Diplomarbeit, 2011
82 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielstellung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund des Social Return on Investment
2.1 Der Berechnungsansatz des Social Return on Investment nach The Roberts Enterprise Development Fund
2.2 Die Weiterentwicklung des Social Return on Investment für Unternehmen des Dritten Sektors
2.2.1 Die Kernelemente der Methodik zur Berechnung des Social Return on Investment durch die New Economics Foundation
2.2.2 Sechs Stufen zur Entwicklung der Kennzahl für Non-Profit-Unternehmen
3. Theoretischer Hintergrund zur Einführung des Social Return on Investment in einem Integrationsunternehmen
3.1 Soziale Leistungen unter dem Gesichtspunkt wirtschaftlicher Wertigkeit
3.2 Integrationsunternehmen zwischen Marktversagen und Staatsdefizit
3.2.1 Vorstellung der Einzelhandel gGmbH
3.2.2 Der Geschäftsbereich L-Markt I der Einzelhandel gGmbH
4. Praktischer Teil mit Dokumentation der Berechnung des Social Return on Investment
4.1 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes
4.2 Stakeholderanalyse
4.2.1 Klassifizierung der Stakeholder
4.2.2 Auswahl der Key Stakeholder und Ermittlung ihrer Zielsetzungen
4.3 Erstellung einer Impact-Map zur Berechnung des Social Return on Investment
4.3.1 Ergebnisübersicht der abgeschlossenen Stakeholderanalyse
4.3.2 Indikatorenfestlegung zur konkreten Messung von Ergebnissen und Auswirkungen
4.3.3 Der Mehrwert des L-Markt I durch die Impact Indikatoren
4.4 Wertmessung der sozialen Leistungskraft des L-Markt I
4.4.1 Umwandlung der Indikatoren in Geldeinheiten
4.4.2 Berechnung der Erträge für die Stakeholder durch die Bewirtschaftung des L-Markt I
4.4.2.1 Summe der gezahlten Nettovergütungen
4.4.2.2 Summe der abgeführten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile an die Sozialversicherung
4.4.2.3 Summe der gesparten Transferleistungen durch Beschäftigung
4.4.2.4 Summe der zusätzlichen Steuereinnahmen durch Abführung von Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag
4.4.2.5 Summe der Erträge durch Einsparungen bei den Gesundheitskosten
4.4.2.6 Mehrwert aller erzielten Erträge durch Stakeholder am L-Markt I
4.4.3 Berechnung der geleisteten Investitionen durch Stakeholder in den L-Markt I
4.4.3.1 Die Summe der geleisteten Eingliederungszuschüsse durch die Agentur für Arbeit/JobCenter
4.4.3.2 Die Summe aller geleisteten Investitionen durch das Integrationsamt Berlin
4.4.3.3 Die Summe aller geleisteten Investitionen durch die Nordberliner Werkgemeinschaft gGmbH
4.4.3.4 Summe aller getätigten Investitionen der Stakeholder in den L-Markt I
4.4.4 Berechnung des Social Return on Investment für den L-Markt I
5. Bewertung des ermittelten Social Return on Investment und Empfehlungen an die Einzelhandel gGmbH
6. Fazit
Ziel der Arbeit ist die exemplarische Berechnung des Social Return on Investment (SROI) für den Standort L-Markt I der Einzelhandel gGmbH, um die sozialen und öffentlich-wirtschaftlichen Wertschöpfungen jenseits finanzieller Kennzahlen zu quantifizieren und als indirekte Rendite für Stakeholder darzustellen.
2. Theoretischer Hintergrund des Social Return on Investment
Im Jahr 1996 führte der REDF anhand zweier sozialökonomischer Betriebe erstmalig eine soziale Invenstitionsrechnung durch. Im Zentrum der Betrachtung zur Entwicklung dieser Kennzahl standen soziale Unternehmen, welche ihren Kunden marktorientierte Produkte bzw. Serviceleistungen anbieten und gleichzeitig Qualifizierungsmöglichkeiten bzw. Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen zur Verfügung stellen, die aktiv in den Prozess der betrieblichen Wertschöpfung eingebunden sind. „REDF ist der Meinung, dass SROI aus einer Kombination von Kennzahlen berechnet werden kann, die sowohl wirtschaftliche als auch sozioökonomische Wertsteigerungen erfassen und monetär bewerten.“
REDF stellt seinen Untersuchungen ein Wertekonzept für soziale Dienstleistungsunternehmen voran, bei dem die Wertschöpfung in drei Dimensionen stattfindet. Als erstes bildet sich ein betriebswirtschaftlicher Wert. Dieser ergibt sich dann, wenn nach einer getätigten Investition Kapitalrückflüsse ins Unternehmen messbar sind. Diese Wertschöpfung definiert REDF auch beispielhaft für gewinnorientiert arbeitende Unternehmen. Seinen Ausdruck als betriebliche Kennzahl findet diese Wertegenerierung z.B. in der Berechnung des Return on Investment (ROI). Die zweite Wertschöpfung findet in der Schaffung sozialer Werte statt. Das bedeutet, dass Ressourcen und Prozesse durch unternehmerische Tätigkeit so zusammenwirken, dass die Lebensqualitäten von Individuen und Gesellschaften verbessert werden. Beeinflusst wird diese Wertschöpfung durch politische Entscheidungen. Die Messbarkeit dieser Werte erscheint aber im Vergleich zu den betriebswirtschaftlichen als nahezu unmöglich. Zwischen diese beiden Werte stellt REDF den sozioökonomischen Wert. Dieser basiert auf Messkriterien von wirtschaftlichen Kennzahlen und versucht, dabei geschaffene soziale Werte in Geld auszudrücken. Zur Berechnung dieses Wertes werden Einsparungen bzw. Gewinne der öffentlichen Hand hinzugezogen, welche direkt auf die Tätigkeit des sozialen Dienstleistungsunternehmen zurückzuführen sind.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der sozialen Wirtschaft, stellt die Zielsetzung der SROI-Berechnung für den L-Markt I dar und beschreibt den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Theoretischer Hintergrund des Social Return on Investment: Es werden die Ursprünge des SROI nach dem REDF-Ansatz sowie die spezifischen Weiterentwicklungen für den Non-Profit-Sektor durch die New Economics Foundation detailliert analysiert.
3. Theoretischer Hintergrund zur Einführung des Social Return on Investment in einem Integrationsunternehmen: Dieses Kapitel verknüpft soziale Leistungen mit wirtschaftlicher Wertigkeit und stellt das konkrete Fallbeispiel, die Einzelhandel gGmbH, vor.
4. Praktischer Teil mit Dokumentation der Berechnung des Social Return on Investment: Hier erfolgt die empirische Datenerhebung, die Stakeholderanalyse, die Erstellung der Impact-Map sowie die detaillierte Berechnung des SROI unter Berücksichtigung von Deadweight-Faktoren.
5. Bewertung des ermittelten Social Return on Investment und Empfehlungen an die Einzelhandel gGmbH: Der berechnete SROI-Wert von 2,22 wird interpretiert, und es werden strategische Handlungsempfehlungen zur weiteren Professionalisierung der Messmethodik gegeben.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die Anwendungsmöglichkeiten und die Grenzen der SROI-Kennzahl im deutschen sozialwirtschaftlichen Kontext.
Social Return on Investment, SROI, Soziale Wertschöpfung, Integrationsunternehmen, Impact-Map, Stakeholderanalyse, Monetarisierung, Soziale Rendite, Lebensmitteleinzelhandel, Gemeinnützigkeit, Wirkungskontrolle, Nachhaltigkeit, Arbeitsmarktintegration, Wirtschaftlichkeit, Sozialwirtschaft.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die soziale Wertschöpfung eines Integrationsunternehmens mithilfe der SROI-Kennzahl monetär messbar und betriebswirtschaftlich bewertbar gemacht werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie des SROI-Modells, der spezifischen Situation von Integrationsunternehmen und der praktischen Anwendung der SROI-Methodik anhand von Kennzahlen.
Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern soziale Leistungen durch eine betriebswirtschaftliche Kennzahl quantifiziert werden können und welchen Mehrwert diese für Investoren und Stakeholder bietet.
Verwendet wird das SROI-Berechnungsverfahren, basierend auf dem Modell der New Economics Foundation, welches Input, Output und Outcome in einer Impact-Map integriert und monetarisiert.
Der Hauptteil dokumentiert die Stakeholderanalyse, die Erstellung der Impact-Map, die Monetarisierung sozialer Effekte sowie die konkrete Berechnung des SROI für den Standort L-Markt I.
Die wichtigsten Begriffe umfassen SROI, soziale Wertschöpfung, Integrationsunternehmen, Impact-Map, Monetarisierung und Arbeitsmarktintegration.
Der Wert signalisiert, dass für jeden Euro, der in den L-Markt I investiert wurde, ein gesellschaftlicher Mehrwert von 2,22 Euro generiert wurde, was die soziale Investition legitimiert.
Weiche Indikatoren, wie z.B. eingesparte Krankheitskosten, sind essenziell, um auch soziale Auswirkungen monetär greifbar zu machen, auch wenn sie auf Schätzungen und statistischen Mitteln basieren.
Das statistische Material belegt die Validität der gewählten Annahmen und Berechnungsgrundlagen, um die Belastbarkeit der SROI-Analyse gegenüber kritischen Rückfragen zu untermauern.
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