Bachelorarbeit, 2020
77 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Herausforderungen der heutigen Lebens – und Arbeitswelt und deren Folgen für das Individuum
3.1.1 Physische Herausforderungen und Folgen
3.1.2 Psychische Herausforderung und Folgen
3.2 Gesundheit vs. Krankheit
3.2.1 Begriffserklärung und Definition von Gesundheit
3.2.2 Salutogenese Modell zur Erklärung der Entstehung von Gesundheit
3.2.3 Determinanten Modell zur Erklärung der Entstehung von Gesundheit
3.2.4 Begriffserklärung und Definition von Krankheit
3.2.5 Biomedizinisches Modell zur Erklärung von Entstehung von Krankheit
3.2.6 Risikofaktorenmodell zur Erklärung zur Entstehung von Krankheit
3.3 Stress und Stressreaktion
3.3.1 Begriffserklärung und Definition von Stress und einer Stressreaktion
3.3.2 Theorien und Modelle zur Entstehung von Stress
3.3.2.1 Relationale Stresskonzeption – Transaktionales Stressmodell (Coping – Modell) nach Lazarus (1966)
3.3.2.2 Reaktionsbezogene und psychophysiologische Stresskonzeption – Biologisches Stressmodell
3.4 Burnout – Syndrom
3.4.1 Begriffserklärung und Definition Burnout – Syndrom
3.4.2 Theorien und Modelle zur Entstehung eines Burnout – Syndroms
3.4.2.1 Modell nach Cherniss
3.4.2.2 Modell nach Freudenberger & North (1992)
3.5 Begriffsdefinition Patientensicherheit
3.6 Darstellung der gegenwärtigen Situation in Deutschland – Daten, Zahlen, Fakten
4 METHODIK
4.1 Forschungsfrage
4.2 Untersuchungsobjekte (Literaturquellen)
4.3 Datenerhebung – Beschreibung der Literaturrecherche
5 ERGEBNISSE
5.1 Studienbeschreibung und Resultate
6 DISKUSSION
6.1 Diskussion der Ergebnisse
6.2 Methodenkritik und Grenzen der Abschlussarbeit
6.3 Schlussfolgerung und Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
Das primäre Ziel dieser wissenschaftlichen Abschlussarbeit besteht darin, im Rahmen eines systematischen Reviews die aktuelle empirische und theoretische Studienlage zum potenziellen Kausalzusammenhang zwischen einer Burnout-Symptomatik bei Ärztinnen sowie Ärzten und der Patientensicherheit zu erfassen, gegenüberzustellen und kritisch zu bewerten. Im Zentrum steht hierbei die übergeordnete Forschungsfrage, ob und in welchem Ausmaß arbeitsbedingter Stress und Burnout-Erscheinungen beim ärztlichen Personal direkt zu Behandlungsfehlern führen und damit die Sicherheit der Patienten gefährden.
1 Einleitung und Problemstellung
Stress. Ein ständiger Begleiter des alltäglichen Lebens. In der heutigen Welt scheint es eine Bedingung zu sein, permanent unter Stress zu stehen. Doch was geschieht, wenn wir dauerhaft unter Stress stehen und was sind die Folgen? Mit dieser Thematik beschäftigt sich die vorliegende Arbeit.
Aus gesundheitlicher Perspektive kann Stress als die emotionale, kognitive, physiologische und verhaltensbezogene Reaktion auf die subjektiv erlebte Diskrepanz zwischen den Anforderungen der Umwelt und den persönlichen, sozialen, instrumentellen und strukturellen Ressourcen verstanden werden (Kaufmännische Krankenkasse [KKH], 2006, S. 1). Nach der Weltgesundheitsorganisation [WHO] gilt Stress als eines der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts (Poulsen, 2012, S. 13). Problematisch wird es, wenn der Körper akuten Stresssituationen ausgesetzt ist und keine Möglichkeiten zur Kompensation beziehungsweise Entspannungsphasen zur Verfügung hat. Dies führt zu einer dauerhaften Belastung des Organismus (Kaluza, 2014, S. 261ff.). Die Rede ist von chronischem Stress. Langfristig gesehen kann dieser sich negativ auf den Hormonstoffwechsel auswirken und die Entstehung unterschiedlicher Krankheiten begünstigen. Im Werk von St. Pierre und Hofinger (2014) wird in Bezug auf die Berufsgruppe der Ärzte verdeutlicht, dass chronischer Stress gesundheitsschädlich wirkt und zur Entstehung eines Burnout-Syndroms beitragen kann. Im Rahmen von chronisch degenerativen Erkrankungen stellt psychosozialer Stress einen bedeutsamen Faktor dar. Mögliche Gesundheitsbeeinträchtigungen, können Herz – Kreislauf – und Stoffwechselerkrankungen, Burnout, Depressionen, Fehlzeiten am Arbeitsplatz und Rückenschmerzen sein (Bernhard & Wermuth, 2011; Kaluza, 2003; Kaluza & Renneberg, 2009; KKH, 2006). Der Zusammenhang zwischen chronischem Stress und negativen Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit konnte bereits in Studien belegt werden, darunter auch das Burnout – Syndrom (Kaluza & Renneberg, 2009, S. 265; Hapke, Maske, Scheidt – Nave, Bode, Schlack, & Busch, 2013; Werdecker & Esch, 2018, S. 5–6; Bernhard & Wermuth, 2011; Kaluza, 2003; KKH, 2006). In den letzten 15 Jahren verzeichneten die Krankenkassen eine deutliche Zunahme an stressbedingten Krankheiten.
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Das Kapitel führt in die gesamtgesellschaftliche und arbeitsweltliche Relevanz von Stress ein und thematisiert die wachsende Problematik von Burnout sowie dessen unklare Auswirkungen auf die ärztliche Behandlungsqualität.
2 ZIELSETZUNG: Hier werden der Aufbau der Übersichtsarbeit skizziert und die leitende Forschungsfrage formuliert, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen ärztlichem Burnout und der Patientensicherheit nachweisbar ist.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieses umfangreiche Grundlagenkapitel definiert systematisch die Konzepte Gesundheit, Krankheit, Stress sowie Burnout anhand etablierter theoretischer Modelle und beleuchtet die aktuelle statistische Datenlage in Deutschland.
4 METHODIK: In diesem Teil wird das Vorgehen der systematischen Literaturrecherche in Fachdatenbanken dargelegt, einschließlich der Ein- und Ausschlusskriterien sowie des Suchablaufs nach PRISMA-Standards.
5 ERGEBNISSE: Das Kapitel präsentiert die tabellarische Erfassung und Synthese der sieben eingeschlossenen systematischen Reviews und Metaanalysen hinsichtlich der gemessenen Effektstärken und Zusammenhänge.
6 DISKUSSION: Die ermittelten Studienergebnisse werden kritisch gegenübergestellt, methodische Schwachstellen wie das Überwiegen von Querschnittsstudien reflektiert und praxisbezogene Implikationen für Gesundheitseinrichtungen abgeleitet.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Das abschließende Kapitel fasst die Kernaussagen der Übersichtsarbeit zusammen und betont die Notwendigkeit standardisierter Messmethoden sowie präventiver Arbeitsplatzbedingungen für Mediziner.
Burnout, Patientensicherheit, Stress, Ärzte, Behandlungsfehler, Arbeitsbelastung, emotionale Erschöpfung, Depersonalisation, Versorgungsqualität, systematisches Review, Metaanalyse, Gesundheitsmanagement, Krankheitsentstehung, Coping
Die Arbeit untersucht im Rahmen einer systematischen Literaturübersicht, ob und in welcher Weise berufsbedingter Stress und daraus resultierendes Burnout bei Ärztinnen und Ärzten die Sicherheit von Patienten und die Qualität der medizinischen Versorgung beeinflussen.
Zu den Kernfeldern gehören die theoretische Modellierung von Stress- und Krankheitsentstehung, die physischen und psychischen Belastungen moderner Arbeitsumgebungen, die Konzeptualisierung von Burnout und Patientensicherheit sowie die empirische Evidenz zu Behandlungs- und Medikationsfehlern.
Primäres Ziel ist die Klärung der Forschungsfrage, ob ein nachweisbarer kausaler Zusammenhang zwischen einer Burnout-Symptomatik beim ärztlichen Personal und Zwischenfällen bei der Patientensicherheit existiert.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in medizinischen und psychologischen Datenbanken (insbesondere PubMed, PubPsych und PMC) unter Verwendung definierter Ein- und Ausschlusskriterien sowie boolescher Operatoren durchgeführt, aus der sieben systematische Reviews und Metaanalysen extrahiert wurden.
Im Hauptteil werden nach einer ausführlichen theoretischen Fundierung die Ergebnisse der eingeschlossenen Studien detailliert tabellarisch und deskriptiv dargestellt, verglichen und auf Signifikanzen bezüglich Behandlungsfehlern und Akzeptanzeinbußen geprüft.
Zentrale Begriffe sind Burnout-Syndrom, Patientensicherheit, Stressreaktion, Medikationsfehler, emotionale Erschöpfung, Depersonalisation und Coping-Strategien.
Theoretisch fundiert wird die Arbeit unter anderem durch das transaktionale Stressmodell nach Lazarus, das biologische Anpassungssyndrom nach Selye sowie die Entstehungsmodelle von Cherniss und das 12-Phasen-Modell nach Freudenberger und North.
Nein, ein strikter kausaler Nachweis gelingt aufgrund der vorliegenden Studienlage nicht; die Evidenz liefert jedoch moderate bis signifikante Hinweise auf negative Korrelationen zwischen Burnout-Dimensionen (insbesondere emotionaler Erschöpfung) und reduzierter Patientensicherheit.
Kritisiert werden vor allem das Überwiegen von Querschnittsdesigns ohne Kausalaussage, eine hohe Variabilität der Erhebungsinstrumente, die Abhängigkeit von subjektiven Selbstberichten der Ärzte (Rückruf-Bias) sowie die nachträgliche Zurückziehung einer zentralen Metastudie.
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