Masterarbeit, 2011
56 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung dieser Arbeit
1.3 Thematischer Aufbau und formale Hinweise
2 Theoretische Fundierung pferdegestützter Entwicklungsmaßnahmen
2.1 Aufgabe der Personalentwicklung im Kontext von Mentoring
2.2 Pferdegestützte Personalentwicklungsmaßnahme
2.3 Theoretische Grundlagen der Kommunikation
2.4 Wirkungen von Tieren auf Menschen
2.5 Arttypische Besonderheiten des Pferdes und ihre Wirkung
3 Begriffsbestimmung „Mentoring“
3.1 Definition
3.2 Ziele und Arten von Mentoring
3.3 Mentee
3.4 Mentor
3.5 Einflussfaktoren auf die Bereitschaft, Mentor zu werden
3.6 Chancen und Risiken einer Mentoring-Beziehung
4 Kompetenzen
4.1 Der Kompetenzbegriff
4.2 Kompetenzen eines Mentors und deren Entwicklungsmöglichkeiten
4.3 Zusammenfassung und Erstellung eines Mentoren-Soll-Profils
5 Lernen im Kontext von Mentoring
5.1 Erkenntnisse aus der Erwachsenenbildung
5.2 Lernen Älterer und didaktische Implikationen
6 Gewinnung von Mentoren und pferdegestützte Entwicklung von „Mentorenkompetenzen“
6.1 Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse für eine pferdegestützte Entwicklungsmaßnahme von Mentoren
6.2 Ziele und Ablaufplanung einer pferdegestützten Maßnahme
6.3 Konzept zur Gewinnung von Mentoren
7 Kritische Betrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Ressource „Pferd“ als didaktisches Mittel im Mentoring-Prozess genutzt werden kann, um die für Mentoren erforderlichen Kompetenzen gezielt zu fördern. Das zentrale Ziel ist die Konzeption eines pferdegestützten Programms, das sowohl zur Kompetenzentwicklung als auch zur Gewinnung geeigneter Mentoren in Unternehmen beitragen soll.
2.5 Arttypische Besonderheiten des Pferdes und ihre Wirkung
Das Pferd hat eine Symbolwirkung und verkörpert Schönheit und Kraft. Hierdurch und durch seine imposante Größe ist anzunehmen, dass es den Menschen beeindrucken kann. Beeindruckende Bilder können gut behalten werden. Dies kann für den Lernerfolg in Trainingsmaßnahmen hilfreich sein.
Das Pferd ist ein Herdentier und lebt als solches in einem engen Sozialverband mit Artgenossen. Eine Pferdeherde ist eine „kooperative Gemeinschaft von Individuen“ (Wendt 2009, S. 26). Dabei hat jedes Pferd eine bestimmte Position in der Herde, deren Rangordnung hochkomplex ist. Die Pferde müssen kommunizieren, sich koordinieren und zusammenhalten. Die Sozialstruktur der Gruppe wird über die Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern bestimmt. Sie ist gekennzeichnet durch gegenseitigen Respekt und gegenseitige Achtung (vgl. ebd., S. 26). Die Mitglieder übernehmen Rollen, die das Überleben der Gruppe sichern sollen. Ist ein Hengst in der Gruppe, so wird er für den Zusammenhalt sorgen. Er umrundet die Gruppe und treibt sie von hinten. An der Spitze der Herde geht in der Regel eine ältere Stute, der die anderen folgen und vertrauen (vgl. ebd., S. 26). Andere Herdenmitglieder bestimmen ihre Position nach ihren individuellen Talenten. Ist ein Pferd besonders besonnen und kann potenzielle Gefahren gut einschätzen, so orientieren sich die anderen Pferde in ihrem Fluchverhalten an diesem (vgl. ebd., S. 26).
1 Einleitung: Darlegung der Relevanz von Mentoring in Zeiten des Wandels und Herleitung der Forschungsfrage zur Nutzung von Pferden als Ressource in der Kompetenzentwicklung.
2 Theoretische Fundierung pferdegestützter Entwicklungsmaßnahmen: Erläuterung der Bedeutung der Personalentwicklung sowie der psychologischen und kommunikativen Grundlagen tiergestützter Interventionen.
3 Begriffsbestimmung „Mentoring“: Definition und Analyse von Mentoring-Formen sowie der Einflussfaktoren auf die Bereitschaft von Führungskräften, die Mentorenrolle zu übernehmen.
4 Kompetenzen: Definition des Kompetenzbegriffs und Identifikation der spezifischen Anforderungen an Mentoren im Rahmen einer ganzheitlichen Handlungskompetenz.
5 Lernen im Kontext von Mentoring: Darstellung lerntheoretischer Erkenntnisse der Erwachsenenbildung und deren Bedeutung für die Gestaltung von Trainingsmaßnahmen.
6 Gewinnung von Mentoren und pferdegestützte Entwicklung von „Mentorenkompetenzen“: Konzeption eines pferdegestützten Moduls und Entwicklung eines strategischen Konzepts zur Mentor-Gewinnung.
7 Kritische Betrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Reflexion über die Wirksamkeit pferdegestützter Maßnahmen und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Mentoring, Personalentwicklung, Kompetenzentwicklung, pferdegestützte Intervention, Beratungskompetenz, Erwachsenenbildung, Führungskräfteentwicklung, Sozialkompetenz, Kommunikation, Modelllernen, Mentorenkompetenzen, Coaching, Selbstwirksamkeit, Organisationsentwicklung, Führung.
Die Arbeit untersucht den Nutzen von Pferden als zusätzliche Ressource innerhalb von Personalentwicklungsprogrammen für Mentoren in Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Professionalisierung von Mentoring, der Kompetenzentwicklung für Mentoren, den psychologischen Wirkmechanismen von Pferden und der didaktischen Gestaltung von Trainingsmaßnahmen für Erwachsene.
Das Hauptziel ist zu klären, ob und wie Pferde eine sinnvolle Unterstützung bieten können, um Mentoren in ihrer Rolle zu entwickeln und deren für den Beratungsprozess notwendigen Kompetenzen zu stärken.
Es handelt sich primär um eine theoretische Untersuchung basierend auf einer fundierten Literaturrecherche und der Ableitung eines praktischen Konzepts (Soll-Profil und pferdegestütztes Trainingsmodul).
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung (Personalentwicklung, Kommunikation, Psychologie), der Begriffsbestimmung von Mentoring, der Definition der Mentorenkompetenzen sowie der didaktischen Aufarbeitung pferdegestützter Trainingsmodule.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Mentoring, Kompetenzentwicklung, Personalentwicklung und pferdegestützte Intervention definieren.
Das Kompetenzrad dient der qualitativen Selbsteinschätzung und Visualisierung von Ist- und Soll-Kompetenzen bei Mentoren und bietet eine strukturierte Basis für die Evaluation des Entwicklungsfortschritts.
Das Pferd fungiert als Experte für nonverbale Kommunikation, da es ein unmittelbares, wertfreies Feedback gibt, welches dem Teilnehmer hilft, die Kongruenz zwischen eigenen verbalen Aussagen und körpersprachlichen Signalen zu reflektieren.
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