwerbs.
4 Theorien zur Zweisprachigkeit: Es werden grundlegende Theorien vorgestellt, darunter die Schwellenhypothese, die Hypothese des doppelten Eisbergs, Krashens Input-Hypothese sowie die Interlanguage- und Pidginisierungstheorie.
5 Der Zweitspracherwerb – Grundlagen und Voraussetzungen des Zweitspracherwerbs: Dieser Teil befasst sich detailliert mit biologischen, kognitiven und soziopsychologischen Voraussetzungen sowie Sprachlernstrategien und Phänomenen wie dem Codeswitching.
6 Fazit/Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und Lösungsansätze, wie die Bedeutung der Spracherhaltung und die Rolle des Kindergartens, diskutiert.
Bilingualismus, Zweitspracherwerb, Migration, Muttersprache, Sprachstandserhebung, Sprachlernstrategien, Cummins, Schwellenhypothese, Codeswitching, Sprachprestige, Spracherziehung, Integration, Mehrsprachigkeit, Pädagogik.
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die Bedingungen des Zweitspracherwerbs speziell bei Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem.
Neben Definitionen von Bilingualität werden Theorien zur Zweisprachigkeit, Voraussetzungen für erfolgreichen Erwerb sowie Strategien wie Codeswitching und der Einfluss des Sprachprestige behandelt.
Das Ziel ist die Bereitstellung eines umfassenden Überblicks über die pädagogische Diskussion zum Thema Bilingualismus, um Ansätze für eine gelungene zweisprachige Erziehung abzuleiten.
Die Autorin stützt sich auf eine breite Literaturanalyse verschiedener Linguisten und Pädagogen, darunter Cummins, Oksaar, Apeltauer und Fthenakis, um den Stand der Forschung zusammenzuführen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungsmodelle (wie die Schwellenhypothese) und die Analyse von Voraussetzungen (biologisch, kognitiv, soziopsychologisch) für den Spracherwerb.
Die zentralen Begriffe sind Bilingualismus, Zweitspracherwerb, Muttersprache, Migrationshintergrund und Sprachförderung.
Der Arbeit zufolge fungiert die Muttersprache als notwendige kognitive Basis für den Erwerb der Zweitsprache; eine vernachlässigte Muttersprache kann die gesamte Bildungsbiografie gefährden.
Der affektive Filter beschreibt, wie psychologische Faktoren wie Motivation, Selbstvertrauen und Angst entscheiden, ob Input ungehindert verarbeitet oder blockiert wird.
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