Diplomarbeit, 2011
155 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die verschiedenen Arten des Wachstums
2.1 Das Wirtschaftswachstum
2.2 Wirtschaftswachstum und Glück
2.3 Verteilung von Leistungseinkommen und leistungslosem Einkommen in Deutschland
3. Ungleichverteilung der Einkommen als Ursache sozialer Probleme
3.1 Ungleichheit und Gesundheit
3.1.1 Ungleichheit und Übergewicht
3.1.2 Ungleichheit und psychische Erkrankungen
3.1.3 Der konsumtive Konkurrenzdruck und seine Folgen
3.1.4 Einkommenshöhe und gestiegener Status
3.1.5 Status und Arbeitsplatz
3.1.6 Ungleichheit in Deutschland
3.2 Ungleichheit und schulische Leistungen
3.3 Ungleichheit und Vertrauen
3.4 Status vs. Freundschaft
4. Wege zur Gleichverteilung der Einkommen?
4.1 Gleichverteilung der Leistungseinkommen
4.1.1 Das Unternehmen – Ein Konzept
4.1.2 Kritiken und Gegenargumente
4.2 Leistungslose Einkommen – Status Quo – Theorie und Praxis
4.2.1 Kreislaufmodelle
4.2.2 Interpretation von Y = W + R
4.2.3 Die dynamische Analyse ohne Staat
4.2.3.1 Die Anfangsdaten
4.2.3.2 Die Initialisierung
4.2.3.3 Die Schleife
4.2.3.4 Der Zinstransfer
4.2.3.5 Die Ergebnisse
4.2.3.6 Geld- und Sachvermögen im Jahr 2007 in Deutschland
4.2.4 Die dynamische Analyse mit Staat
4.2.5 Konsolidierung der Staatshaushalte und Wachstum
4.2.6 Resümee
4.3 Konzepte für eine langfristige zukunftsbewahrende Wirtschaftsordnung?
4.3.1 Der Zins und seine Rolle in der neoklassischen Theorie
4.3.2 Krisentheorie von Keynes und dessen Folgen
4.3.3 Die freiwirtschaftliche Theorie als sinnvolle Ergänzung zum herrschenden System?
4.3.3.1 Der Zins und seine Folgen
4.4 Konzept für eine langfristige zukunftsbewahrende Wirtschaftsordnung! – Kurzübersicht
4.4.1 Die Ursache – Reloaded
4.4.2 Die Lösung
4.4.3 Die Konsequenzen
5. Konzept für eine langfristige zukunftsbewahrende Wirtschaftsordnung
5.1 Die Lösung – Der freie Geldfluss – Das Ende der Geldhortung
5.2 Die Folgen eines umlaufgesicherten Geldes
5.3 Kritiken und Gegenargumente
5.4 Fazit
Die Arbeit untersucht die Ursachen der zunehmenden materiellen Ungleichverteilung in der Gesellschaft und differenziert dabei zwischen durch Arbeit erzielten Leistungseinkommen und leistungslosen Einkommen aus Zinsen und Spekulationen. Das primäre Ziel ist es, Lösungsansätze aufzuzeigen, die zu einer Gleichverteilung führen und dabei ein Bewusstsein für die Problematik des uferlosen Wachstums von Geldvermögen durch Zins und Zinseszins zu schaffen.
3.1.1 Ungleichheit und Übergewicht
Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind in Deutschland rund 60 Prozent der Männer übergewichtig und 40 Prozent der Frauen. 16 Prozent beider Geschlechter waren sogar fettleibig [vgl. OECD 2009]. Die Ergebnisse einer Studie der International Association for the Study of Obesity (IASO) die sich nur auf die europäischen Länder bezieht, kamen sogar zu dem Ergebnis, dass rund 75,4 Prozent der Männer und 58,9 Prozent der Frauen übergewichtig sind. Fettleibig sind dafür 22,5 Prozent der Männer und rund 23,3 Prozent der Frauen. Die Daten der Erhebung werden in Abbildung 5 grafisch veranschaulicht. Dabei ist zu sehen, dass Deutschland auf Platz Nr. 1 liegt und die meisten übergewichtigen Menschen hat im Vergleich zu den weiteren 24 untersuchten EU-Staaten. Die fettleibigsten Menschen haben dagegen Griechenland. Deutschland liegt bei der Fettleibigkeit in Europa auf dem 4. Platz [vgl. IASO 2007]. Fettleibigkeit ist stark gesundheitsschädlich als Übergewicht. Fettleibigkeit erhöht das Risiko, an Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-, Gallenblasenerkrankung und einigen Formen von Krebs zu erkranken.
1. Einleitung: Diese Arbeit analysiert die Ursachen zunehmender Ungleichverteilung in der Gesellschaft und sucht nach Lösungen, um von einem leistungslosen zu einem gerechteren Wirtschaftssystem zu gelangen.
2. Die verschiedenen Arten des Wachstums: Dieses Kapitel erläutert die drei Wachstumsarten (natürlich, linear, exponentiell) und untersucht die Mechanismen von Wirtschaftswachstum, BIP sowie den Einfluss auf das persönliche Glück.
3. Ungleichverteilung der Einkommen als Ursache sozialer Probleme: Es wird dargelegt, wie materielle Ungleichheit korreliert mit gesundheitlichen Problemen, schulischen Leistungen, Vertrauensverlust und der Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen.
4. Wege zur Gleichverteilung der Einkommen?: Dieses Kapitel diskutiert Möglichkeiten der Umverteilung durch Steuern und Reformen, analysiert das Konzept mitarbeitergeführter Unternehmen und beleuchtet die Rolle von Zins und Geldhortung kritisch.
5. Konzept für eine langfristige zukunftsbewahrende Wirtschaftsordnung: Hier wird die Idee einer umlaufgesicherten Währung als Lösung für ein stabileres, krisenresistentes Wirtschaftssystem detailliert vorgestellt und kritisch hinterfragt.
Einkommensungleichheit, Wirtschaftswachstum, Zinseszins, Geldordnung, Soziale Probleme, Wohlbefinden, Leistungslose Einkommen, Umverteilung, Geldhortung, Freiwirtschaft, Neoklassik, Keynesianismus, Geldfluss, Arbeitslosigkeit, Vermögensverteilung.
Die Arbeit analysiert die Ursachen der zunehmenden materiellen Ungleichverteilung und bewertet wirtschaftstheoretische Konzepte, um Wege zu einer gerechteren Wirtschaftsordnung aufzuzeigen.
Zentrale Themen sind die verschiedenen Wachstumsarten, der Zusammenhang zwischen Status und Lebensqualität, die Auswirkungen von Zinsmechanismen sowie Reformansätze für das bestehende Geldsystem.
Ziel ist es, die Verantwortlichkeit des aktuellen Finanzsystems für soziale Missstände aufzuzeigen und Lösungsansätze zu präsentieren, die eine Gleichverteilung fördern und das uferlose Wachstum von Geldvermögen begrenzen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Daten und Studien, ergänzt durch die Modellierung von volkswirtschaftlichen Kreisläufen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen von Ungleichheit, sowie einer kritischen Analyse der Neoklassik und der Theorie von Keynes, um schließlich das Konzept eines umlaufgesicherten Geldes zu erörtern.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Einkommensungleichheit, Zinseszins, Geldordnung, Umverteilung und Freiwirtschaft charakterisiert.
Der Autor argumentiert, dass der Zins als „Leck“ im Wirtschaftskreislauf wirkt, da er Kapital der Realwirtschaft entzieht und spekulative sowie unproduktive Geldhortung begünstigt, was zu Krisen und Ungleichheit führt.
Natürliches Wachstum ist durch eine biologische Obergrenze begrenzt, während exponentielles Wachstum – wie bei Krebszellen oder Zinseszinsen – unbegrenzt und systemzerstörend verläuft, da es keine Sättigung kennt.
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