Masterarbeit, 2011
199 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Was ist Innovation
2.1.1 Innovationsbegriff
2.1.2 Pioniere der Innovationsforschung
2.1.3 Merkmale von Innovationen
2.1.4 Klassifikation von Innovationen
2.1.5 Wegweisende Innovationen
2.2 Der Medici Effekt
2.2.1 Grundthese des Medici Effektes
2.2.2 Grundlegende Paradigmen
2.2.3 Erweiterte Paradigmen
2.2.4 Hintergrund zum Buch
2.2.5 Verwandte Publikationen
2.3 Vergleichbare Prinzipien
2.3.1 Bionik im Architektur- und Bausektor
2.3.2 Hybrididee in der Automobilbranche
2.3.3 Open Innovation im Organisationsbereich
2.3.4 Cross-Industry-Innovation in der Industrie
2.3.5 Fusion und Crossover in der Musikbranche
3. Ist-Situation in Europa
3.1 Innovationen im Kontext
3.1.1 Weltweite Veränderungen
3.1.2 Innovationsstudien der EU
3.1.3 Europäische Visionen
3.2 Innovationskraft und Trendanalysen
3.2.1 Patente und Schutzrechte
3.2.2 Innovationscluster und Patentverteilung
3.2.3 Studienergebnisse von Beratungsunternehmen
3.3 Innovationsmanagement in Organisationen
3.3.1 Innovationsprozesse
3.3.2 Innovationsmanagement
3.3.3 Innovationskultur
3.3.4 Innovative Unternehmen
4. Europäische Beispiele zum Medici Effekt
4.1 Vorgehen
4.2 Produktentwicklung
4.2.1 Der Fußballschuh mit dem Tennisschläger (Adidas)
4.2.2 Die Nähmaschine mit der Computermaus (Bernina)
4.2.3 Der Ski mit der Geige (Fischer)
4.2.4 Der Milchaufschäumer aus dem Labor (Nespresso)
4.3 Materialien & Bauwesen
4.3.1 Der Sneaker mit der Klette (Velcro)
4.3.2 Die Fassade mit dem Lotoseffekt (Sto)
4.3.3 Das Haus nach dem Wind (Herzog)
4.4 Automobil, Beförderung & Medizin
4.4.1 Das Auto mit dem Joystick (BMW)
4.4.2 Der Aufzug aus den Bergen (Schindler)
4.4.3 Der Knochen mit der Autoantenne (Wittenstein)
4.4.4 Das Krebsrankl aus dem Knochenschwund (Penninger)
4.5 IKT & Organisation
4.5.1 Das Unterwassermodem der Delfine (EvoLogics)
4.5.2 Die Urinalplanung aus dem Kraftwerk (Geberit)
4.5.3 Der Werkzeugkasten in der Flotte (Hilti)
4.5.4 Der Rasenmäher mit dem Hitzeschild (ElringKlinger)
5. Ideenpool zur Anwendung des Medici Effektes
5.1 Kreativitätspool
5.1.1 Kreativität und Kreativitätstechniken
5.1.2 Assoziative Kreativitätstechniken
5.1.3 Modellgetriebene Kreativitätstechniken
5.2 Innovationspool
5.2.1 Planungs- und Analysetechniken
5.2.2 Strategische Innovationstechniken
5.2.3 Operative Innovationstechniken
5.3 Spielepool
5.3.1 Spiel- und Spielentwicklungstechniken
5.3.2 Innovationsspiele im weiteren Sinne
5.3.3 Innovationsspiele im engeren Sinne
5.4 Leitfaden Anwendungsmodell
6. Prototyp zur Umsetzung
6.1 Vorgehensprinzip
6.2 Exemplarische Umsetzung
6.3 Abschließende Bewertung
7. Conclusio
Die Arbeit untersucht das Konzept des "Medici Effekts" nach Frans Johansson, welches besagt, dass die Kombination von Wissen aus unterschiedlichen Fachgebieten, Disziplinen und Kulturen das Potenzial für radikale Innovationen maximiert. Das primäre Ziel der Master-Thesis ist es, diese These anhand aktueller europäischer Praxisbeispiele zu untermauern und ein Managementspiel zu konzipieren, das Managern das Prinzip kognitiv vermittelt.
Assoziative Barrieren
Ein wesentliches Hindernis bei der Herstellung von Verbindungen unterschiedlicher Bereiche stellen nach Johansson sogenannte assoziative Barrieren (engl. associative barriers) dar. Jeder Sinneseindruck wird vom Gehirn sofort mit einer Reihe von Assoziationen belegt, die miteinander verbunden und gemäß unseren Erfahrungen in Domänen gruppiert sind. Betrachten drei Personen beispielsweise ein baufälliges Haus, so löst der Anblick beim Investor eventuell eine Rentabilitätsberechnung, beim Architekt einen Renovierungsplan und beim frisch getrauten Ehemann eine Heimwerkervision aus.
Alle drei Assoziationsketten haben ihre eigene Berechtigung und sind gleichzeitig durch den gleichen Algorithmus geeint – die Verbindung zu einer früheren Assoziation. Das Gehirn folgt nach Johansson schlichtweg dem effizientesten Pfad um eine Situation zu analysieren und mögliche Aktionen zu evaluieren. Trotz ihrer innewohnenden Notwendigkeit können Assoziationsketten demnach auch zu einer Barriere werden, da sie „unübliche“ Schlüsse und weiterführende Gedanken überspringen und dadurch möglicherweise innovatives Querdenken erschweren.
Je niedriger die assoziativen Barrieren sind, so Johansson, desto eher wird auch divergentes Denken möglich. Das Wort „Preiselbeere“ ist plötzlich nicht unbedingt mit dem naheliegenden „Wildgericht“ verbunden, sondern weist eventuell eine Assoziation zu „Kopfbedeckung“ auf und lässt im Gedächtnis ein ebensolches Bild entstehen. Diese Überwindung der Barriere mag einem Koch relativ wenig nützen, für einen Modedesigner kann es aber eine wertvolle Anregung darstellen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Innovation als Treiber für Wirtschaft und Forschung ein, erläutert die Bedeutung von Diversität und interdisziplinärem Arbeiten und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Innovation, Invention und Radikalität definiert, der Medici Effekt nach Johansson detailliert beschrieben und vergleichbare Konzepte wie Bionik und Open Innovation vorgestellt.
3. Ist-Situation in Europa: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle Lage radikaler Neuerungen in europäischen Unternehmen und Wissenschaften, ergänzt durch Trendanalysen und Statistiken.
4. Europäische Beispiele zum Medici Effekt: Hier wird die erfolgreiche Anwendung des Medici Effekts anhand konkreter europäischer Praxisbeispiele wie dem Adidas PredatorPulse oder der Geberit Urinalplanung analysiert.
5. Ideenpool zur Anwendung des Medici Effektes: Dieses Kapitel liefert einen Pool an Kreativitäts-, Innovations- und Spieltechniken sowie einen Leitfaden für ein Managementspiel zur kognitiven Vermittlung des Konzepts.
6. Prototyp zur Umsetzung: Der im vorangegangenen Kapitel entwickelte konzeptionelle Ansatz wird hier prototypisch umgesetzt und anhand eines Workshops mit Experten in der Praxis erprobt und analytisch bewertet.
7. Conclusio: Die Arbeit zieht das Fazit zur ursprünglichen Hypothese, bewertet das Erfolgspotenzial für die praktische Anwendung und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Medici Effekt, Innovation, Innovationsmanagement, Kreativität, Diversität, Kombinatorik, Frans Johansson, Open Innovation, Cross Industry Innovation, Bionik, Radikale Innovation, Spieltheorie, Wissensmanagement, Ideenpool
Die Arbeit beschäftigt sich mit der "kombinatorischen These" des Medici Effekts nach Frans Johansson, die besagt, dass radikale Innovationen vor allem an den Schnittpunkten zwischen unterschiedlichen Fachgebieten, Kulturen und Disziplinen entstehen.
Die Arbeit deckt Innovationsmanagement, Kreativitätstechniken, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte in europäischen Unternehmen ab.
Das Hauptziel ist es, die theoretische Idee des Medici Effekts anhand europäischer Beispiele zu untermauern und ein praktisches Anwendungsmodell – in Form eines Managementspiels – für Unternehmen zu entwickeln.
Es werden eine Literaturrecherche zu Innovationstheorien, eine Analyse von Praxisbeispielen, eine statistische Betrachtung von Patentdaten sowie die prototypische Entwicklung und workshopbasierte Erprobung eines Managementspiels angewendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Innovationsbegriffe, eine Bestandsaufnahme der Situation in Europa, eine detaillierte Fallstudien-Analyse sowie die Erarbeitung eines Ideenpools und Prototyps für die betriebliche Praxis.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Medici Effekt", "Interdisziplinarität", "Radikale Innovation", "Kreativitätstechniken" und "Cross-Industry-Innovation" definieren.
Der Fokus liegt stärker auf der bewussten Suche nach "Intersections" (Schnittstellen), der Überwindung "assoziativer Barrieren" und der Erhöhung der Quantität von Ideen, um die Qualität zu steigern, statt nur linear innerhalb bekannter Felder zu optimieren.
Das Managementspiel dient als Werkzeug zur kognitiven Vermittlung. Es soll Managern helfen, das abstrakte Prinzip des Medici Effekts spielerisch zu erleben, Barrieren abzubauen und das Potenzial für radikale Innovationen in ihrer Organisation zu erkennen.
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