Examensarbeit, 2010
68 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung: Bedeutung und Ziele der Arbeit
2. Der Wirtschaftsraum Lutherstadt Eisleben
2.1 Ein naturgeographischer Überblick
2.2 Stadtentwicklung der Lutherstadt Eisleben
2.2.1 Die Entwicklung des Bergbau- und Hüttenwesens
2.2.1.1 Erste Betriebsperiode: Vom Anfang bis zum Zusammenbruch im Dreißigjährigen Krieg
2.2.1.2 Zweite Betriebsperiode: Von der Freierklärung bis zur Mansfeldschen Gewerkschaft
2.2.1.3 Dritte Betriebsperiode: Die Entwicklung der Mansfeldschen Gewerkschaft zum Mansfeld Konzern
2.2.1.4 Vierte Betriebsperiode: Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Einstellung des Bergbaus
2.3 Zusammenfassung
3. Der wirtschaftsräumliche Strukturwandel der Lutherstadt Eisleben
3.1 Die Ursachen des Strukturwandels
3.1.1 Die „Wende – Probleme, Chancen und Veränderungen rund um den Wirtschaftsraum
3.2 Die Folgen des Strukturwandels
3.2.1 Arbeitslosigkeit
3.2.2 Demographische Entwicklung
3.2.2.1 Bevölkerungsentwicklung
3.2.2.2 Bevölkerungsstruktur
3.2.3 Chancen des Strukturwandels
3.2.3.1 Der Tourismus
3.2.3.2 Der Eisleber Wiesenmarkt
3.2.3.3 Das IBA-Projekt
3.3 Zusammenfassung und Ausblick
4. Die Darstellung des Themas im Lehrbuch
4.1 Didaktische Vorüberlegungen
4.1.1 Einordnung in die Bildungsstandards für den Mittleren Bildungsabschluss im Fach Geographie
4.1.2 Einordnung in die Lehrpläne des Landes Sachsen-Anhalt
4.2 Analyse der Lehrbücher und Atlanten des Landes Sachsen-Anhalt
4.3 Ergebnisse der Analyse
5. Entwicklung einer virtuellen Exkursion zum wirtschaftsräumlichen Strukturwandel der Lutherstadt Eisleben
5.1 Die Bedeutung virtueller Exkursionen für den Unterricht
5.1.1 Vor- und Nachteile virtueller Exkursionen
5.1.2 Einsatzmöglichkeiten im Unterricht
5.2 Konzeption der virtuellen Exkursion
5.2.1 Didaktische Begründung
5.2.2 Themenschwerpunkte
6. Resümee
Die vorliegende Arbeit analysiert den wirtschaftsräumlichen Strukturwandel der Lutherstadt Eisleben von einer bergbau-geprägten Industrieregion hin zu einem modernen Wirtschaftsstandort. Dabei wird untersucht, wie dieser Wandel historisch verlief, welche sozialen und demographischen Folgen er hatte und wie die Thematik didaktisch für den Geographieunterricht an Sekundarschulen aufbereitet werden kann, insbesondere durch die Entwicklung einer virtuellen Exkursion.
2.2.1.1 Erste Betriebsperiode: Vom Anfang bis zum Zusammenbruch im Dreißigjährigen Krieg
Um das Jahr 1200 wurde in der Grafschaft Mansfeld, insbesondere in Eisleben nach Kupfer gegraben: Dies geschah zunächst dort, wo es an der Erdoberfläche sichtbar wurde. Durch diesen oberflächennahen Abbau entstanden Pingen und Grablöcher. Doch zu jener Zeit sprach man in keinem Fall von Bergleuten, vielmehr haben die Bauern auf ihrem eigenen Hab und Gut nach Kupfer gegraben. Etwa zur gleichen Zeit bildete sich in der Stadt das Verhüttungswesen von Kupfer heraus: Da der Schiefer auch andere Bestandteile, wie z.B. Silber enthielt, wurde dieses ausgeschmolzen und zur Münzherstellung verwendet. Nach und nach entwickelte sich der Bergbau zu einem sogenannten Flözbergbau, der heute als der älteste in Deutschland datiert wird. Man musste immer tiefer graben, um an das schieferhaltige Gestein zu gelangen. Demzufolge ermöglichten um die Wende des 15. zum 16. Jahrhundert verbesserte Wasser- und Wetterhaltung sowie neue Abbau- und Fördermethoden ein tieferes Vordringen in den Untergrund und damit eine größere Kupferausbeute. Um 1500 wurden in Eisleben bereits 14.188 Zentner Kupfer von 1.815 Bergleuten gefördert.
Bis dahin haben sich der Mansfelder Bergbau und sein Hüttenwesen sowie die damit verbundene Metallverarbeitung zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im Deutschen Reich entwickelt. Darüber hinaus gelang es durch zahlreiche technische Neuerungen in der Geschichte der Montanwirtschaft, eine folgenreiche wirtschaftliche Entwicklung in Gang zu setzen.
Unter anderem entwickelten sich die Grablöcher und Pingen in sicherere Stollen- und Kunstbaue, welche in eine Tiefe von bis zu 2 Metern vordrangen. Auch die ersten Schächte in Nähe der vielen Hütten in Eisleben entstanden vornehmlich im 15. Jahrhundert. Die ersten Hütten siedelten sich unweit der Bösen Sieben an, ein Fluss der inmitten von Eisleben fließt. Hier wohnte ein Großteil der in Wohnquartieren untergebrachten Bergleute.
1. Einleitung: Bedeutung und Ziele der Arbeit: Einleitung in die Problematik des wirtschaftsräumlichen Wandels in Eisleben und Definition der Ziele für die Hausarbeit.
2. Der Wirtschaftsraum Lutherstadt Eisleben: Darstellung der naturräumlichen Gegebenheiten und der historischen Entwicklung des Bergbaus in vier Etappen.
3. Der wirtschaftsräumliche Strukturwandel der Lutherstadt Eisleben: Analyse der Ursachen für den Niedergang des Bergbaus nach 1990 und der daraus resultierenden Folgen sowie potenzieller Chancen.
4. Die Darstellung des Themas im Lehrbuch: Untersuchung der Behandlung des Themas Strukturwandel in aktuellen Schulbüchern und Lehrplänen für das Fach Geographie.
5. Entwicklung einer virtuellen Exkursion zum wirtschaftsräumlichen Strukturwandel der Lutherstadt Eisleben: Konzeptentwicklung für ein digitales Unterrichtsmedium zur Vermittlung des Strukturwandels.
6. Resümee: Fazit über die Identität der Stadt im Wandel und die Bedeutung des Themas für den Geographieunterricht.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
8. Anhang: Verzeichnis der Abbildungen.
Strukturwandel, Lutherstadt Eisleben, Kupferschieferbergbau, Mansfelder Land, Geographieunterricht, virtuelle Exkursion, Industrieraum, Arbeitslosigkeit, demographischer Wandel, Tourismus, IBA-Projekt, Wirtschaftsstruktur, Transformation, Montanwirtschaft, Medienkompetenz
Die Arbeit befasst sich mit dem wirtschaftsräumlichen Strukturwandel der Lutherstadt Eisleben, der maßgeblich durch den Niedergang des über Jahrhunderte prägenden Kupferschieferbergbaus nach 1990 geprägt wurde.
Zentrale Themen sind die historische Bergbautradition, die sozioökonomischen Folgen des Strukturwandels wie Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsrückgang sowie aktuelle Chancen durch Tourismus und Stadtumbauprojekte.
Das Ziel ist es, den Strukturwandel von Eisleben zu analysieren und auf dieser Grundlage ein didaktisches Konzept in Form einer virtuellen Exkursion für den Geographieunterricht an Sekundarschulen zu entwickeln.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Wirtschaftsgeschichte und zur Geographiedidaktik sowie auf eine kritische Untersuchung aktueller Schulbuchinhalte und Lehrpläne in Sachsen-Anhalt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachstrukturanalyse des Wirtschaftsraums Eisleben, eine Untersuchung der Folgen des Strukturwandels und eine didaktische Einordnung zur Erstellung einer virtuellen Exkursion.
Die zentralen Schlagworte sind Strukturwandel, Lutherstadt Eisleben, Bergbaugeschichte, Geographieunterricht, virtuelle Exkursion und demographischer Wandel.
Das IBA-Projekt dient als Fallbeispiel für eine der Chancen des Strukturwandels, indem es versucht, historisch wertvolle Bausubstanz zu erhalten und neue Impulse für die Stadtentwicklung und touristische Nutzung zu setzen.
Die Arbeit sieht im Tourismus, basierend auf den Luthergedenkstätten und dem Wiesenmarkt, eine wesentliche Chance für die Stadt, um die wirtschaftliche Monostruktur zu überwinden und ein neues Profil zu entwickeln.
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