Diplomarbeit, 2010
85 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Nachhaltige Entwicklung und der Energiesektor: Grundsätze und Kriterien
2.1 Zum generellen Verständnis einer nachhaltigen Entwicklung: Von der Problemwahrnehmung zur politischen Agenda
2.2 Übersicht zu den grundsätzlichen Kriterien für eine nachhaltige Stromversorgung
2.2.1 Sozial-kulturelle Kriterien
2.2.1.1 Importabhängigkeit von politisch instabilen Ländern von endlichen Energieträgern
2.2.1.2 Umwelt-, Klima-, und Gesundheitsverträglichkeit.
2.2.1.3 Reduzierung der Verwundbarkeit
2.2.2 Ökologische Kriterien
2.2.2.1 Schutz der Atmosphäre
2.2.2.2 Schonung und Begrenzung der Inanspruchnahme nicht erneuerbarer Ressourcen (fossile Energieträger, Böden)
2.2.2.3 Schonung und Begrenzung der Inanspruchnahme erneuerbarer Ressourcen (Süßwasser, Luft)
2.2.2.4 Keine Nutzung von Risikotechnologien
2.2.3 Ökonomische Kriterien
2.2.3.1 Schaffung von Arbeitsplätzen
2.2.3.2 Angemessene Preise pro kWh
2.2.3.3 Kosten der Stromerzeugung
3 Politisch-rechtliche Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Energiezukunft in Deutschland
3.1 Das Erneuerbare Energien Gesetz
3.2 Zielsetzung und Inhalt des EEG
3.3 Zwischenfazit
4 Untersuchung der Photovoltaik (solare Stromerzeugung) als Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland
4.1 Überblick auf die derzeitige Stromerzeugungsstruktur in Deutschland
4.2 Solare Stromerzeugung
4.2.1 Photovoltaik
4.2.2 Solarthermische Kraftwerke
4.3 Prüfung der sozial-kulturellen Kriterien
4.3.1 Importabhängigkeit von politisch instabilen Ländern und endlichen Energieträgern
4.3.2 Umwelt-, Klima, und Gesundheitsverträglichkeit
4.3.3 Reduzierung der Verwundbarkeit
4.4 Prüfung der ökologischen Kriterien
4.4.1 Schutz der Atmosphäre
4.4.2 Schonung und Begrenzung der Inanspruchnahme nicht erneuerbarer Ressourcen (fossile Energieträger, Böden)
4.4.3 Schonung und Begrenzung der Inanspruchnahme der erneuerbaren Ressourcen (Süßwasser, Luft)
4.4.4 Keine Nutzung von Risikotechnologien
4.5 Prüfung der ökonomischen Kriterien
4.5.1 Schaffung von Arbeitsplätzen
4.5.2 Angemessene Preise pro kWh
5 Ergebnisse der Arbeit
5.1 Schlussfolgerungen
5.2 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Form die solare Stromerzeugung einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland leisten kann. Dabei wird analysiert, wie die Photovoltaik unter Berücksichtigung sozial-kultureller, ökologischer und ökonomischer Kriterien die konventionelle fossil-nukleare Stromerzeugung ersetzen oder ergänzen kann.
2.2.1.1 Importabhängigkeit von politisch instabilen Ländern von endlichen Energieträgern
Die Reserven an konventionellen Rohstoffe sind sehr unregelmäßig über den Globus verteilt und die Abhängigkeit der energieverbrauchenden von den energieproduzierenden Staaten steigt ständig. In den kommenden Jahren ist sowohl für die EU als auch für Deutschland mit einer Zunahme der Importe – und damit auch implizit mit einer Zunahme der Importabhängigkeit – zu rechnen. Über 70% der Erdölreserven und über 65% der Erdgasreserven befinden sich in Ländern wie Saudi Arabien, Irak, Iran oder Russland. Nimmt man beide Tatsachen zusammen, so wird klar, welch brisante Versorgungssituation in absehbarer Zeit auf die westliche Länder zukommen kann. Eine dauerhaft sichere Stromversorgung setzt eine dauerhafte Senkung der Importabhängigkeit von anderen Ländern voraus.
Im Jahr 2020 wird Deutschland bei den Energieträgern Erdgas, Erdöl und Steinkohle voraussichtlich vollständig auf Importe angewiesen sein. Die Stromerzeugung aus Braunkohle beruht ausschließlich auf inländischer Förderung und ihre Verfügbarkeit ist auch längerfristig als unproblematisch einzuschätzen. Deutschland verfügt zwar generell über wenig Rohstoffvorkommen, eine Ausnahme stellen jedoch die Vorkommen von Braunkohle dar. Für Steinkohle ist die Verfügbarkeit auch langfristig als gesichert einzusehen, denn sie ist relativ gleich verteilt und befindet sich in genügendem Umfang in politisch stabilen Regionen der Erde. Die Frage nach Uranimporten spielt für Deutschland durch den beschlossenen Atomausstieg eine untergeordnete Rolle.
Die langfristige Verfügbarkeit von Erdgas dagegen ist etwas kritischer im Hinblick auf die Versorgungssicherheit der Stromerzeugung. Deutschland verfügt über geringe Erdgasreserven und ist deshalb auf hohe Importe angewiesen. Vorübergehende Liefereinschränkungen bei Erdgasimporten stellen in Deutschland zurzeit keine Gefahr dar, da die Kapazität der deutschen Erdgasspeicher mit circa 20 Mrd. Kubikmetern rund 20 % des jährlichen deutschen Verbrauchs beträgt. Dies kann sich jedoch ändern, falls in Zukunft der Erdgasanteil an der Stromerzeugung in Deutschland steigt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problematik der aktuellen Energieversorgung dar, diskutiert Nachhaltigkeitsdefizite und führt in das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit ein.
2 Nachhaltige Entwicklung und der Energiesektor: Grundsätze und Kriterien: Hier werden der Begriff der Nachhaltigkeit definiert und die für die Arbeit maßgeblichen sozial-kulturellen, ökologischen und ökonomischen Kriterien einer nachhaltigen Stromversorgung abgeleitet.
3 Politisch-rechtliche Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Energiezukunft in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) als zentrales Steuerungsinstrument und dessen Bedeutung für den Ausbau regenerativer Energien.
4 Untersuchung der Photovoltaik (solare Stromerzeugung) als Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland: Der Hauptteil bietet einen Überblick über die Stromstruktur und prüft detailliert, wie die Photovoltaik die zuvor definierten Nachhaltigkeitskriterien erfüllt.
5 Ergebnisse der Arbeit: Das letzte Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und zieht Schlussfolgerungen über die Rolle der Solarenergie als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Energiezukunft.
Photovoltaik, Nachhaltigkeit, Energiewende, Stromerzeugung, EEG, Klimaschutz, Ressourcenschonung, Versorgungssicherheit, Erneuerbare Energien, Externe Kosten, Arbeitsplatzschaffung, Solarthermie, fossil-nukleare Energie, Umweltschutz.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die solare Stromerzeugung – speziell die Photovoltaik – als Bestandteil einer nachhaltigen Energiezukunft in Deutschland dienen kann.
Die zentralen Felder sind die Definition und Anwendung von Nachhaltigkeitskriterien (sozial-kulturell, ökologisch, ökonomisch) im Energiesektor sowie die Analyse der aktuellen Rahmenbedingungen durch das EEG.
Ziel ist der Nachweis, dass die solare Stromerzeugung die Kriterien einer nachhaltigen Entwicklung besser erfüllen kann als die derzeit vorherrschende fossil-nukleare Stromerzeugung.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Datenanalyse, bei der der Ist-Zustand der Stromerzeugung anhand von Nachhaltigkeitskriterien systematisch bewertet und mit den Potenzialen der Solarenergie abgeglichen wird.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Prüfung der solaren Stromerzeugung anhand der drei Dimensionen Nachhaltigkeit: Sozial-kulturelle Kriterien (Versorgungssicherheit), ökologische Kriterien (Klimaschutz/Ressourcen) und ökonomische Kriterien (Preise/Arbeitsplätze).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Photovoltaik, Nachhaltigkeit, EEG, externe Kosten und Klimaschutz definiert.
Die Arbeit argumentiert, dass die Photovoltaik bei einer rein betriebswirtschaftlichen Betrachtung teurer erscheint, jedoch unter Einbeziehung der externen Umwelt- und Folgekosten fossiler Energieträger bereits heute volkswirtschaftlich vorteilhaft ist.
Das regenerative Kombikraftwerk wird als hervorragendes Beispiel angeführt, um das Problem der Volatilität der Solarenergie zu lösen und eine dauerhafte, bedarfsgerechte Versorgungssicherheit in Verbindung mit anderen erneuerbaren Energien zu gewährleisten.
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