Examensarbeit, 2009
31 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Grundbegriffe
2.2 Hilfsmittel
3 Der Beweis
3.1 Gultigkeit vom Bertrandschen Postulat fur n < 4000
3.2 Abschatzung vom Primzahlenprodukt
3.3 Enthaltene Primzahlen in 2n / n
3.4 Abschatzung von 4n
3.5 Das Bertrandsche Postulat
3.6 Anmerkung
4 Folgerungen
4.1 Primzahlsumme
4.2 Die Unendlichkeit der Primzahlen
Die vorliegende Arbeit widmet sich der detaillierten Herleitung und Erläuterung des Bertrandschen Postulats. Ziel ist es, den elementaren und eleganten Beweis nach Paul Erdős nachzuvollziehen, welcher belegt, dass für jede natürliche Zahl n ≥ 1 mindestens eine Primzahl p existiert, die der Bedingung n < p ≤ 2n genügt.
3.1 Lemma (Gultigkeit vom Bertrandschen Postulat fur n < 4000)
Das Postulat von Bertrand gilt fur n < 4000, n ∈ N.
Beweis. Es muss gezeigt werden, dass es fur jedes n < 4000 eine Primzahl p ∈ P gibt, mit n < p ≤ 2n. Um nicht alle 3999 Zahlen uberprufen zu mussen ist es sinnvoll den „Landau-Trick“ anzuwenden: Man sucht zwischen der Start-Primzahl 2 und ihrem Doppelten die großte Primzahl. Dann verdoppelt man diese Primzahl und sucht wieder die großte Primzahl zwischen ihr und ihrem Doppelten. Diesen Vorgang wiederholt man bis n = 4000 ubertroffen ist. Die Folge dieser Primzahlen sieht folgendermaßen aus: 2, 3, 5, 7, 13, 23, 43, 163, 317, 631, 1259, 2503, 4001.
Weil es fur n < 4000 zwischen jeder Primzahl und ihrem Doppelten eine Primzahl gibt, ist das Bertrandsche Postulat fur alle diese Primzahlen erfullt, und somit auch fur jede naturliche Zahl in diesem Bereich, da zwischen ihr und ihrem Doppelten immer mindestens eine Primzahl liegt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über Primzahlen als grundlegende Objekte der Zahlentheorie und führt in die Fragestellung der Verteilung von Primzahlen ein.
2 Grundlagen: Hier werden die notwendigen mathematischen Voraussetzungen, Definitionen und Sätze, insbesondere aus der Teilbarkeitstheorie und Kombinatorik, bereitgestellt.
3 Der Beweis: Dies ist das Hauptkapitel, welches den Beweis nach Paul Erdős in fünf Schritten durchführt, beginnend mit der Prüfung für kleine Zahlen bis hin zur formalen Herleitung des Bertrandschen Postulats.
4 Folgerungen: In diesem Kapitel werden weiterführende Ergebnisse abgeleitet, die sich aus dem bewiesenen Postulat ergeben, wie die Zerlegbarkeit in Primzahlpaare und die Unendlichkeit der Primzahlen.
Primzahlen, Bertrandsches Postulat, Zahlentheorie, Paul Erdős, Primfaktorzerlegung, Binomialkoeffizient, Teilbarkeit, Landau-Trick, Unendlichkeit der Primzahlen, Kombinatorik, Primzahlverteilung, Mathematischer Beweis, Natürliche Zahlen, Primfaktor, Schranken
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Herleitung des Bertrandschen Postulats, welches besagt, dass zwischen einer natürlichen Zahl n und deren Doppelten 2n stets mindestens eine Primzahl existiert.
Die Arbeit fokussiert sich auf elementare Zahlentheorie, die Eigenschaften von Primzahlen und kombinatorische Abschätzungsverfahren.
Das primäre Ziel ist es, den eleganten und vergleichsweise einfachen Beweis dieses Postulats, der 1932 von Paul Erdős formuliert wurde, schrittweise nachvollziehbar zu machen.
Es werden methodische Werkzeuge der elementaren Zahlentheorie genutzt, insbesondere die vollständige Induktion, die Analyse von Binomialkoeffizienten und verschiedene Abschätzungsmethoden für Primfaktorprodukte.
Der Hauptteil gliedert sich in die schrittweise Beweisführung, angefangen bei der Gültigkeit für Zahlen unter 4000 bis hin zur mathematischen Herleitung für alle natürlichen Zahlen durch diverse Lemmata.
Primzahlen, Bertrandsches Postulat, Zahlentheorie, Paul Erdős, Binomialkoeffizient, Teilbarkeit und Primfaktorzerlegung.
Der Landau-Trick erlaubt es, die Gültigkeit des Postulats für den Bereich n < 4000 effizient nachzuweisen, indem man die Prüfung nur für eine kleine, ausgewählte Teilfolge von Primzahlen durchführen muss.
Die Erkenntnis, dass Primzahlen in diesem speziellen Bereich den entsprechenden Binomialkoeffizienten nicht teilen, stellt laut Erdős den entscheidenden Punkt für den Erfolg des gesamten Beweises dar.
Da das Postulat garantiert, dass zwischen jeder Zahl und ihrem Doppelten eine Primzahl liegt, kann es keine größte Primzahl geben, womit deren Unendlichkeit unmittelbar folgt.
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