Bachelorarbeit, 2011
40 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
2 Begriffliche Abgrenzung und theoretischer Rahmen
2.1 Das multinationale Unternehmen
2.1.1 Terminologie des multinationalen Unternehmens
2.1.2 Orientierung multinationaler Unternehmen nach Perlmutter
2.1.3 Das Konzept von Bartlett/Ghoshal
2.2 Organisationale Netzwerke
2.2.1 Unternehmungsnetzwerke – Begriffsbestimmung
2.2.2 Merkmale intra-organisationaler Netzwerke
2.2.3 Wissensdiffusion in intra-organisationalen Netzwerken
3 Mutter-Tochter Beziehungen in MNU
3.1 Definitionsgrundlagen und Differenzierungskriterien von Tochtergesellschaften
3.2 Ausgewählte Rollentypologien von Tochtergesellschaften
4 Strategieprozesse multinationaler Unternehmen
4.1 Definition und Charakterisierung des Strategiebegriffs
4.2 Möglichkeiten der Sub.-Partizipation im Strategieprozess
4.3 Potentielle Spannungsfelder
5 Strategieumsetzung und -kontrolle
5.1 Anforderungen an eine effiziente Strategieumsetzung und -kontrolle
5.2 Handlungsempfehlungen für multinationale Unternehmen in Netzwerkstrukturen
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit befasst sich mit der optimalen Gestaltung der Beziehungen zwischen der Unternehmenszentrale (HQ) und den Tochtergesellschaften innerhalb multinationaler Unternehmen (MNU), um eine effiziente Umsetzung und Kontrolle von Strategien unter den Bedingungen intra-organisationaler Netzwerkstrukturen zu ermöglichen.
2.2.3 Wissensdiffusion in intra-organisationalen Netzwerken
Nach Tsai (2000, S. 929) ist der intra-organisationale Austausch von Ressourcen eine gute Alternative zum Austausch über Märkte, da Organisationseinheiten bereits über ein ähnliches Wertesystem verfügten und somit der Wissenstransfer erheblich vereinfacht würde.
In der Empirie hat sich gezeigt, dass strategische Wettbewerbsvorteile aus der Kontrolle über immaterielle Ressourcen, wie beispielsweise Prozess- und Produktwissen, generiert werden können (vgl. Lee et al. 2008, S. 17). Aufbauend auf dem Ressourcenabhängigkeitsansatz nach Pfeffer und Salancik (1978) kann Wissen als eine Kraft angesehen werden, die nicht nur knapp, sondern auch kritisch für die langfristige Überlebensfähigkeit eines Unternehmens sei und somit Abhängigkeiten schaffe (vgl. Tregaskis 2003, S. 431 f.). Wissenstransfer findet hierbei sowohl zwischen HQ und Tochtergesellschaft als auch zwischen den Niederlassungen statt (vgl. Lee et al. 2008, S. 3).
Da bereits der Charakter einer Netzwerkstruktur einen Wert verkörpert, werden Beziehungen zwischen Organisationseinheiten in der Forschung auch als „Relational Capital“ bezeichnet. Relational Capital wird durch ständige Kommunikations- und Austauschverbindungen generiert. Sobald Organisationseinheiten eng miteinander verknüpft sind, besteht eine erhöhte Motivation, Ressourcen und Ideen miteinander auszutauschen und hieraus Synergieeffekte und neue Kompetenzen zu entwickeln (vgl. Lee et al. 2008, S. 4 ff.). Ist eine Organisationseinheit gut in die intra-organisationalen Austauschbeziehungen eingebettet, erhöht sich ihre Bedeutung für den Wissenstransfer auf Unternehmensebene (vgl. Andersson et al. 2001, S. 1028). Gleichzeitig verbessert sich der Zugang dieser Auslandseinheit zu kritischen Ressourcen (vgl. Tsai 2000, S. 928 f.).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, die durch das Spannungsfeld zwischen globaler Integration und lokaler Anpassung in MNU entsteht, und definiert das Ziel der Untersuchung.
2 Begriffliche Abgrenzung und theoretischer Rahmen: Es werden die theoretischen Fundamente gelegt, indem MNU nach Perlmutter und Bartlett/Ghoshal klassifiziert und die Grundlagen intra-organisationaler Netzwerke erläutert werden.
3 Mutter-Tochter Beziehungen in MNU: Dieses Kapitel analysiert die Dynamik der Beziehung zwischen HQ und Tochtergesellschaft und stellt verschiedene Typologien vor, die die Rollen von Auslandseinheiten differenzieren.
4 Strategieprozesse multinationaler Unternehmen: Hier werden der Strategiebegriff, die Partizipationsmöglichkeiten der Tochtergesellschaften sowie potenzielle Spannungsfelder innerhalb der Netzwerkstruktur untersucht.
5 Strategieumsetzung und -kontrolle: Dieses Kapitel widmet sich den Anforderungen an eine effiziente Umsetzung und Kontrolle und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Spannungsfeld der „multiple embeddedness“.
Multinationale Unternehmung, MNU, intra-organisationales Netzwerk, Tochtergesellschaft, HQ-Sub-Beziehung, Strategieumsetzung, Strategiekontrolle, Wissenstransfer, Rollentypologien, Koordination, Steuerung, Organisationskultur, multiple embeddedness, Wettbewerbsvorteile, internationale Strategie.
Die Arbeit untersucht, wie multinationale Unternehmen (MNU) als intra-organisationale Netzwerke gestaltet werden müssen, um eine effiziente Strategieumsetzung und -kontrolle in einem heterogenen, globalen Umfeld zu gewährleisten.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Netzwerktheorie, der Typologisierung von Tochtergesellschaften, dem Wissenstransfer sowie der Ausgestaltung von Koordinations- und Kontrollmechanismen zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften.
Das Ziel ist die Identifikation von Rahmenbedingungen, die eine optimale Ausgestaltung der HQ-Tochtergesellschaft-Beziehung vor dem Hintergrund intra-organisationaler Netzwerkstrukturen ermöglichen.
Es handelt sich um eine Literatur-basierte Arbeit, die theoretische Konzepte (wie das Netzwerkmodell oder Rollentypologien) analysiert und diese in Form eines Modells in Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis übersetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Netzwerkorganisation, die differenzierte Betrachtung von Tochtergesellschaftsrollen, die Analyse von Strategieprozessen und eine eingehende Untersuchung von Instrumenten zur effizienten Steuerung und Kontrolle.
Wichtige Begriffe sind MNU, intra-organisationales Netzwerk, Tochtergesellschaften, Strategieumsetzung, Wissenstransfer und Koordinationsmechanismen.
Laut der Arbeit kann eine Tochtergesellschaft durch die Entwicklung oder Akquisition einzigartiger Ressourcen und Kompetenzen ihre strategische Bedeutung steigern und somit aktiv Einfluss auf den Strategieprozess nehmen.
Dieses Syndrom beschreibt die Skepsis von Empfängereinheiten gegenüber externem Wissen, was den Wissenstransfer behindert und daher von der Unternehmensleitung durch geeignete Anreizsysteme überwunden werden muss.
Die Unternehmenskultur fungiert als Bindeglied in Netzwerkstrukturen, da sie durch gemeinsame Werte und Normvorstellungen eine implizite Verhaltenssteuerung ermöglicht und so zur Integration der Einheiten beiträgt.
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